Dienstag, 19. Dezember 2017

[Blogtour] Von der Wahrscheinlichkeit, zwei Leben zu retten




Der letzte Beitrag ist eine ganze Weile her - und ich melde mich ganz stilecht mit dem ersten Tag einer Blogtour zu DEM Buch, das meine monatelange Leseflaute beendet hat:
VON DER WAHRSCHEINLICHKEIT, ZWEI LEBEN ZU RETTEN!


Im heutigen Post möchte ich euch deshalb etwas zu den beiden wunderbaren Hauptcharakteren dieses Buches erzählen, wer sie sind, was ich von ihnen halte und wer sie laut der Autorin in einer Verfilmung spielen sollte, und in den nächsten Tagen folgt dann die Rezension zu dem Buch. Schön aufpassen und auch bei den nächsten Blogs mitlesen, es gibt auch etwas Kleines zu gewinnen :) Die wunderschönen Illustrationen sind übrigens von der Künstlerin Kaja Reinki, ihr findet sie auf Facebook und Instagram, schaut auf jeden Fall mal bei ihr rein!

Kira, 18 Jahre

Kira ist, aufgrund einer schlimmen Vergangenheit, Opfer einer ausgewachsenen Depression. Sie hat einen sehr düsteren Blick auf das Leben und wartet schon sehnsüchtig auf das Datum, an dem sie ihren Abschied von der Welt geplant hat. Da kommt ihr Robin in die Quere, ein krebskranker Junge, der dringend eine Knochenmarkspende von ihr braucht. Kira entschließt sich dazu, ihm zu helfen, sozusagen als letzte, gute Tat ihres Lebens, und schon nimmt das Chaos seinen Lauf.


Obwohl Kira sehr düster ist, mochte ich sie von Anfang an. Vielleicht lag das an ihrem Sarkasmus und den lockeren Sprüchen, die sie ab und zu gerissen hat. Vielleicht lag es aber auch an ihrer verletzlichen Seite, die sie ab und zu gezeigt hat.

Als ich von ihrer Vergangenheit gelesen habe, war ich geschockt, aber es hat nochmal einiges verständlicher gemacht. 
Insgesamt finde ich, dass sie ein toller Charakter mit einer sehr guten Entwicklung ist. Vom menschlichen Eisklotz zu einem Wesen, das Gefühle zeigen und zugeben kann. Das hat mir unglaublich gut gefallen.
Autorin Anne Lück findet übrigens, dass Emily Rudd die perfekte Filmbesetzung für Kira wäre, und nachdem ich einige Bilder von ihr gesehen habe, kann ich da nur zustimmen!!!


Robin, 17 Jahre

Robin hat Blutkrebs. Begleitet von seiner unglaublich lieben Familie und dem Bildertagebuch auf "Storygram" (Eine erfundene Bloggerseite wie Instagram) kämpft er mutig und mit positiver Einstellung gegen seine Krankheit. Er will leben, mehr als alles andere - im Gegensatz zu Kira, die durch ihre Knochenmarkspende Robins Lebensretterin wird. Seine Mission ist es von fortan, Kira zu finden. Sie kennen zu lernen. Aber nicht unbedingt, sich in sie zu verlieben - was dann aber prompt passiert.

ICH. LIEBE. ROBIN. Es hat nicht einmal das komplette, erste Kapitel aus seiner Sicht gebraucht, dass ich mich vollkommen in ihn verliebt habe. Er ist so positiv und so lustig, obwohl er auch in so harten Worten über seine Krankheit spricht. Und wie er mit Kira umgeht und seine Gefühle zu ihr beschreibt - ich bin wahrhaft davongeschmolzen. 
Ein unglaublich toller Charakter, der auch seine schwachen Momente hat und trotz seiner schon anfangs positiven Einstellung eine tolle Entwicklung durchmacht. Allein er ist schon ein wunderbarer Grund, dieses Buch zu lesen!
Seine Erfinderin Anne Lück würde übrigens in einer Verfilmung sehr gern Lucky Blue Smith in seiner Rolle sehen ;) Der müsste sich dafür ja auch nur noch den Kopf rasieren! Haha.

So, und falls ihr nach diesen Charaktervorstellungen noch nicht so verliebt seid wie ich, dann ladet euch unbedingt das tolle ebook "Von der Wahrscheinlichkeit, zwei Leben zu retten" runter. Oder macht beim Gewinnspiel mit, da könnt ihr nämlich ein Paket passend zum Buch PLUS ebook gewinnen :) Dafür müsst ihr nur folgende Frage beantworten und eure Antwort an die Autorin anne_lueck@web.de schicken:

Wenn morgen euer letzter Tag wäre: mit wem würdet ihr ihn verbringen, und warum?

Unter allen Einsendungen wird die Autorin die schönste, kreativste und/oder emotionalste Antwort heraussuchen und den Gewinner persönlich benachrichtigen! Also macht mit! :) Und schaut unbedingt in den nächsten Tagen auch bei den anderen Blogs vorbei, euch erwarten tolle Beiträge zum Buch! <3

Gewinnspielteilnahmebedingungen:
- Es wird keine Haftung für das Paket übernommen.
- Der Preis kann nicht ausgezahlt werden.
- Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
- Facebook/Instagram & Co. hat nichts mit diesem Gewinnspiel zutun.
- Gewinnspielaccounts sind nicht erlaubt.
- Die Teilnehmer müssen volljährig sein oder die Erlaubnis der Eltern haben.

Sonntag, 8. März 2015

[Rezension] Das Labyrinth erwacht

Autor: Rainer Wekwerth
Reihe: Das Labyrinth, Band 1/3
Seiten: 408
Genre: Fantasy, Jugendbuch
Preis: 6,66 Euro (Broschiert), HIER kaufen

Das Labyrinth. Es denkt. Es ist bösartig. Sieben Jugendliche werden durch Raum und Zeit versetzt. Sie wissen nicht mehr, wer sie einmal waren. Aber das Labyrinth kennt sie. Jagt sie. Es gibt nur eine einzige Botschaft an jeden von ihnen: Du hast zweiundsiebzig Stunden Zeit das nächste Tor zu erreichen oder du stirbst. Problem Nummer Eins, es gibt nur sechs Tore. Problem Nummer Zwei, ihr seid nicht allein.

Lieblingszitat
Wer auch immer hinter alldem steckt, möchte uns zwar sterben sehen, will aber nicht, dass wir dabei frieren.
Meine Meinung

Dieses Buch wurde mir von einer Freundin empfohlen, und weil der Klappentext so spannend klang, habe ich es direkt auf meine Wunschliste gesetzt und vor kurzem dann endlich angefangen.
Als ich die ersten Seiten gelesen hatte, fühlte ich mich zuerst einmal an die "Maze Runner"-Trilogie erinnert. Jugendliche, die auf einer "Lichtung" erwachen, nur eine Erinnerung an ihren Namen haben, und sich durch ein Labyrinth kämpfen müssen. Außerdem scheint eine tödliche Gefahr zu lauern, wenn es dunkel wird - was mich gleich an die Griewer denken ließ.
Am Anfang  lernen sich die Jugendlichen erst einmal kennen: Jenna, Jeb, Tian, Kathy, Léon, Mary und Mischa. Ich dachte zuerst, dass das vielleicht zu viele sein könnten, aber man kommt recht schnell zurecht. Eigentlich finde ich es sogar ganz gut, eine Gruppe von Jugendlichen zu haben, aus der ich mir meinen Liebling picken kann - wenn es da in diesem Buch nicht einen großen Makel gegeben hätte: Die Charaktere sind total langweilig. Sie sind farblos, blass gezeichnet und ich konnte zu keinem wirklich eine Beziehung aufbauen, vor allem mit Mary, Jenna und Jeb ist es mir schwer gefallen, warm zu werden.
Die Story wäre an sich wahrscheinlich spannend gewesen, allerdings hat das Manko mit den Charakteren dazu geführt, dass sich das Buch total gezogen hat. Die Idee von den Bösen fand ich wirklich gut, sie wirkten unheimlich und die Sache mit den Ängsten und dem "Eis" war auch mal etwas Neues. Leider konnten sie die Story nicht mehr wirklich rausreißen.
Die Grundidee war gut, aber irgendwann kam ich mit der Geschichte einfach gar nicht mehr voran. Ich habe immer wieder Seiten übersprungen und hab tagelang gar nicht mehr weiter gelesen. Die Charakterentwicklung wirkte auf mich nicht ganz glaubhaft, die Liebesgeschichte irgendwie gezwungen. Ich konnte nicht mitfiebern und war am Ende des Buches auch von zwei Punkten absolut überzeugt: den zweiten Band werde ich nicht lesen & ich werde wahrscheinlich bald vergessen haben, was in dem Buch passiert ist.
Sehr, sehr schade.

Lieblings/Hasscharaktere

Wie gesagt: Die Charaktere waren irgendwie absolut nicht meins. Nach einer Weile mochte ich Mischa ganz gern, und Léon war auch ein starker Charakter, der sich meiner Meinung nach ganz gut entwickelt hat. Die Sache mit Mary hat mich dann aber doch ein bisschen genervt... Und alle anderen Charaktere haben mich einfach kein Stück beeindruckt.

Fazit

Grundidee war recht spannend und die Bösewichte fand ich recht gut, aber die Charaktere waren einfach nicht gut, die Story nach einer Weile schon nicht mehr spannend und am Ende habe ich verdammt viel übersprungen. Da kann ich einfach nicht mehr als 2 von 5 Federn geben. Dabei hatte ich von dem Buch soooo viel erwartet!


