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Mittwoch, 28. Januar 2015

[Rezension] Obsidian - Schattendunkel

Autorin: Jennifer L. Armentrout
Reihe: Obsidian, Band 1/3
Seiten: 400
Genre: Science Fiction, Jugendbuch
Preis: 12,99 Euro (kindle), HIER kaufen

Als die siebzehnjährige Katy vom sonnigen Florida ins graue West Virginia ziehen muss, ist sie alles andere als begeistert. In ihrem winzigen neuen Wohnort kommt sie in den ersten Tagen nicht einmal ins Internet, was für die leidenschaftliche Buchbloggerin eine Katastrophe ist. Nur mit Mühe lässt sie sich dazu überreden, bei ihren Nachbarn zu klingeln, um "neue Freunde" zu finden. Und lernt so den atemberaubend gut aussehenden, aber bodenlos unfreundlichen Daemon Black kennen. Was Katy jedoch nicht weiß, ist, dass genau der Junge, dem sie von nun an am meisten aus dem Weg zu gehen versucht, ihr Schicksal bereits verändert hat…
Lieblingszitat
"Dee reagiert nicht unbedingt gut auf Fremde. Wie wir alle.", sagte er und sah mir dabei direkt in die Augen. Mir wurde warm. "Ich hatte mal einen Hund, der 'nicht unbedingt gut auf Fremde reagierte'."
Meine Meinung

Wieder eins dieser gehypten Bücher, an denen ich einfach nicht vorbeigehen konnte. Ich MUSSTE es haben. Vor allem, weil ich auch das Cover so hübsch fand ;)
Zu Anfang muss ich gleich sagen: Können die Autoren sich nicht mal neue Anfänge ausdenken? Wieder mal ist es das gleiche Thema, mit dem es anfängt: Ein Elternteil stirbt und die Familie zieht deshalb vom wunderschönen Florida ins graue West Virgina. Dort trifft Hauptfigur Katy - wie es nunmal immer so ist - auf einen unglaublich heißen Typen, der zu ihr natürlich total blöd ist, aber ab und zu auch mal durchblicken lässt, dass er sie gar nicht soooo doof findet. Blablabla.
Wie sich dann die Freundschaft zwischen Katy und Dee entwickelt hat mir dann aber wieder gefallen. Langsam tastet man sich an das Geheimnis der Zwillinge ran (Also Dee und Daemon - habe ich schon mal erwähnt, dass ich Zwillinge liebe!?) und als man schließlich dahinter kommt, WAS sie sind ... nunja, ich wahr ehrlich gesagt total überrascht, hätte eher mit so etwas in Richtung Kitschvampir gerechnet. Es ist zwar nicht die alleroriginellste Idee, aber eine nette Wendung. Die Fähigkeiten von Daemon fand ich sehr interessant und die Idee mit dem Leuchten, das bei Katy ausgelöst wird, finde ich auch mal nett.
Natürlich muss es auch ein paar böse Typen geben - und die fand  ich in diesem Buch auch gar nicht so übel, an manchen Stellen hatten sie sogar ein bisschen Gruselpotential (sie sind nicht die Griewer, aber auch nicht schlecht). Angst hatte ich aber am Ende wirklich gar keine vor ihnen - was sicher auch daran lag, dass es für die Hauptcharas viel zu mühelos war, sie loszuwerden. Sicher, alle haben ein paar kleine Blessuren davongetragen, aber wirklich krass fand ich es jetzt nicht.
Die Handlung an sich war an manchen Stellen recht rasant und spannend, manchmal sogar richtig mitreißend. Das Ende war dann so abgefahren, dass ich gar nicht mehr richtig mitgekommen bin, bis zum Schluss. Allerdings muss man sagen, dass ich das Ende jetzt auch nicht sonderlich überraschend fand.
Diese Punkte machen "Obsidian" eigentlich zu einem soliden Buch. Wenn da nicht die nervigste Sache der Welt wäre: Das, was sich zwischen Daemon und Katy abspielt. Ausnahmsweise lag es mal nicht an dem Mädel, dass ich die Beziehung schrecklich fand, sondern an dem Kerl. Himmel - Daemon hat sie ja wirklich hingehalten, es war ein ständiges Hin und Her, was nach einer Weile einfach nur noch frustrierend war. Am Ende hätte ich wahrscheinlich ganz genau so reagiert wie Katy - dieser Daemon hat sie doch nicht mehr alle. (Auch wenn er irgendwie verdammt heiß ist!!!)