Dienstag, 3. Februar 2015

[Rezension] Numbers - Den Tod im Blick

Autorin: Rachel Ward
Reihe: Numbers, Band 1/3
Seiten: 368
Genre: Thriller, Fantasy
Preis: 13,95 Euro (TB), HIER kaufen
Augen, so heißt es, sind das Fenster zur Seele. Doch wenn Jem in fremde Augen blickt, sieht sie eine Zahl. Und die ist unauslöschlich. Denn die Zahl ist ein Datum. Der Tag, an dem ihr Gegenüber sterben wird. Diese Gewissheit hat Jem seit dem Tod ihrer Mutter. Deshalb meidet sie Menschen. Ist am liebsten allein. Bis sie Spinne kennenlernt - und mit ihm das Leben. Jem ist glücklich, zum ersten Mal. Doch als die beiden zum Riesenrad, dem London Eye fahren, passiert es - um sie herum haben alle dieselbe Zahl. Jem weiß: Etwas Furchtbares wird passieren. Heute. Hier. Fluchtartig verlassen Spinne und sie das Gelände. Und lösen damit eine Kettenreaktion aus. Spinne und Jem werden zu Gejagten. Von der Polizei, den Medien, den Menschen. Und Spinnes Todestag rückt näher und näher. 
Lieblingszitat
Wir wissen, dass für uns alle eines Tages das Ende kommt, aber wir sollten uns davon nicht unterkriegen lassen. Wir sollten nicht zulassen, dass uns das vom Leben abhält. 
Meine Meinung

"Numbers" habe ich beim zufälligen Blättern auf Amazon entdeckt und gleich mal in den Einkaufswagen geworfen, weil mich der Klappentext so angesprochen hat. Kaum hatte ich es aufgeklappt, sprang mir schon die Story mit voller Wucht entgegen. Ja, der Anfang ist mal etwas völlig anderes: Die Protagonisten treffen gleich aufeinander, kennen sich bereits aus der Klasse, aber nicht näher. Was mir an Jem und Spinne besonders gefallen hat: Sie sind so richtige Antihelden, so richtige Problemkinder, die keiner leiden kann. Ganz besonders Spinne: Er kommt ständig mit dem Gesetz in Konflikt, ist groß, schlaksig und scheint eine Aversion gegen Duschen zu haben, denn Jem geizt nicht mit "Himmel, der Typ stinkt"-Sprüchen :D
Die beiden freunden sich an und dann passiert, was im Klappentext bereits angekündigt wird: Die beiden können sich vor einem Attentat retten und geraten ins Visier der Polizei. Daraufhin packen sie ihre sieben Sachen und hauen einfach ab. Schon von Anfang an kam mir der Gedanke: War das wirklich so schlau, was ihr Kinder da gemacht habt? Das halbe Land ist nach dieser Sache hinter ihnen her, und die beiden machen sich noch verdächtiger - dabei haben sie gar nichts getan! Sicher, auch Spinne hat ein kleines Problem, aber die ganze Flucht kam mir doch ein bisschen unnötig vor. Immer wieder kam mir der Gedanke: Ach kommt schon, das kann doch gar nicht gut gehen!
Außerdem fühlt sich die Flucht der beiden die meiste Zeit über eher wie eine entspannte Reise an, und nicht wie eine Thriller-Hetzjagd. Ich weiß nicht warum, aber so richtig Spannung kam bei mir nicht auf. Schade eigentlich. Dafür fand ich es toll, wie die Charaktere sich entwickelt haben und wie sie einander näher kamen - eine süße Szene in einer Scheune war dabei besonders goldig, da kamen mir doch ein paar zufriedene Seufzer über die Lippen.
Dann allerdings werden die beiden kurzzeitig voneinander getrennt und von da an ist die Stimmung und Atmosphäre sofort wieder gekippt. Ich fand es langwierig, habe ganze Seiten übersprungen und die ganze Zeit gehofft, dass Spinne endlich wieder auftaucht. Es passiert etwas sehr trauriges und danach werden große Zeitsprünge gemacht, die ich einfach unnötig fand.
Das Ende der Geschichte war für mich sehr enttäuschend - ich hasse es, mit einem traurigen Gefühl aus einem Buch entlassen zu werden und nach "Numbers" war ich irgendwie richtig deprimiert. Schade.

Charaktere

Die Charaktere fand ich gut, weil sie so herrlich übertriebene Antihelden waren. Wie vulgär und jugendsprachlich sie miteinander gesprochen haben, hat mir gefallen, und auch ihre bunten Geschichten und Eigenarten fand ich super. Mein Liebling in diesem Buch war eindeutig Terry Dawson aka "Spinne". Einfach ein lustiger Kerl, der zwar viel Dreck am Stecken, aber das Herz am rechten Fleck hat.

Fazit

Die Grundidee, Schreibstil und Charaktere der Geschichte fand ich wirklich gut. Aber der Storyverlauf, die vermeintliche "Spannung" und das enttäuschende Ende konnten mich nicht wirklich überzeugen. Deshalb gibt es für dieses Buch 3 von 5 Federn.


Sonntag, 1. Februar 2015

[Kolumne] Kuss-Szenen und Quietschattacken

Für viele Mädchen sind sie doch noch immer das Schönste: Die Momente, wenn die Hauptcharakter endlich über ihren eigenen Schatten springen und die Köpfe zu einem Kuss neigen *schmatz* Sind das nicht diese Augenblicke, an denen man zumeist ein zufriedenes Seufzen hören lässt?

Ja, Kuss-Szenen sind mir unheimlich wichtig, ich bin ein absoluter Romantiker, was das angeht. Was glaubt ihr, wie oft ich dasitze und das Buch anbrülle: "Jetzt küsst euch doch mal endlich, verdammt!" - kleiner Tipp: Sehr oft.

Natürlich ist die richtige Atmosphäre für den ersten Kuss entscheidend. Er darf nicht zu früh passieren, das macht die Stimmung kaputt. Er sollte allerdings auch nicht ewig nach hinten verschoben werden, denn dann wird es langweilig. Außerdem sollte er, zumindest für diesen einen Moment, das Hauptaugenmerk der Szene sein. Küsse, die sich im Hintergrund abspielen!? - Nein, danke! Die Charaktere sollten allein sein, sich in intimer Atmosphäre irgendwo befinden...und der perfekte Kuss bringt mich zB. dazu, dass mein Herz mit den Personen um die Wette hüpft und mir ein Quietschen entfährt. Ja, dann ist ein erster Kuss perfekt. Und natürlich sollte es nicht der eine und einzige Kuss im Buch bleiben ... (gern darf auch etwas mehr passieren).

Aber Küsse sind nicht die einzigen Momente, die mich zum Quietschen bringen. Eine versteckte Liebeserklärung, die Umarmung eines sonst so kühlen Charakters, eine beschützende Handlung - es gibt einige Dinge, die mich für eine fehlende Kussszene entschädigen können. Wichtig ist, dass man sich mit einem zufriedenen Seufzen zurücklehnen kann und denkt: "Na endlich, ich wusste schon immer, dass die beiden zusammengehören!"

Freitag, 30. Januar 2015

[Rezension] Untot - Sie sind zurück, und sie sind hungrig!

Autorin: Kirsty McKay
Reihe: Untot, Band 2/2
Seiten: 416
Genre: Jugendbuch, Endzeit, Zombies, Comedy
Preis: 11,99 Euro (kindle), HIER kaufen
Na toll! Eine Glatze, eine Narbe und 6 Wochen Koma. Als Bobby erwacht, ist bereits ganz Schottland zombifiziert und zur Sperrzone erklärt worden. Ausgerechnet in einem schottischen Krankenhaus festzusitzen, ist also eher ungünstig. Dass auch Alice und Pete dort untergebracht sind, ist zumindest eine gute Nachricht. Doch wo steckt Smitty? Und wieso hat Bobbys Mutter, die angeblich tot sein soll, verschlüsselte Nachrichten auf dem Handy hinterlassen? Die ungleichen Freunde müssen schnellstens hier weg. Denn die Untoten sind lernfähig und hungrig und verdammt gefährlich. Und sie sind nicht die Einzigen, die ihnen hinterher jagen …
Lieblingszitat 
"Muss ein Versehen gewesen sein", sagt Russ. "Lockerer Finger am Abzug."
"Lockerer Finger im Arsch!" sagt Pete, und wir wissen wie er es meint, aber es klingt trotzdem fies. 
Meine Meinung

Ich konnte nicht anders- trotz SUB und vollgestopftem Wunschzettel musste ich mir einfach so schnell wie möglich den zweiten Band von "Untot" besorgen. Ich liebe den knallig, jugendlichen Schreibstil von Kirsty McKay und ihre Story hat mich schon im ersten Teil so gefesselt - ich kam nicht drum herum.
Die Geschichte beginnt genau dort, wo sie im ersten Band aufgehört hat, und da der Klappentext das ziemlich gut widerspiegelt, sage ich mal nichts weiter zum Storyverlauf. Wozu ich aber unbedingt etwas sagen muss, ist: Gleich auf den ersten Seiten schlägt einem sofort wieder der unvergleichliche Quatsch und Humor der Geschichte entgegen. Ob es nun an den wahnsinnig lustigen Vergleichen liegt (ZB den Schreibstil eines Arztes mit dem empörten Scharren einer Henne zu vergleichen) oder daran, dass Bobby einen großen Teil des Anfangs ohne Hose durch die Gegend läuft - es hat mich alles sofort wieder den Lachtränen nah gebracht.
Immer, wenn wieder ein bekannter Charakter aufgetaucht ist, habe ich vor Freude gequietscht - Alice! Pete! Smitty! Es ist einfach jedes Mal wieder ein Genuss. Auch ein neuer Typ kommt dazu: Russ. Ich fand ihn ganz nett, allerdings war ich ihm gegenüber ein bisschen trotzig, weil er anscheinend am Anfang ein kleiner Ersatz für Smitty war....so kam es mir zumindest vor.
Die Story war, genau wie im ersten Teil, sehr rasant erzählt und unglaublich spannend. Auch an Charme hat das zweite Buch der Reihe nicht verloren - eher gewonnen. Die Flucht vor und der Kampf mit den Zombies (und Zombinos) war einfach wieder super. Manchmal habe ich vor Spannung eine Seite übersprungen, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe ... und habe nur Sekunden später wieder zurückgeblättert, weil ich jeden Satz aufsaugen wollte :D
Gut fand ich auch, dass manche Personen in einem Moment vertrauenswürdig schienen und im nächsten Moment auf der Anklagebank saßen. Immer wieder hat sich die Story dadurch gedreht, was ich einfach spitze und sehr interessant fand.
Außerdem, und da kommt das Mädchen in mir wieder durch, fand ich die kleine, immer wieder eingeschobene, Liebe zwischen Smitty und Bobby einfach nur unglaublich niedlich - besser noch als im ersten Teil!
Das Ende ist kein direkter Cliffhanger, aber die Story scheint mir auch noch nicht ganz vorbei zu sein. Natürlich musste ich sofort nachschauen und im Internet stand, dass es vielleicht einen dritten Band geben wird. Hoffentlich! So fällt der Abschied von den über alles geliebten Charakteren nicht ganz so schwer :)

Die Charaktere

Natürlich - an den Figuren hat sich nichts geändert, sie bleiben immer noch sehr klischeehafte Stereotypen. Allerdings macht mir das überhaupt nichts, denn jeder hat seine Eigenarten mitgebracht und ich habe jeden der vier Protagonisten abgöttisch geliebt. Die Figuren sprühen vor Witz und Schlagfertigkeit, ich habe mich oft am Boden gekringelt. Mein Liebling bleibt Smitty, daran ist nichts zu rütteln. Mutig, verschlagen, und super süß zu Bobby, das kann man nicht toppen ;)

Fazit

Ich LIEBE die "Untot"-Bücher, den zweiten Band sogar noch mehr als den ersten. Witzig, spannend, rasant - mit absolut liebenswürdigen Charakteren. Deshalb bekommt dieser Teil der Reihe auch die Ehre, ganze 5 Sterne mit Herzchen zu erhalten - "Untot - Sie sind zurück, und sie sind hungrig!" darf sich ab jetzt zu meinen Herzstücken zählen!


Mittwoch, 28. Januar 2015

[Rezension] Obsidian - Schattendunkel

Autorin: Jennifer L. Armentrout
Reihe: Obsidian, Band 1/3
Seiten: 400
Genre: Science Fiction, Jugendbuch
Preis: 12,99 Euro (kindle), HIER kaufen

Als die siebzehnjährige Katy vom sonnigen Florida ins graue West Virginia ziehen muss, ist sie alles andere als begeistert. In ihrem winzigen neuen Wohnort kommt sie in den ersten Tagen nicht einmal ins Internet, was für die leidenschaftliche Buchbloggerin eine Katastrophe ist. Nur mit Mühe lässt sie sich dazu überreden, bei ihren Nachbarn zu klingeln, um "neue Freunde" zu finden. Und lernt so den atemberaubend gut aussehenden, aber bodenlos unfreundlichen Daemon Black kennen. Was Katy jedoch nicht weiß, ist, dass genau der Junge, dem sie von nun an am meisten aus dem Weg zu gehen versucht, ihr Schicksal bereits verändert hat…
Lieblingszitat
"Dee reagiert nicht unbedingt gut auf Fremde. Wie wir alle.", sagte er und sah mir dabei direkt in die Augen. Mir wurde warm. "Ich hatte mal einen Hund, der 'nicht unbedingt gut auf Fremde reagierte'."
Meine Meinung

Wieder eins dieser gehypten Bücher, an denen ich einfach nicht vorbeigehen konnte. Ich MUSSTE es haben. Vor allem, weil ich auch das Cover so hübsch fand ;)
Zu Anfang muss ich gleich sagen: Können die Autoren sich nicht mal neue Anfänge ausdenken? Wieder mal ist es das gleiche Thema, mit dem es anfängt: Ein Elternteil stirbt und die Familie zieht deshalb vom wunderschönen Florida ins graue West Virgina. Dort trifft Hauptfigur Katy - wie es nunmal immer so ist - auf einen unglaublich heißen Typen, der zu ihr natürlich total blöd ist, aber ab und zu auch mal durchblicken lässt, dass er sie gar nicht soooo doof findet. Blablabla.
Wie sich dann die Freundschaft zwischen Katy und Dee entwickelt hat mir dann aber wieder gefallen. Langsam tastet man sich an das Geheimnis der Zwillinge ran (Also Dee und Daemon - habe ich schon mal erwähnt, dass ich Zwillinge liebe!?) und als man schließlich dahinter kommt, WAS sie sind ... nunja, ich wahr ehrlich gesagt total überrascht, hätte eher mit so etwas in Richtung Kitschvampir gerechnet. Es ist zwar nicht die alleroriginellste Idee, aber eine nette Wendung. Die Fähigkeiten von Daemon fand ich sehr interessant und die Idee mit dem Leuchten, das bei Katy ausgelöst wird, finde ich auch mal nett.
Natürlich muss es auch ein paar böse Typen geben - und die fand  ich in diesem Buch auch gar nicht so übel, an manchen Stellen hatten sie sogar ein bisschen Gruselpotential (sie sind nicht die Griewer, aber auch nicht schlecht). Angst hatte ich aber am Ende wirklich gar keine vor ihnen - was sicher auch daran lag, dass es für die Hauptcharas viel zu mühelos war, sie loszuwerden. Sicher, alle haben ein paar kleine Blessuren davongetragen, aber wirklich krass fand ich es jetzt nicht.
Die Handlung an sich war an manchen Stellen recht rasant und spannend, manchmal sogar richtig mitreißend. Das Ende war dann so abgefahren, dass ich gar nicht mehr richtig mitgekommen bin, bis zum Schluss. Allerdings muss man sagen, dass ich das Ende jetzt auch nicht sonderlich überraschend fand.
Diese Punkte machen "Obsidian" eigentlich zu einem soliden Buch. Wenn da nicht die nervigste Sache der Welt wäre: Das, was sich zwischen Daemon und Katy abspielt. Ausnahmsweise lag es mal nicht an dem Mädel, dass ich die Beziehung schrecklich fand, sondern an dem Kerl. Himmel - Daemon hat sie ja wirklich hingehalten, es war ein ständiges Hin und Her, was nach einer Weile einfach nur noch frustrierend war. Am Ende hätte ich wahrscheinlich ganz genau so reagiert wie Katy - dieser Daemon hat sie doch nicht mehr alle. (Auch wenn er irgendwie verdammt heiß ist!!!)

Charaktere

Ich mochte Dee total gern, würde auch sagen, dass sie mein Liebling in diesem Buch war. Sie ist total niedlich und mal eine ganz andere Art von Persönlichkeit. Aber ich mochte auch Katys Freundinnen aus der Schule. Richtig gehasst habe ich natürlich die anderen von Daemons Clique. Aber das waren wieder solche Klischeetypen, dass ich mir nicht mal ihre Namen gemerkt habe.

Mein Fazit

Recht spannende Story, nette Charaktere und ein flüssiger Schreibstil, sind vermischt mit der interessanten Hintergrundidee eigentlich vier Federn wert. Allerdings muss ich, einfach aus meiner subjektiven Wahrnehmung heraus, einfach eine Feder für diese total nervige Liebesgeschichte abziehen. 3 von 5, schade eigentlich!


Montag, 26. Januar 2015

[Rezension] Untot - Lauf, so lange du noch kannst!

Autorin: Kirsty McKay
Reihe: Untot, Band 1/2 (+ Zwischenteil "Pausensnack")
Seiten: 368
Genre: Endzeit, Zombies, Jugendbuch, Comedy
Preis: 14,95 Euro (TB), HIER kaufen

Auf keinen Fall wird sie aus diesem Bus aussteigen. Bobby hasst ihre neuen Mitschüler und der Skiausflug war die totale Vollkatastrophe. Da wartet sie lieber mit Bad Boy Smitty, bis die anderen aus dem Café zurückkommen. Aber die anderen kommen nicht. Die anderen sind tot - Alice hat es genau gesehen und dreht vollkommen durch. Schöne Scheiße! Sie müssen hier weg und zwar schnell. Denn plötzlich kommen die Toten auf sie zu und sie sehen verdammt hungrig aus. Doch draußen ist es einsam und dunkel, der Schneesturm tobt und die Handys funktionieren auch nicht. Und eigentlich weiß man aus jedem guten Horrorfilm, dass man sich niemals in so eine Situation begeben darf ...
Lieblingszitat
Er klickt mit dem Mikrofonschalter herum. "Ich glaube, den Morsecode für SOS kriege ich hin, aber vielleicht bestelle ich auch gerade etwas vom Lieferservice."