Charaktere

Ich mochte Dee total gern, würde auch sagen, dass sie mein Liebling in diesem Buch war. Sie ist total niedlich und mal eine ganz andere Art von Persönlichkeit. Aber ich mochte auch Katys Freundinnen aus der Schule. Richtig gehasst habe ich natürlich die anderen von Daemons Clique. Aber das waren wieder solche Klischeetypen, dass ich mir nicht mal ihre Namen gemerkt habe.

Mein Fazit

Recht spannende Story, nette Charaktere und ein flüssiger Schreibstil, sind vermischt mit der interessanten Hintergrundidee eigentlich vier Federn wert. Allerdings muss ich, einfach aus meiner subjektiven Wahrnehmung heraus, einfach eine Feder für diese total nervige Liebesgeschichte abziehen. 3 von 5, schade eigentlich!


Donnerstag, 18. Dezember 2014

[Rezension] Die fünfte Welle

Autor: Rick Yancey
Reihe: Band 1/3
Seiten: 480 Seiten
Genre: Endzeit, Science Fiction, Jugendbuch
Preis: 16,99 Euro (HC), HIER kaufen

Die erste Welle brachte Dunkelheit. Die zweite Zerstörung. Die dritte ein tödliches Virus. Nach der vierten Welle gibt es nur noch eine Regel fürs Überleben: Traue niemandem! Das hat auch Cassie lernen müssen, denn seit der Ankunft der Anderen hat sie fast alles verloren: Ihre Freunde und ihre Familie sind tot, ihren kleinen Bruder haben sie mitgenommen. Das Wenige, was sie noch besitzt, passt in einen Rucksack. Und dann begegnet sie Evan Walker. Er rettet sie, nachdem sie auf der Flucht vor den Anderen angeschossen wurde. Eigentlich weiß sie, dass sie ihm nicht vertrauen sollte. Doch sie geht das Risiko ein und findet schon bald heraus, welche Grausamkeit die fünfte Welle für sie bereithält ...

Lieblingszitat

Wir sind hier, und dann sind wir wieder weg, und es geht nicht darum, wie viel Zeit wir hier haben, sondern darum, wie wir diese Zeit nutzen.

Meinung zur Story

Sobald man die erste Seite von "Die fünfte Welle" aufklappt, wird man ins Chaos gesogen. Zusammen mit Hauptfigur Cassie Sullivan wird man in eine postapokalyptische Welt geworfen, die von einer Alienrasse vollkommen zerstört wurde. Wie der Klappentext schon sagt, gab es vier Wellen: Dunkelheit, Zerstörung, Virus und eine Weile, über die man erst später etwas erfährt.
Cassie ist vollkommen allein und nach und nach erfährt man ihre Geschichte und wie sie an den Ort im Wald gekommen ist, mit dem Teddybären ihres jüngeren Bruders Sammy im Arm. Sie ist schon seit Wochen dort und irgendwann beschließt sie, sich endlich ihren Ängsten zu stellen und nach ihrem Bruder zu suchen. Teddy und Gewehr im Arm macht sie sich auf in eine gefährliche Reise, auf der sie auch dem netten Farmersohn Evan Walker begegnet...
Nur ein paar Meilen weiter erwacht der vorige Footballstar Ben Parish in einem Lager. In einer speziellen Einrichtung soll er zum Soldaten ausgebildet werden, zur Killermaschine, die die Aliens vernichten soll. Doch nach einer Weile wird klar - irgendwas stimmt hier nicht.
Die Geschichte ist aus mehreren Sichten geschrieben, unter anderem sieht man die Welt mit den Augen von Cassie, Ben und Sammy. Gerade beim ersten Teil von Cassie und dem Anfang von Ben fiel es mir wirklich schwer, am Ball zu bleiben. Da Cassie am Anfang allein unterwegs ist und keinerlei soziale Interaktionen hat (bis auf ein paar langatmige Rückblicke), ist es schwer, mit ihr zu gehen - bis sie auf Evan Walker trifft.
Desto weiter die Story voranschritt, desto spannender wurde sie. Immer, wenn man unbedingt wissen wollte, wie es weiterging, kam ein Cut und ein Perspektivenwechsel. Das hat mich manchmal ein bisschen zur Weißglut getrieben, aber das war schon okay, denn die anderen Perspektiven waren ja auch spannend ;) Vor allem weil man fast bis zur letzten Seite nicht weiß, wem man eigentlich trauen kann. Wer sind die Aliens? Sind sie unter den Menschen? Sind die Menschen Marionetten? Oder was geht da eigentlich ab!?
Außerdem ist mir positiv aufgefallen, dass in diesem Roman (abgesehen vom Anfang) unheimlich viel Inhalt vorhanden ist! Als ich bei der Hälfte war, konnte ich gar nicht glauben, dass ich erst 50% gelesen habe - weil schon so unglaublich viel passiert war! Einfach toll!
Die letzten Kapitel waren dann nochmal eine Spur spannender und wahnsinnig rasant! Ich bin fast selbst atemlos geworden, weil ich so mitgefiebert habe! Einfach toll, toll, toll!