Meine Meinung

Ich sage euch von vornerein zwei Dinge: Erstens, diese Rezension wird relativ kurz ausfallen. Zweitens, die Idee, die hinter "Untot" steckt, ist weiß Gott nichts Neues. Im Gegenteil: Jedes einzelne, denkbare Klischee, das man über Zombies kennt, wird aufgegriffen und gnadenlos durch den Hechsler gedreht. Was für mich dieses Buch aber so unwiderstehlich gemacht hat, waren die Zutaten, die noch dazu getan wurden: Eine große Prise Spannung, ein derbe Jugendsprache und eine richtig ordentliche Portion Charme und Witz. Ernstzunehmen ist dieses Buch ganz sicher nicht. Ich habe mir beim Lesen das ein oder andere Mal eine Träne aus dem Auge gewischt, weil ich so lachen musste. Einmal habe ich in der Tram so angefangen zu lachen, dass ich von allen Seiten angestarrt wurde. Aber ich konnte einfach nicht anders!!! Wenn der Zombiegang eines Mädchens mit einem Laufstegmodell verglichen wird, das versucht eine Zigarette auszutreten, oder im Angriff von Zombies einer Designerhandtasche hinterhergetrauert wird - dann ist einfach genau mein Humor getroffen. Ende, Aus.
Trotz dass die Story sehr klischeehaft ist, wurde ich öfter mal wieder überrascht und war auch die meiste Zeit über gespannt, wie es ausgeht. Klar - manche Szenen waren mehr als unglaubwürdig und wahnsinnig übertrieben. Aber Gott, ich steh drauf, wenn die High School Tussi Zombies verprügelt! ;)

Charaktere

Auch die Figuren der Geschichte waren absolute Stereotypen: Pete, der Nerd, Alice, die Schulschönheit, Smitty, der Bad-Boy und Bobby, die unscheinbare Außenseiter-Protagonistin. Macht aber nichts - ich habe jeden von ihnen im Laufe der Story ins Herz geschlossen. Besonders Smitty hat es mir hierbei angetan (bin mal wieder verliebt!), seine ganzen dummen Sprüche und den leichten Anflug einer Liebesgeschichte mit Bobby - wundervoll!

Fazit

Ich habe mich gefreut, gebangt, mich geärgert, war gespannt und hab vor allem viele Lachtränen vergossen, bei der Lektüre dieses einzigartigen Buches. Einfach wundervoll, herrlich, schnell, frisch und witzig! Vergessen wir Klischees und Stereotypen - dieses Buch hat nicht weniger als 5 von 5 Federn verdient! Schon allein, weil ich meinen SUB links liegen gelassen habe, um mir den zweiten Band zu kaufen ;)


Samstag, 24. Januar 2015

[Rezension] Cassia & Ky - Die Auswahl

Autorin: Ally Condie
Reihe: Cassia & Ky, Band 1/3
Seiten: 464
Genre: Dystopie, Jugendbuch
Preis: 9,99 Euro (TB), HIER kaufen

Für die 17-jährige Cassia ist es der wichtigste Tag ihres Lebens: Heute erfährt sie, wen sie mit 21 heiraten wird – wen das System für sie ausgewählt hat. Es könnte jeder Junge aus Oria sein, doch zur großen Überraschung aller wird ihr bester Freund Xander als ihr Partner bekanntgegeben.
Als Cassia sich später auf dem feierlich überreichten Mikrochip Informationen über Xander ansehen will, passiert etwas schier Unmögliches: Es erscheint das Gesicht eines anderen Jungen – das von Ky. Cassia ist schockiert und verängstigt. Das System macht keine Fehler! Und tatsächlich wird ihr von offizieller Seite versichert, dass es sich um ein einmaliges Versehen handelt. Aber Cassia geht Kys Anblick nicht mehr aus dem Kopf. Gibt es doch die Möglichkeit zu wählen?
Lieblingszitat
Ihr glaubt, hier gäbe es nichts, weil wir uns nicht wehren. Aber in unseren Köpfen sind Worte, von denen niemand etwas weiß. Und mein Großvater ist nach seinen Bedingungen gestorben, nicht nach euren. Wir besitzen Wertvolles, aber ihr werdet es niemals finden, weil ihr nicht einmal wisst, wonach ihr suchen müsst. 
Meine Meinung

Warum ich ursprünglich angefangen habe, Cassia & Ky zu lesen, weiß ich gar nicht mehr. Ich glaube ich hatte mich total auf Dystopien eingeschossen, dass ich einfach alles genommen habe, was mir irgendwie in den Sinn kam und was mich auf Amazon förmlich angesprungen hat. Dieses Buch gehörte eben dazu - und es hat mich leider nicht überzeugt.
Schon den Anfang fand ich langweilig, weil er so unglaublich gewöhnlich ist für eine durchschnittliche Dystopie. Es gibt eine Veranstaltung, zu der die Jugendlichen gehen, und bei der die Auswahl "Passiert" - die Kinder lernen ihren Zukünftigen bzw. ihre Zukünftige kennen. Bei Cassia ist es ausgerechnet ihr bester Freund Xander (gähn, was für eine langweilige Schnarchtüte, ich mochte ihn nicht wirklich). Es ist von Anfang an irgendwie offensichtlich, dass das zwischen denen nie klappen wird, auch wenn Cassia das am Anfang etwas anders sieht - naja, leicht durchschaubar eben. Könnte aber auch am Serientitel liegen.
Die Welt an sich ist interessant. Wie bei den meisten Dystopien steht sie unter der totalen Überwachung, aber es scheint erst einmal niemanden zu stören. Beginn und Ende des Lebens ist festgelegt, keine Kinder mehr mit über 31 und mit 80 wird das Leben beendet. Dann gibt es ein Abschiedsbankett für die Sterbenden. Ich kann nicht genau sagen, warum - aber irgendwie hat mich das alles ein wenig an "Hüter der Erinnerung" erinnert.
An sich konnte ich schon verstehen, dass die Bewohner das einfache Leben schätzen und ihre Sicherheit nicht aufgeben wollten.
Ich persönlich mag es bei Dystopien lieber, wenn die Liebesgeschichte nicht die Hauptrolle spielt, sondern ein spannender Plot um was auch immer. Cassia und Ky trieft leider ein bisschen schnulzig. Man merkt von Anfang an, dass es am Ende auf eine Trennung der beiden und auf eine Rebellion hinausläuft - was ich mittlerweile einfach zu platt und zu uninspiriert für eine Dystopie halte.
Die Liebe hat sich (wie man es von solchen Büchern schon gewohnt ist) seeeehr langsam entwickelt und bis endlich mal was passiert, ist man einfach schon ziemlich gelangweilt. Schade eigentlich. Ein bisschen mehr Action hätte in dem Fall gut getan ;)
Das Ende kam genau so wenig überraschend für mich, wie der Verlauf der ganzen Story. An manchen Stellen hätte ich sogar die Sätze der Charaktere beenden können, so durchschaubar war es. *schüttel* nichts für mich.

Charaktere

Die fand ich an dieser Stelle leider alle ein bisschen platt. Im Nachhinein kann ich mich eigentlich nur noch an die Namen der Hauptcharaktere erinnern, und auch nur, weil sie auf dem Buchdeckel stehen. Sehr blasse Figuren, ich konnte mich in keinen wirklich verlieben und finde es auch nicht sooo schade drum.

Fazit

Cassia & Ky war eher so eine "solala"-Dystopie-Story, die mich einfach nicht überzeugen wollte, und die auch einfach nichts Besonderes war. Manchmal habe ich vor Langeweile ganze Seiten übersprungen, weil einfach nichts Spannendes passiert ist. Schade! Leider nur 2 von 5 Federn.


Donnerstag, 22. Januar 2015

[Kolumne] Die Post-Buch-Depression

Kennt ihr das auch? Gerade noch habt ihr ein wundervolles Buch gelesen, und dann kommt das Unvermeidbare: Die letzte Seite. Egal, wie lange man es herauszögert, und wie wenig man diesen Gedanken mag ... auch von den besten Büchern gibt es irgendwann einmal die letzte Seite.

Meine schlimmste Post-Buch Depression hatte ich nach Harry Potter. Ganz einfach, weil die Bücher mich über so viele Jahre begleitet haben, weil ich so viele Monate oft gewartet und mein Taschengeld gespart habe, bis endlich das nächste Buch kam - da will man doch gar nicht an sie denken. SIE, diese vermaledeite, letzte Seite.
Mittlerweile ist es so, dass ich nach jedem guten Buch eine kleine Depression entwickle, besonders schlimm ist es bei Reihen, dir mir ans Herz gewachsen sind. Deshalb sind SUBs so etwas Tolles - man hat gleich etwas Neues zur Hand, mit dem man sich über den Verlust hinwegtrösten kann ;) Dummerweise ist das ein Teufelskreis. Ich hoffe, dass mir niemals die Bücher ausgehen *lach*.

Vielleicht wird das jetzt mein Leben lang so laufen. Buch lesen - Buch lieben - Über das Ende des Buches traurig sein - Neues Buch beginnen - Neues Buch lieben......
Wenn ich aber mal ganz ehrlich darüber nachdenke, wie viele tolle Charaktere ich in den vielen Jahren meiner Lesezeit schon kennen gelernt habe, wie oft ich mich schon in Figuren verliebt, wie oft ich mit ihnen gelitten und wie oft sie mich einfach so inspiriert haben - ja, ich glaube, dann kann ich selbst mit immer wiederkehrenden Post-Buch Depressionen leben. Denn sie bedeuten immer den Anfang von etwas ganz Neuen!

Dienstag, 20. Januar 2015

[Rezension] Selection

Autorin: Kiera Cass
Reihe: Band 1/3
Seiten: 368
Genre: Jugendbuch, Romance, Dystopie (?)
Preis: 9,99 Euro (TB), HIER kaufen

35 perfekte Mädchen – und eine von ihnen wird erwählt. Sie wird Prinz Maxon, den Thronfolger des Staates Illeá, heiraten. Für die hübsche America Singer ist das die Chance, aus einer niedrigen Kaste in die oberste Schicht der Gesellschaft aufzusteigen und damit ihre Familie aus der Armut zu befreien. Doch zu welchem Preis? Will sie vor den Augen des ganzen Landes mit den anderen Mädchen um die Gunst eines Prinzen konkurrieren, den sie gar nicht begehrt? Und will sie auf Aspen verzichten, ihre heimliche große Liebe?
Lieblingszitat
"Ich umarme sonst nur meine Mutter.", sagte er. "Mache ich das richtig?"
Ich lachte. "Bei einer Umarmung kann man nicht viel falsch machen."

Meine Meinung

Ich liebe es, gehypte Bücher zu lesen. Nein, echt. Zum einen, weil ich immer auf Verfilmungen hoffe (ich LIEBE Buchverfilmungen), zum anderen weil ich so gern sage: "Gehypte Bücher sind meistens nicht mal halb so gut wie ihr Ruf". Oh ja, ich bin ein kleiner Anti.
Bei Selection hatte ich (aufgrund des Covers vielleicht?) irgendwie auf Fantasy getippt. Oder eine typische Dystopie. Das war es dann aber gar nicht.
In der Mitte steht die Liebesgeschichte. Erst die zwischen America (sorry, aber was für ein blöder Name) und ihrem Jugendfreund Aspen - die dann aber zerbricht - und später kommt noch Prinz Maxon dazu, der nach und nach anfängt, Americas Herz zu erobern. Im Nebenplot erfährt man dann aber, dass es noch um etwas anderes geht: Die Königsfamilie und die Rebellion, gegen die sie sich zur Wehr setzen muss. Kriegerische Zustände herrschen außerhalb der Schlossmauern.
Der Start war meiner Meinung nach sehr abrupt, es gab viel sinnloses Durcheinandergequatsche und auch der holprige Schreibstil wollte mich erst einmal abschrecken. Es folgen ein paar lückenhafte Erklärungen zum Kastensystem, durch die man erst im Verlauf der Story etwas durchsteigt. (Ich zumindest).
Ich muss den meisten Rezensenten zustimmen: was danach kommt, ist eine Casting-Show im Stil von "Der Bachelor", ganz unverkennbar. Im Gegensatz zu einigen sehr kritischen Stimmen fand ich es aber eine echt lustige Idee - definitiv mal etwas anderes, als der ganze schnöde Dystopie-Einheitsmatsch. Definitiv eine unterhaltsame Masche, die mich trotz einiger "Oh Gott, was für ein Mist"-Ausrufe während des Lesens, erstaunlicherweise bis zum Ende am Ball gehalten haben.
Die wenigen Auftritte der Rebellen empfand ich als nicht so bedrohlich, wie sie vielleicht hätten sein sollen. Und zu der Hauptfigur America konnte ich auch keine Bindung aufbauen. (Und ich schwöre, das lag nicht nur an ihrem schrecklichen Namen!) Sie war anfangs so unhöflich zu Maxon, das habe ich an vielen Stellen einfach nicht verstanden. Und was sie an diesem eigenartigen Aspen findet sowieso nicht.
Von der Story her muss ich sagen, dass eigentlich gar nicht so viel passiert, es war eben wie eine TV-Show mit ein bisschen Zickenkrieg, Herzschmerz und einer Prise Krieg. Das Ende kam mir ein bisschen unvermittelt, und auch wenn der erste Band recht lustig war, reizt es mich nicht sonderlich, mir auch den zweiten zuzulegen.

Charaktere

TEAM MAXON! Aber sowas von. Der Prinz ist einfach so höflich, sympathisch und niedlich, dass er mir gleich das Herz geraubt hat. Außerdem wirkt er so überaus ehrlich - im Gegensatz zu Aspen. America, nimm den Prinzen und lass den Deppen ziehen!!!!

Fazit

Alles in allem habe ich an "Selection" ein paar unterhaltsame Stunden verbracht. Für mehr hat es allerdings nicht gereicht, die Reihe hat nach dem ersten Buch ihren Reiz für mich verloren. Aber ich werde mir sicher von irgendwem erzählen lassen, für wen sie sich entscheidet ;) 3 von 5 Federn!


Samstag, 3. Januar 2015

[Rezension] Wenn ich bleibe

Autorin: Gayle Forman
Reihe: Band 1/2
Seiten: 304
Genre: Jugendbuch, Teen Romance, Drama
Preis: 8.99 Euro (TB), HIER kaufen
Mia muss sich entscheiden: Soll sie bei ihrem Freund Adam und ihrer Familie bleiben – oder ihrer großen Liebe zur klassischen Musik folgen und mit ihrem Cello nach New York gehen? Was, wenn sie Adam dadurch verliert? Und dann ist von einer Sekunde auf die andere nichts mehr, wie es war: Auf eisglatter Fahrbahn rast ein Lkw in das Auto, in dem Mia sitzt. Mit ihrer Familie. Sie verliert alles und steht schließlich vor der einzigen Entscheidung des Lebens: Bleiben oder gehen? Lieben oder sterben?

Lieblingszitat


"Aber seht doch selbst: Es ist tatsächlich ein Schneesturm!", sagte mein Vater und deutete auf eine einzelne Schneeflocke, die vor dem Fenster zu Boden trudelt.

Meine Meinung


Ich hatte einen Trailer zum Film von "Wenn ich bleibe" gesehen und wollte mir danach unbedingt das Buch kaufen - es schien wirklich emotional und romantisch zu sein!
Der Anfang ist auch vielversprechend. Man lernt Mias Familie kennen und es passiert bereits nach ein paar Seiten der wichtigste Part der Geschichte: Die Familie macht einen Ausflug zusammen, alles scheint wunderbar - und dann geraten sie auf einmal in einen Autounfall. Mia "erwacht" - neben ihrem Körper, umgeben von den Leichen ihrer Familie. Sie muss mit ansehen, wie ihr komatöser Körper ins Krankenhaus befördert wird.
Während Mia dort liegt, bekommt sie Besuch von ihren Verwandten, ihrer besten Freundin Kim und ihrem Freund Adam. Sie erlebt Episoden aus ihrer Vergangenheit - über ihre Familie, wie sie Adam kennen und lieben lernte - und muss am Ende der Nacht die schwerste Entscheidung ihres Lebens treffen ... soll sie ihrer Familie ins Jenseits folgen oder bei Adam bleiben und weiterleben?
Leider war ich bereits nach den ersten Seiten wirklich enttäuscht von dem Buch. Es war unheimlich kurz, die Hauptstory geht nur über eine einzige Nacht. Trotz der Flashbacks fand ich es schwer, Beziehungen zu den Figuren aufzubauen. Nur ein einer einzigen Stelle war ich etwas berührt, als Mias Großvater an ihrem Bett sitzt und mit ihr spricht. Ansonsten haben mich vermeintlich "emotionale" Stellen größtenteils vollkommen kalt gelassen.
Auch die Beziehung mit Adam fand ich absolut nicht außergewöhnlich. Die beiden waren eben ein normales Paar, bei denen es sogar etwas kriselte. Definitiv nicht die wunderschöne, emotionale Liebesgeschichte, die ich mir gewünscht habe.
Das Ende war dann vollkommen unspektakulär und aufgrund seiner Offenheit absolut nicht zufriedenstellend. Alles in allem fand ich das Buch nicht so toll.

Charaktere


Wie bereits erwähnt, konnte ich (vor allem auch durch die Kürze der Geschichte) keine wirkliche Beziehung zu den Charakteren aufbauen. Ich mochte Mias Eltern, wie sie in den Rückblicken dargestellt waren, und fand ihren kleinen Bruder niedlich. Aber wirklich geliebt habe ich niemanden. Schade!

Fazit


"Wenn ich bleibe" ist ein Buch, das eben gerade nicht in meinem Kopf bleiben wird. Es war kurz, unspektakulär und meiner Meinung nach vollkommen unemotional. Das Lesen des Buches ist erst ein paar Tage her, aber ich kann mich jetzt schon kaum noch an etwas daraus erinnern. 2 von 5 Federn!


Mittwoch, 31. Dezember 2014

[Jahresrückblick] Mein Jahr 2014 mit Büchern

Was für ein Jahr!
2014 war das Jahr, indem ich meinen Buchblog gründete - und das mein Leseverhalten dadurch wieder grundlegend veränderte! Ich habe wieder wahnsinnigen Spaß daran gehabt, neue Bücher zu entdecken, stundenlang zu lesen und anschließend meine Wertung dazu abgegeben. Es waren tolle 4 Monate seitdem!
Jetzt ist das Jahr zu Ende und ich möchte eine kleine Bilanz ziehen und euch meine Highlights von 2014 vorstellen! Auf geht's!