Charaktere

Mein absoluter Liebling war Evan. Von Anfang an fand ich ihn unglaublich niedlich, aber auch die andere Seite von ihm hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Und die Rolle, die er bei Sammy Rettung spielt - göttlich. SCHMACHT ;)
Aber ich mochte auch Ben aka Zombie sehr gern, der vom arroganten Footballstar zum taffen Soldaten wurde. Und ich liebe Sammy, einfach weil er so süß ist!

Fazit

"Die fünfte Welle" hat eine Weile gebraucht, um richtig anzulaufen - im Nachhinein habe ich aber nur positive Erinnerungen an das Buch! Spannung, eine atemberaubende Endzeit-Welt und eine (vor allem für einen männlichen Autor ;) überraschend süße Liebesgeschichte haben mich vollends überzeugt! 5 von 5 Federn!


Montag, 1. Dezember 2014

[Rezension] Sternensommer

Autorin: Sabrina Qunaj
Seiten: 325 (geschätzt)
Genre: Teen Romance, Science Fiction
Preis: 3,99 (kindle), HIER kaufen

Designerkleider, hochhackige Schuhe und stundenlange Haarkuren sind für die sechzehnjährige Dilia so selbstverständlich wie die Luft zum Atmen.
Kein Wunder, dass es für Dilia der pure Albtraum ist, als ihr vielbeschäftigter Vater sie über die Ferien in ein Sommercamp abschiebt. Die einzige Person, die sie dort kennt, ist auch noch ihr Schulkamerad Emrys, der Nerd, den sie bis auf den Tod nicht ausstehen kann. Und doch wird es ein Sommer werden, der sie buchstäblich bis in die Sterne trägt.
Denn Emrys ist ein Junge wie nicht von dieser Welt…

Lieblingszitat

 Gefühle zu haben war lästig, sie zu zeigen unverzeihlich.

Meine Meinung

Seit ich "Jump" gelesen habe, stehe ich Science Fiction definitiv etwas offener gegenüber. Das kam auch gleich "Sternensommer" zugute, in dem ich ein wirklich süßes, tolles Buch gefunden habe.
Anfangs konnte ich Dilia nicht leiden, denn sie war genau so, wie auch der Klappentext beschreibt: Ein Modepüppchen ohne Hirn, das zu viel Make up trägt. Zum Glück kommt ihre Wandlung wirklich schnell, als ihr Vater sie statt des versprochenen Bahamas-Ausflug in ein Sommercamp schickt und sie dort die liebevolle, verschrobene Familie Lork kennen lernt, die absolut nicht von dieser Welt sind - jap, sie kommen von einem Planeten.
Die gesamte Familie war mir von Anfang an wirklich sehr sympathisch und ich konnte gut verstehen, warum Dilia nach und nach ihre Fassade bröckeln ließ. Es hat mir Spaß gemacht, ihre Wandlung zu verfolgen, vor allem weil diese keineswegs irgendwie gehetzt oder gekünstelt wirkte.
Auch die Liebesgeschichte, wie sie langsam entsteht, ist unheimlich süß und ich mag beide Seiten des Paares unglaublich gern. Zum Glück ist die Romanze aber nicht alles, denn natürlich kommt Dilia irgendwann hinter Emrys Herkunftsgeheimnis und ab da wird es ganz schön turbulent. Denn eigentlich sind die Lorks ganz schön in Gefahr...
Der Schreibstil von Sabrina Qunai liest sich ausgesprochen flüssig und schnell. Ist man erst einmal in der Geschichte drin, kann man schwerlich aufhören - ich habe das Buch an einem Tag mit nur kurzen Pinkelpausen gelesen. Am Stück. Ab und zu hat sich mein Kopf mit dummen Kommentaren wie "Das ging jetzt aber ganz schön einfach für die Protagonisten" oder "Das ist jetzt aber nicht ganz logisch bzw. nicht sehr verständlich erklärt". Aber diese leise Stimme habe ich immer wieder einfach beiseite geschoben.
Warum? Nun ja, weil ich diese Geschichte einfach wirklich genossen habe. Die Idee war innovativ (ich zumindest habe so etwas noch nie gelesen) und spannend. Die Charaktere super. Die Seitenanzahl meiner Meinung nach viel zu gering - ich hätte unheimlich gern noch mehr von Emrys und Dilia gelesen :)