Die besten Bücher 2014

Mein Lesehighlight 2014 - Jump. Das Spiel, Eve Silver

In diesem Jahr hat mich kein Buch so sehr begeistert, wie "Jump - Das Spiel", der erste Teil der "Das Spiel"-Trilogie. Es war spannend, romantisch und einfach umwerfend und ich kann den zweiten Teil wirklich nicht erwarten!
Außerdem hat es mich wirklich offen gemacht für zwei Dinge:
1. Science Fiction, früher war das einfach gar nicht mein Ding und hat mich nicht interessiert - mittlerweile sehe ich das ganz anders!
2. Bücher, die auf Amazon eine schlechtere Bewertung haben als 4 Sterne, denn der erste Eindruck kann täuschen!
Da es das Highlight war, habe ich es aus den folgenden Kategorien rausgenommen.


Das Beste Buch - Fantasy - Light & Darkness
Das Beste Buch - Science Fiction/Dystopie - Die Auserwählten - Im Labyrinth
Das Beste Buch - Science Fiction/Endzeit - Die fünfte Welle
Das Beste Buch - Drama - Das Schicksal ist ein mieser Verräter
Das Beste Buch - Romance - Weil ich Layken liebe


Charaktere

Lieblingscharaktere, männlich:
Newt, "Die Auserwählten"-Reihe
Augustus Waters, Das Schicksal ist ein mieser Verräter
Jackson Tate, Jump - Das Spiel

Lieblingscharaktere, weiblich:
Hazel Grace Lancaster, Das Schicksal ist ein mieser Verräter
Miki Jones, Jump - Das Spiel
Olivia King, Weil ich Layken liebe


Die schönsten Cover


 Kuss des Feuers - Darkest London, Kristen Callihan
Jump - Das Spiel, Eve Silver
Die fünfte Welle, Rick Yancey



Buchverfilmungen, die ich gesehen habe:



Mocking Jay - Part 1
Das Schicksal ist ein mieser Verräter
Maze Runner - Die Auserwählten im Labyrinth


Insgesamt gelesene Bücher 2014 (ab Juni): 31
Davon rezensiert: 28

Na, wenn das mal keine ordentliche Bilanz für ein halbes Jahr 2014 ist! Im neuen Jahr möchte ich noch mehr lesen, noch mehr rezensieren und noch mehr Buchverfilmungen ansehen! 
Ich freue mich jetzt schon darauf und wünsche euch jetzt einen guten Rutsch ins neue Jahr :)
Bis bald!

Donnerstag, 18. Dezember 2014

[Rezension] Die fünfte Welle

Autor: Rick Yancey
Reihe: Band 1/3
Seiten: 480 Seiten
Genre: Endzeit, Science Fiction, Jugendbuch
Preis: 16,99 Euro (HC), HIER kaufen

Die erste Welle brachte Dunkelheit. Die zweite Zerstörung. Die dritte ein tödliches Virus. Nach der vierten Welle gibt es nur noch eine Regel fürs Überleben: Traue niemandem! Das hat auch Cassie lernen müssen, denn seit der Ankunft der Anderen hat sie fast alles verloren: Ihre Freunde und ihre Familie sind tot, ihren kleinen Bruder haben sie mitgenommen. Das Wenige, was sie noch besitzt, passt in einen Rucksack. Und dann begegnet sie Evan Walker. Er rettet sie, nachdem sie auf der Flucht vor den Anderen angeschossen wurde. Eigentlich weiß sie, dass sie ihm nicht vertrauen sollte. Doch sie geht das Risiko ein und findet schon bald heraus, welche Grausamkeit die fünfte Welle für sie bereithält ...

Lieblingszitat

Wir sind hier, und dann sind wir wieder weg, und es geht nicht darum, wie viel Zeit wir hier haben, sondern darum, wie wir diese Zeit nutzen.

Meinung zur Story

Sobald man die erste Seite von "Die fünfte Welle" aufklappt, wird man ins Chaos gesogen. Zusammen mit Hauptfigur Cassie Sullivan wird man in eine postapokalyptische Welt geworfen, die von einer Alienrasse vollkommen zerstört wurde. Wie der Klappentext schon sagt, gab es vier Wellen: Dunkelheit, Zerstörung, Virus und eine Weile, über die man erst später etwas erfährt.
Cassie ist vollkommen allein und nach und nach erfährt man ihre Geschichte und wie sie an den Ort im Wald gekommen ist, mit dem Teddybären ihres jüngeren Bruders Sammy im Arm. Sie ist schon seit Wochen dort und irgendwann beschließt sie, sich endlich ihren Ängsten zu stellen und nach ihrem Bruder zu suchen. Teddy und Gewehr im Arm macht sie sich auf in eine gefährliche Reise, auf der sie auch dem netten Farmersohn Evan Walker begegnet...
Nur ein paar Meilen weiter erwacht der vorige Footballstar Ben Parish in einem Lager. In einer speziellen Einrichtung soll er zum Soldaten ausgebildet werden, zur Killermaschine, die die Aliens vernichten soll. Doch nach einer Weile wird klar - irgendwas stimmt hier nicht.
Die Geschichte ist aus mehreren Sichten geschrieben, unter anderem sieht man die Welt mit den Augen von Cassie, Ben und Sammy. Gerade beim ersten Teil von Cassie und dem Anfang von Ben fiel es mir wirklich schwer, am Ball zu bleiben. Da Cassie am Anfang allein unterwegs ist und keinerlei soziale Interaktionen hat (bis auf ein paar langatmige Rückblicke), ist es schwer, mit ihr zu gehen - bis sie auf Evan Walker trifft.
Desto weiter die Story voranschritt, desto spannender wurde sie. Immer, wenn man unbedingt wissen wollte, wie es weiterging, kam ein Cut und ein Perspektivenwechsel. Das hat mich manchmal ein bisschen zur Weißglut getrieben, aber das war schon okay, denn die anderen Perspektiven waren ja auch spannend ;) Vor allem weil man fast bis zur letzten Seite nicht weiß, wem man eigentlich trauen kann. Wer sind die Aliens? Sind sie unter den Menschen? Sind die Menschen Marionetten? Oder was geht da eigentlich ab!?
Außerdem ist mir positiv aufgefallen, dass in diesem Roman (abgesehen vom Anfang) unheimlich viel Inhalt vorhanden ist! Als ich bei der Hälfte war, konnte ich gar nicht glauben, dass ich erst 50% gelesen habe - weil schon so unglaublich viel passiert war! Einfach toll!
Die letzten Kapitel waren dann nochmal eine Spur spannender und wahnsinnig rasant! Ich bin fast selbst atemlos geworden, weil ich so mitgefiebert habe! Einfach toll, toll, toll!

Charaktere

Mein absoluter Liebling war Evan. Von Anfang an fand ich ihn unglaublich niedlich, aber auch die andere Seite von ihm hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Und die Rolle, die er bei Sammy Rettung spielt - göttlich. SCHMACHT ;)
Aber ich mochte auch Ben aka Zombie sehr gern, der vom arroganten Footballstar zum taffen Soldaten wurde. Und ich liebe Sammy, einfach weil er so süß ist!

Fazit

"Die fünfte Welle" hat eine Weile gebraucht, um richtig anzulaufen - im Nachhinein habe ich aber nur positive Erinnerungen an das Buch! Spannung, eine atemberaubende Endzeit-Welt und eine (vor allem für einen männlichen Autor ;) überraschend süße Liebesgeschichte haben mich vollends überzeugt! 5 von 5 Federn!


Dienstag, 16. Dezember 2014

[Rezension] Silber - Das erste Buch der Träume


Autorin: Kerstin Gier
Reihe: Silber (1/3)
Seiten: 416
Genre: Jugendbuch, Fantasy
Preis: HIER kaufen

Geheimnisvolle Türen mit Eidechsenknäufen, sprechende Steinfiguren und ein wildgewordenes Kindermädchen mit einem Beil … Liv Silbers Träume sind in der letzten Zeit ziemlich unheimlich. Besonders einer von ihnen beschäftigt sie sehr. In diesem Traum war sie auf einem Friedhof, bei Nacht, und hat vier Jungs bei einem düsteren magischen Ritual beobachtet.
Zumindest die Jungs stellen aber eine ganz reale Verbindung zu Livs Leben dar, denn Grayson und seine drei besten Freunde gibt es wirklich. Seit kurzem geht Liv auf dieselbe Schule wie die vier. Eigentlich sind sie ganz nett.
Wirklich unheimlich – noch viel unheimlicher als jeder Friedhof bei Nacht – ist jedoch, dass die Jungs Dinge über sie wissen, die sie tagsüber nie preisgegeben hat – wohl aber im Traum. Kann das wirklich sein? Wie sie das hinbekommen ist ihr absolut rätselhaft, aber einem guten Rätsel konnte Liv noch nie widerstehen…

Lieblingszitat

"Keine Sorge! In Livs Alter hatte ich viel schlimmere Ringe unter den Augen!"
"Ja, weil du gekifft hast, Mum."
"Unsinn! Gekifft habe ich erst im College."