Charaktere

Wie bereits oben erwähnt, fand ich die Familie Lork wirklich klasse. Allen voran Freddy, Emrys kleiner Bruder, der trotz der krassesten Situationen immer noch ein "Alter" rausbringt ;) Die beiden Brüder waren definitiv meine Lieblinge.
Gehasst habe ich Dilias Vater und seine eigenartige Freundin, Shelly oder wie der Schrumpfkopf hieß. Sie waren die Klischees in Person, aber das war schon in Ordnung.

Fazit

"Sternensommer" war ein Buch, das mir beim Lesen definitiv riesigen Spaß gemacht hat. Die Wortgefechte, die goldigen Charaktere und ein spannender Handlungsverlauf lassen eigentlich nur eins zu: 5 von 5 Federn :)



Dienstag, 25. November 2014

[Rezension] Jump - Das Spiel

Autorin: Eve Silver
Reihe: Das Spiel, 1/3 (bisher)
Seiten: 416
Genre: Jugendbuch, Science Fiction
Preis: 12,99 (kindle), HIER kaufen

Miki Jones kommt bei einem Unfall ums Leben. Doch sie kommt wieder zu sich, an einem Ort, der Lobby genannt wird. Aus ihrem Alltag wurde sie durch Raum und Zeit in eine Art Spiel gezogen, in dem sie gemeinsam mit anderen Jugendlichen furchteinflößende Wesen bekämpfen muss. Teammitglied Luka, ein Schulfreund, erklärt ihr, dass sie weiter ihr gewohntes Leben führen kann, außer wenn sie auf Mission im ›Spiel‹ ist. Und sie muss jeden Einsatz in dieser anderen Welt überleben.
Es gibt keine Vorbereitung, kein Training und keinen Ausweg. Miki muss sich auf die fragwürdige Führung Jackson Tates verlassen, des attraktiven und geheimnisvollen Leiters ihres Teams. Er weicht ihren Fragen aus und hält alle auf Abstand. Jeder spiele für sich, lautet sein Motto. Doch dann nimmt das Spiel eine tödliche Wende, und Jackson bringt sich selbst in extreme Gefahr, um Miki zu schützen.

Lieblingszitat

Ich respawne so graziös und elegant wie ein abstürzendes Flugzeug

Meine Meinung

Bevor ich diese Rezension beginne, muss ich sagen: Für ein Buch ist es schwer, meinen Ansprüchen gerecht zu werden. Um perfekt zu sein, braucht es Spannung, die bis zur letzten Seite anhält. Epische Kämpfe, bei denen ich die Luft anhalte. Feinde, die mir eine Gänsehaut der Angst über die Arme jagen. Eine Story, die innovativ und weitestgehend frei von Klischees ist. Und wenn es dann noch eine süße, aber nicht übertriebene Liebesgeschichte gibt, setzt das allem noch die Krone auf. Es gibt kaum Bücher, die dem gerecht werden. "Jump - Das Spiel" jedoch ist eines davon.
Wenn ich daran denke, dass die Rezensionen auf Amazon und die ersten Seiten des Buches mich fast davon abgehalten hätten, bekomme ich im Nachhinein ein bisschen Bauchschmerzen. Zum Glück habe ich es doch gelesen.
Denn wie bereits gesagt: Der erste Band der "Das Spiel"-Reihe hat einfach alles, was ein perfektes Buch für mich braucht.
Die Spannung hat mein Herz ständig zum Rasen gebracht und vor allem ist etwas passiert, das ich schon lange nicht mehr hatte: 1. Ich habe keinen einzigen Satz überflogen, ich habe jeden einzelnen aufgesaugt wie den letzten Tropfen Wasser in einer Wüste. 2. Nach der letzten Seite wollte ich so unbedingt wissen, wie es weitergeht, ich wollte so unbedingt den zweiten Band haben, dass ich ganz aufgeregt sofort Amazon aufgemacht habe. (Erscheinungsdatum: 15. Februar. Meine Nerven bedanken sich mit sarkastischem Unterton.)
Die Jugendlichen, also Hauptfigur Miki, Jackson, Luka und die anderen, haben sich epische Kämpfe mit den Feinden geliefert. Die Autorin hat sich für eine sehr interessante Idee entschieden: Die Kämpfe laufen ab wie in einem Videospiel. Ständig fliegen dem Leser Begriffe der Zockerwelt um die Ohren - Respawnen, Lebensleiste, Mehrfachtrefferpunkte. Ich glaube, dass es mehr Spaß macht, das Geschehen zu verfolgen, wenn man die meisten der Begriffe kennt (sie werden aber auch idiotensicher erklärt). Das macht die Story innovativ. Neu. Aufregend.
Und dann der letzte Punkt: Eine süße, nicht übertriebene Liebesgeschichte. Mein Gott, bin ich manchmal ins Schwärmen gekommen. Es. War. So. Toll. Eigentlich will ich gar nicht mehr sagen, als: tiefe, zufriedene Seufzer sind vorprogrammiert.
Ich muss dazu sagen: Die Story verwirrt. Sie verwirrt unglaublich. Und ich kann verstehen, wenn das manche Leser nervt. Mir wurden an den richtigen Momenten meine Fragen beantwortet und ich fand die Unwissenheit zeitweilig richtig unterhaltsam.

Charaktere

Mein Lieblingscharakter ist Jackson, ganz ohne Zweifel. Er ist cool, aber an den richtigen Stellen lässt er die Fassade bröckeln und ist einfach nur ein normaler, süßer Typ.
Außerdem finde ich noch wirklich wichtig zu erwähnen: Keine Hasscharakter. Keine leblosen, leeren Puppen. Jede Figur hatte ihre Geschichte, ihre eigene Persönlichkeit, ihren Beitrag zur Geschichte. Jeder ist mir nach wenigen Seiten ans Herz gewachsen.

Fazit

Der kritische Leser findet sicher einige Fehler und Macken in "Jump - Das Spiel", aber da Rezensionen ja glücklicherweise etwas sehr Subjektives sind, kann ich getrost sagen: Für mich gab es keine. Der erste Band der Reihe hat mich vollends überzeugt und in seinen Bann gezogen. Deshalb vergebe ich auch ohne Zögern fünf Federn UND das von mir selten verwendete, kleine Herz. "Jump - Das Spiel" ist mein neues Herzstück, und ich kann es nicht erwarten, bis "Run!" bei uns erscheint!



Dienstag, 28. Oktober 2014

[Rezension] Die Auserwählten - In der Brandwüste

Mit der heutigen Rezension werden sich ein paar kleine Dinge an den Inhalten meiner Rezensions-Posts verändern. Ich habe ein bisschen was an den Kurzinfos gemacht und zu meiner Lieblingsfigur noch meinen Hasscharakter addiert...also viel Spaß ;)

Autor: James Dashner
Reihe: Die Auserwählten, 2/3
Seiten: 504
Genre: Jugendbuch, Dystopie (?) Science Fiction
Preis: 8,99 Euro, HIER kaufen

Sie haben einen Ausweg aus dem tödlichen Labyrinth gefunden und geglaubt, endlich wären sie frei. Doch auf Thomas und seine Freunde wartet das Grauen: sengende Hitze, verbranntes Land und ein tödlicher Virus.
Und noch immer halten die undurchsichtigen Schöpfer die Fäden in der Hand. Damit steht den Jungen die nächste Prüfung bevor. Sie müssen innerhalb von zwei Wochen die Brandwüste durchqueren, sonst sind sie verloren …

Lieblingszitat
Thomas hechelte ein Ja und Newt sagte: "Ich würde sagen, wir sind in der Hölle gelandet. Dass du da hinkommen würdest, war mir klar, Minho, aber Thomas und ich doch nicht." 
Meinung zum Buch