Meinung zur Story

Bevor ich mit der Rezension anfange: Ich war kein großer Fan von "Rubinrot", weder von den Büchern, noch von dem Film. Da ich aber jemand bin, der an gehypten Büchern nicht ganz vorbeikommt, habe ich mich nach einer Weile doch an Silber gewagt. Und bereits nach ein paar Seiten war ich vollkommen von der Geschichte gefangen.
Gerade im ersten Teil der Story kamen überhaupt keine langweiligen Stellen auf, ich bin nur so über die Kapitel geflogen und wollte gar nicht mehr damit aufhören. Das lag sicher zum einen an der unglaublich leichten, flüssigen Schreibweise von Autorin Kerstin Gier, man liest ihre massige Erfahrung wirklich raus. Aber auch der Humor ist nicht zu knapp gekommen, es gab mehrere Stellen, an denen ich laut lachen musste (was nicht so gut ist, wenn man heimlich im Unterricht liest...)
Die Traumwelt war meiner Meinung nach sehr liebevoll gestaltet, immer wenn Hauptfigur Liv in dieser unterwegs war, habe ich jedes Detail direkt vor meinem inneren Auge gesehen. Es war spannend, langsam die vier Jungen kennen zu lernen, ein Urteil über sie zu bilden (das bei mir immer wieder umgeworfen wurde) und langsam oder sicher hinter ihr Geheimnis zu kommen. Die Idee, in Träumen der anderen herumwandern zu können ist vielleicht nichts komplett Neues, aber ich fand sie sehr aufregend. Auch wenn ich sagen muss, dass ich die Lösung, warum sie das können, irgendwie nicht mehr so cool fand. Ich will nicht spoilern, deswegen sage ich nur: so etwas ist nicht gerade mein Ding ;)
Leider hat dann auch die Geschichte ein bisschen darunter gelitten, im letzten Drittel des Romans haben Spannung und Amüsement leider ganz schön abgenommen. Es war immer noch gut zu lesen, und wirklich gelangweilt habe ich mich auch nicht. Aber es wäre natürlich schön gewesen, wenn die Qualität der Geschichte gleichgeblieben wäre ;)
Zu den Charakteren komme ich wie immer im nächsten Punkt, aber eine Sache muss ich auf jeden Fall noch hervorheben: Der Tittle-Tattle-Blog! Das ist ein Blog über die neue Schule von Liv und ihrer Schwester Mia, ein richtiger Klatschblog. Am Anfang habe ich mir nur gedacht: Himmel, was ist das denn für ein schrecklicher Mist?! Aber nach einer Weile habe ich mich immer wieder gefreut, die Einträge zu lesen, wenn sie kamen - ist das etwa die mädchenhafte Klatschtante in mir!? Und schon jetzt freue ich mich darauf zu erfahren, wer die Betreiberin (oder der Betreiber?!) Secrecy ist ;)

Charaktere

An den Figuren in "Silber" fand ich angenehm, dass sie alle sehr bunt gezeichnet waren und jeder seine charakteristischen Seiten und Eigenarten hatte, die ihn liebevoll gemacht haben - oder eben nicht ;)
Besonders interessant fand ich in diesem Buch die vier männlichen Charaktere: Grayson, Jasper, Henry und Arthur. Meine Meinung zu jedem von ihnen wurde immer wieder durcheinander gewürfelt. Erst fand ich Arthur blöd, dann mochte ich ihn, dann  fand ich ihn wieder blöd. Ich fand Henry unglaublich süß, dann habe ich auf einmal angefangen, ihm zu misstrauen - und was ist eigentlich mit Grayson und seiner schlechten Laune? Und seiner plötzlich aufkeimenden Brüderlichkeit?
Hier war es definitiv nicht nur die Story, auch die Charaktere waren unheimlich spannend!

Fazit

"Silber - Das erste Buch der Träume" ist ein wunderbares, fantastisches Jugendbuch, das mit einer netten Idee, einer spannenden Story und wirklich vielfältigen Charakteren aufwarten kann! Mich hat es unglaublich gut unterhalten und ich denke auch darüber nach, mir den zweiten Band zu kaufen. Verdiente 4 von 5 Federn!


Sonntag, 14. Dezember 2014

[Rezension] Feuerprobe - Everflame

Autorin: Josephine Angelini
Reihe: Everflame, 1/3 (bisher)
Seiten: 480
Genre: Jugendbuch, Fantasy
Preis: 15,99 Euro (kindle)HIER kaufen

Feuerrote Locken, unglücklich verliebt und so ziemlich gegen alles allergisch, was es gibt: Lily Proctor ist 17 und die Außenseiterin an der Highschool von Salem. Lily wünscht sich nichts mehr, als von hier zu verschwinden - und findet sich in einem furchterregenden anderen Salem wieder, in dem mächtige Frauen herrschen. Die stärkste und grausamste dieser »Crucible« ist Lillian - und Lily wie aus dem Gesicht geschnitten. Sind Lilys Allergien und Fieberschübe tatsächlich magische Kräfte und ist sie selbst eine Hexe? In einem Strudel aus gefährlichen Machtkämpfen und innerer Zerrissenheit, begegnet Lily sich selbst - und einer unerwarteten Liebe.

Lieblingszitat

"Hast du schlafen können?"
"Nein. Aber mein Hintern schon. Der hat die ganze Nacht geschlafen wie ein Stein."
"Nun, anscheinend hat dein Hintern mehr Verstand als du, Rowan Wie-immer-du-mit-Nachnamen-heißt."
"Fall."
"Nein, danke, lieber nicht."

Meine Meinung zur Story

Als ich begonnen habe, den ersten Band von "Everflame" zu lesen, war ich erst einmal positiv überrascht. Ich hatte keine sonderlich großen Erwartungen an das Buch, auch wenn ich nicht genau weiß, warum eigentlich.
Lily Proctor wirkt anfangs nicht wie die perfekte Hauptfigur, was ich wirklich mochte. Sie ist gegen alles mögliche allergisch, bekommt ständig Ausschlag und Anfälle. Auch ihren besten Freund Tristan fand ich anfangs süß - bis er zum Arschloch wurde. Und nach dieser kleinen Begegnung ändert sich leider auch die Geschichte von "supi" zu "Oh nee oder?"
Lily sitzt gerade an der Küste, als plötzlich jemand ihren Namen ruft - und kurz darauf befindet sie sich zwar immer noch in ihrer Heimatstadt Salem, aber doch irgendwie in einer anderen Welt. Eine Welt die von der Hexe Lilian, einer anderen Version von Lily, regiert wird. Dort trifft sie auch auf Rowan, einen jungen Hexen-Helfer, der sie auf ihre Aufgabe vorbereiten soll - denn irgendwie scheint Lily der Hexe Lilian ebenbürtig und ihr deshalb der perfekte Gegner zu sein.
Meine Begeisterung für die Geschichte schwand leider mit jeder weiteren Seite. Zum einen bin ich kein besonderer Fan von Mittelalter-Settings. Und auch wenn es in der anderen Welt viele moderne Elemente gibt, kam es einfach nicht so für mich rüber. Vor meinem inneren Auge ist Lily die ganze Zeit in lächerlich altmodischen Klamotten durch ein eigenartiges Mittelalter gelaufen.
Zudem fand ich einige Aspekte an der anderen Welt etwas schwer zu verstehen, zum Beispiel die Sache mit den Wunschsteinen. Zwar wurde es mit jeder Erklärung ein bisschen besser, aber so ganz ist mir die Beziehung der Menschen mit den Steinen nicht so ganz klar geworden. Auch die Umwandlung von Wärme in Energie, sowie Elektrolyte und Salze und blablabla - ich fand das alles wirklich schwer verständlich und bin deshalb auch nur mühsam voran gekommen.
Dazu war es nicht gerade förderlich, dass sich viele Szenen ganz schön in die Länge gezogen haben. Endlose Wanderungen durch den Wald, endlose Ritualszenen, alles wirkte unheimlich langatmig. Ich habe immer wieder geschaut, wie weit ich schon bin, und ob das Buch so langsam dem Ende zuging. In den letzten Kapiteln habe ich dann immer wieder Seiten übersprungen.
Eine letzte, für mich wichtige Sache noch: Die "Liebesgeschichte". Sowas von eigenartig! Ersst ging es gar nicht voran, dann kommt auf einmal ein unerwarteter und vollkommen unspektakulärer Kuss. Absolut nicht das, was ich mir vorgestellt habe!

Charaktere

Zumindest die Charaktere waren mir nicht gänzlich unsympathisch. Allerdings kann ich auch nicht sagen, dass ich ganz dramatisch einem von ihnen verfallen bin und mich unsterblich verliebt habe - und das ist eigentlich das, was ich am liebsten mag ;-)
Gut fand ich, dass die Figuren nicht so leicht einzuschätzen waren. Vor allem bei Lilian wusste ich manchmal nicht, ob sie wirklich so böse ist, wie sie tut. Sicher, ihre Wege sind schrecklich - aber ab und zu habe ich darüber nachgedacht, was sie wohl so Schreckliches erlebt hat.
Meine Lieblinge in diesem Buch waren Rowans Freunde Tristan und vor allem Caleb, weil sie auch für Lily zu guten Freunden wurden.

Fazit

Obwohl es recht stark angefangen hat, hat Everflame mich im Endeffekt einfach bitter enttäuscht. Ich bin mir sicher, dass ich mich in ein paar Tagen an kaum etwas davon noch erinnern werde, und die Folgebände werde ich sicher auch nicht lesen. Leider nur 2 von 5 Federn!