Krank. Düster. Blutig. Verstörend. Über alle Maßen verwirrend.
Das sind nur ein paar Wörter, mit denen man den zweiten Teil der "Auserwählten"-Trilogie von James Dashner beschreiben kann. Das Buch schmeißt einen bereits zu Beginn in einen Strudel aus Emotionen und Gehirnakrobatik, und auch die Spannung ist ein Grund dafür, dass man es einfach nicht zur Seite legen kann.
Gleich zu Anfang sei gesagt: "Die Auserwählten - In der Brandwüste" ist keinesfalls eine Erklärung für die Geschehnisse im ersten Teil. Im Gegenteil. Wo man eigentlich Antworten erwartet, wirft dieser Band nur noch mehr Fragen auf. Die ganze Zeit über ist man nicht sicher, wen von den Charakteren man überhaupt vertrauen kann, wer wirklich auf Thomas' Seite steht. Man spürt seine Frustration, Verzweiflung und Unsicherheit am eigenen Leib - und ich finde, wenn der Autor das bei einem Leser erzeugen kann, ist das auf jeden Fall ein hervorhebenswerter Punkt.
Leider war der mittlere Band der Trilogie nicht so gut wie der erste. Das mag sicher daran liegen, dass viele Stellen etwas langgezogen waren (mir kamen besonders die Stellen so vor, in denen meine Lieblinge nicht dabei waren *g*) und manchmal die Fragen im Kopf so viele wurden, dass sie sich zu einem dicken Knäuel von "HÄ???" vereinigten. Außerdem kam es mir an manchen Stellen so vor, als würde Thomas im ganzen Buch entweder schlafen oder bewusstlos sein - dafür ist er an anderen Parts der Geschichte wieder aufgetaut und hat Mut bewiesen, den ich ihm gar nicht mehr zugetraut hätte.
Das ist wohl der wichtigste Punkt der Geschichte: Die Überraschung, die einen manchmal wirklich packt. Ich weiß noch, dass ich an einer Stelle vor Schreck zusammengezuckt bin, weil ich mir alles so bildlich vorgestellt habe, wie eine Filmszene. Und dann war da plötzlich - nein, keine Spoiler. Aber ich war ernsthaft erschrocken, wie man es bei einem Horrorfilm ist, wenn der Mörder auf einmal hinter einer Ecke hervorspringt.
Auch die Vorstellungskraft ist eine wichtige Eigenschaft, die ein Leser dieses Buches mitbringen muss. Denn wer sich bei der Beschreibung einer Maschine oder eines Monsters nicht wirklich ein klares Bild machen kann, wird sich wahrscheinlich schnell langweilen. Ich persönlich musste mir manche Absätze doppelt durchlesen, um wirklich einen Film vor meinen Augen ablaufen zu lassen - aber dann hat es wirklich Spaß gemacht.

Die Charaktere

Lieblinge: Bleiben die gleichen wie beim ersten Teil. Newt ist die Stimme der Vernunft, der auch gern mal ein paar sarkastische Sprüche loslässt, aber immer einen kühlen Kopf bewahrt. An Minho liebe ich, dass er so ein Hitzkopf ist, aber irgendwie auch immer der Retter in der Not, den alle bejubeln. Außerdem lässt er in diesem Band manchmal ein paar wirklich witzige Bemerkungen vom Stapel, bei denen ich mich - trotz der düsteren Stimmung - richtiggehend kringeln musste.
Auf-die-hätte-ich-verzichten-können: Brenda. Himmel, ging das Mädchen mir auf den Keks. Ihre ständigen Schmuseattacken und ihre Launigkeit empfand ich wirklich als nervtötend. Außerdem mag ich Teresa nicht, auch wenn ich nicht genau sagen kann, wieso. Ich denke, am Ende habe ich genau so empfunden, wie Thomas.

Fazit

"Die Auserwählten - In der Brandwüste" hat mich leider nicht so überzeugt, wie sein Vorgänger. Dennoch war es ein Feuerwerk an Spannung, Verwirrung und Emotionen. Meine Lieblingscharaktere Newt und Minho haben ihr Übriges dazu getan. Am liebsten würde ich 4,5 Federn geben. Da ich aber keine halben Punkte vergebe, werden es bei diesem Teil leider nur vier.