Donnerstag, 11. Dezember 2014

[Abgebrochen] Himmelstiefe & Albatross

Es ist, meiner Meinung nach, schon mal gut, dass der letzte Post dieser Art eine Weile her ist. Genau genommen fast vier Monate, denn die letzten Bücher habe ich im August abgebrochen. Nun ist es aber leider mal wieder so weit, es gibt zwei Romane, die mich nicht überzeugen konnten und die ich nun endgültig beiseite gelegt habe. Hier erfahrt ihr, wieso.

Titel: Himmelstiefe
Autorin: Daphne Unruh
Abgebrochen bei: 10 %
Darum habe ich abgebrochen:
Himmelstiefe wartet schon von Anfang an mit jeder Menge Klischees auf: Weibliche Hauptfigur erwacht, geht zur Schule, trifft dort den verdammt attraktiven, neuen Typen, der natürlich eine krasse Wirkung auf sie hat - blablabla. Aber die Story ist es nicht unbedingt, die mich zum Abbrechen bewogen hat - eher, wie sie geschrieben ist.
Alles wirkt total durcheinander und die Protagonistin dadurch unheimlich verwirrt. Plötzlich tauchen Figuren auf, wie die Chatfreundin, und es wird schnell noch eine Geschichte zu der Figur hinterher geworfen.
Allgemein wirken die Charaktere oberflächlich und ich konnte einfach keine Bindung zu ihnen aufbauen.
Im Endeffekt habe ich ständig Absätze übersprungen, da sie von endlosen Beschreibungen und wirren Gedanken nur so wimmelten. Immer wieder wanderte mein Blick auf die Prozentzahl, die an der unteren Ecke meines kindles steht. Immer wieder musste ich seufzen, weil die Zahl einfach nicht wuchs, ich kam einfach nicht voran. Und irgendwann habe ich mir selbst dann eingestanden, dass ich nicht einmal die 20 % erreichen werde, die ich mir immer als Ziel gesetzt habe. Ich hatte einfach keinen Spaß an dem Buch - und so habe ich es abgebrochen.


Titel: Albatross
Autorin: Rena Zebann
Abgebrochen bei: 14 %
Darum habe ich abgebrochen:
Eigentlich wusste ich schon nach den ersten Seiten, dass Albatross definitiv nichts für mich ist. Dieses Buch braucht dringend einen guten Lektor, bevor es wirklich ernst genommen werden kann!
Aber nicht nur die Rechtschreibfehler haben mich gestört.
Die Streitereien zwischen den beiden Hauptfiguren waren einfach kaum zu ertragen. Sie strotzten nur so vor Klischees und Übertreibungen. Nico behauptet die ganze Zeit, dass sie schlagfertig ist, aber mehr als Rumgestammle bekommt sie absolut nicht zusammen. Die verschwenderische, krampfhaft wirkende Verwendung von Adjektiven und der verdammt langatmige Erzählstil gaben der Geschichte eindeutig den Rest. Ernsthaft - man konnte fünfmal umblättern, und es passiert trotzdem einfach NICHTS!
Es gibt noch gefühlt hundert Punkte mehr, über die ich mich aufregen könnte, aber an dieser Stelle kann ich einfach zusammenfassen: Es hat mich genervt, es hat mich gelangweilt, und deshalb habe ich nach 14 % abgebrochen - und war danach sehr erleichtert!


Und aus diesen Gründen bekommen beide Bücher von mir leider 0 von 5 Federn. Immerhin ist es schön, dass ich mich jetzt neuen Romanen zuwenden kann :)


Montag, 8. Dezember 2014

[Rezension] Noah und Echo - Liebe kennt keine Grenzen

Autorin: Katie McGarry
Seiten: 416
Genre: Jugendbuch, Drama, Romance
Preis: HIER kaufen

Früher gehörte Echo zu den beliebtesten Mädchen ihrer Schule. Doch eine Nacht, an die sie sich nicht erinnern kann, hat alles verändert. Um herauszufinden, was in jener Nacht wirklich passiert ist, braucht Echo Informationen aus ihrer Therapieakte. Dabei hilft ihr ausgerechnet Noah, der "bad boy" der Schule. Nicht ahnend, was die Wahrheit bringen wird, verlieben sich die beiden leidenschaftlich ineinander.
Große Gefühle und knisternde Erotik mit einem hinreißenden Helden, ein Aufrührer, Rebell und Traummann.

Lieblingszitat

Sie kümmerte sich wieder um ihr Leben und ich mich - theoretisch - um meins. Das Problem war nur: ich mochte meins nicht mehr. Nicht ohne sie.

Meinung zur Story

Nachdem ich "Skylark" zuende gelesen hatte, verspürte ich eigentlich nicht die geringste Lust, ein Teenie-Liebesbuch zu lesen. Ich wollte mich wieder in eine dystopische Welt stürzen, oder in eine fantastische Story - aber "Noah und Echo" stand nun einmal als nächstes auf dem SUB. Und da ich mir versprochen habe, zumindest in nächster Zeit die von mir festgelegte Reihenfolge einzuhalten, habe ich dann doch damit angefangen.
Gleich zu Beginn sei gesagt: Ich habe es absolut nicht bereut.
In letzter Zeit scheint es für Jugendbücher Mode zu werden, noch eine sehr sehr tragische Geschichte einzubauen. Auch in diesem Roman haben die Protagonisten es alles andere als leicht: Noah wurde von einer Pflegefamilie in die nächste geschickt, und er kämpft mit aller Macht um das Sorgerecht für seine beiden jüngeren Brüder. Und Echo ist seit einer Nacht, an die sie sich nicht erinnern kann, schrecklich entstellt. Tiefe Narben zieren ihre Arme und sie weiß, dass damals irgendetwas mit ihrer Mutter passiert ist - mehr aber nicht. Seitdem hat sich sich komplett aus dem sozialen Leben zurückgezogen. Nun treffen diese beiden Jugendlichen aufeinander und beschließen, sich zusammen zu schließen, um endlich in den Akten ihrer gemeinsamen Therapeutin die Wahrheit zu finden. Und ganz nebenbei verlieben die beiden sich natürlich unsterblich ineinander ;)
Die Geschichte ist aus zwei Sichten geschrieben, denen von Noah und Echo. Ich fand das super, denn so kriegt man nicht nur die Gefühle der weiblichen Hauptfigur vor die Nase gesetzt, sondern sieht auch mal den Gegenpart dazu.
Gleich zu Anfang bekommt man sehr viele Infos zu den Storys der beiden, die den Leser sehr leicht in die Geschichte hineingleiten lassen. Man erfährt ihre Vergangenheit und erlebt schließlich den ersten richtigen Kontakt der zwei. Ganz langsam lernen die beiden sich kennen und die ersten Annäherungsversuche sind einfach unheimlich niedlich!!! Vor allem wie Noah mit Echo umgeht und wie er ihre entstellenden Narben behandelt, hat mich verdammt oft dazu gebracht, glücklich aufzuseufzen! Die Beziehung der beiden entwickelt sich meiner Meinung nach in genau dem richtigen Tempo - und wird leider viel zu schnell wieder auseinander gerissen.
Denn sie haben natürlich nicht nur Liebesprobleme, sondern auch jede Menge anderes um die Ohren. Und irgendwann wird das wohl für jede Teenie-Beziehung zu viel.
Es folgen viele Momente, in denen ich die beiden Hauptfiguren am liebsten gepackt und einmal kräftig durchgeschüttelt hätte. Vor Frustration über ihre Sturheit sind mir mehr als einmal Dinge wie "Reißt euch doch mal zusammen!" oder "Ach jetzt kommt schon!!" wie Flüche über die Lippen gekommen ;)
Allerdings muss ich sagen, dass die Stränge der Geschichte, die nichts mit der Liebesbeziehung zu tun haben, überhaupt nicht nervig waren. Im Gegenteil: Sie wirkten abwechslungsreich, spannend und wichtig.
Alles in allem habe ich bei diesem Buch sehr viel gelacht, sehr viel geweint und am Ende hatte ich so Bauchkribbeln, dass ich nicht einschlafen konnte - und das ist etwas Gutes ;)

Die Charaktere

Die Figuren sind ein weiterer Punkt an dem Buch, den ich sehr positiv finde, denn ich hatte gleich eine ganze Hand voll Lieblingscharaktere.
Da war zum Beispiel Noahs Pflegebruder und bester Freund Isaiah, der alles getan hat, um seinem Freund beizustehen. Noahs kleiner Bruder Jacob, der in seiner Art einfach unheimlich goldig war, und Echos beste Freundin Lila, die in allen wichtigen Momenten an ihrer Seite war.
Gehasst habe ich Grace - ein unheimlich falsches, selbstbezogenes Miststück. Manchmal hätte ich sie am liebsten verprügelt. Und Echos Mutter, einfach für alles.
Wenn ich mich am Ende für eine Figur entscheiden müsste, die mein absoluter Liebling war, würde ich nach einigem Hin und Her wahrscheinlich Isaiah sagen.

Fazit

"Noah und Echo - Liebe kennt keine Grenzen" ist ein goldiges Buch, das nur wenig leichte Kost enthält. Zwei Jugendliche kämpfen gegen das Schicksal und gleichzeitig aufeinander zu - eine starke Geschichte über die Liebe in jeder Form. 5 von 5 Federn!