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Dienstag, 23. September 2014

[Rezension] Blind Walk

Titel: Blind Walk
Autor: Patricia Schröder
Seiten: 448
Genre: Jugendbuch/Thriller
Sieben Jugendliche ausgesetzt im Nirgendwo, gefangen in einem teuflischen Spiel, aus dem es kein Entkommen gibt.
"Dieser ganze bescheuerte Event ist ein einziger riesengroßer Fehler gewesen. Wie es aussieht, wird wahrscheinlich niemand mehr lebend aus der Sache herauskommen."
Als die 17-jährige Lida Donelly zusammen mit ihrem Freund Jesper an einem sogenannten "Blind Walk", einem Event aus dem Internet, teilnimmt, rechnet sie mit nicht mehr als ein bisschen Nervenkitzel. Zusammen mit fünf anderen Jugendlichen werden Lida und Jesper mit verbundenen Augen in der Wildnis ausgesetzt, ausgestattet mit einem Kompass und ein paar wenigen Gegenständen. Doch von Anfang an ist die Stimmung in der Gruppe hochexplosiv.
Die Situation droht zu eskalieren, als die Jugendlichen nach kurzer Zeit die Leiche einer der Männer finden, die sie in den Wald gebracht haben. Lida beschleicht das unheimliche Gefühl, dass sie beobachtet werden. Schon bald wird dieser erste Verdacht zur bösen Gewissheit: Irgendjemand da draußen macht Jagd auf sie. Und der Jäger scheint es dabei vor allem auf sie, Lida, abgesehen zu haben.

Lieblingszitat


"Wenn ich dich berühren dürfte ... nur ein einziges Mal richtig berühren ... Ich würde sofort in meinen Körper zurückkehren. Für dich ... mit dir ... würde ich noch mal von vorn anfangen." 

Meinung zum Buch

Als ich die Beschreibung zu "Blind Walk" das erste Mal las, erwartete ich einen spannenden Thriller, der mal eine Abwechslung zu den Teenie-Schnulzen ist, die ich in letzter Zeit nur allzu gern gelesen habe ;) Was dann aber kam, war doch um einiges mehr!
Es beginnt wie erwartet, und wie der Klappentext schon verrät: Lida und ihr Freund Jesper landen mit den anderen Jugendlichen Joy, Isabel, Thore, Birk und Natascha irgendwo im nirgendwo, um dort den Blink Walk zu absolvieren. Sie sind eingestellt auf ein kleines Abenteuer, wollen sich nur ein paar Tage durch die Wildnis schlagen, um in die Zivilisation zurückzufinden. Doch dann ändert sich alles, als sie die Leiche von einem der Männer, die sie zum Blind Walk gebracht haben, am Rand einer Schlucht finden.
Und auch innerhalb der Gruppe gibt es jede Menge Probleme: Natascha ist ein Biest, Isabel scheint vollkommen durchzudrehen und auch zwischen Lida und Jesper kriselt es ziemlich.
Anfangs war ich also ganz der Meinung, dass sich meine Erwartungen erfüllen würden. Doch dann werden auf einmal immer wieder kurze Kapitel aus der Sicht eines Jungen namens Sten eingeschoben. Dieser hatte einen Autounfall und liegt im Koma, weshalb er jetzt ruhelos um seinen Körper und im Krankenhaus herumwandert. Bis er sich entschließt, nach draußen zu gehen...
Erst einmal muss ich sagen: "Blind Walk" ist wirklich spannend. Mehr als das ist es aber unerwartet, denn mit vielen Wendungen hätte ich anfangs überhaupt nicht gerechnet. Zum einen meine ich damit, wer überhaupt hinter der ganzen Geschichte um den Blind Walk steckt - das hat mich wirklich überrascht. Zum anderen sind es aber auch die außerkörperlichen Erfahrungen zweier Figuren, die so gar nicht in einen realistischen Roman passen.
So geht nicht nur die Suche nach dem mörderischen Psychopathen und einiger Missstände im Krankenhaus, in dem Sten liegt, in einen spannenden Endspurt - es entwickelt sich auch noch so eine richtig niedliche, kitschige Liebesgeschichte, auf die ich nicht zu hoffen gewagt hatte ;) Klar - sie ist nicht sonderlich logisch, wirkt überstürzt und etwas gekünstelt - aber ist doch egaaaaal! Es war soooo süüüß!!
Und am Ende habe ich dann auch so richtig mitgefiebert, mir ist öfter mal ein nervöses Quietschen rausgerutscht und ich wurde richtig hibbelig. Spannung, Trauer, Hoffnung und Glück haben sich minütlich abgewechselt und am Ende war ich wirklich, wirklich zufrieden.

Lieblingsfigur

Sten. Mit riesigem Abstand! Mein Gott, er ist so niedlich, ich wollte ihn knuddeln! :)

Fazit

Sicher, die Geschichte hatte ein paar Schwächen. Manchmal wirkte sie etwas gestelzt und die Liebesgeschichte war auch etwas übereilt, außerdem gab es überraschend viele Rechtschreibfehler, die mir aufgefallen sind - aber ich mochte das Buch wirklich, wirklich gern. Deshalb vergebe ich 4 von 5 Federn und eine klare Leseempfehlung!



Mittwoch, 17. September 2014

[Rezension] Sannah & Ham

Titel: Sannah & Ham
Autor: Tom Ellen, Lucy Ivison
Seiten: 401
Genre: Jugendbuch, Romance
Genau einen Sommer lang brauchen Hannah und Sam, um ein echtes Liebespaar zu werden. Dabei ist bereits die erste Begegnung für beide unvergesslich. Wer verliebt sich schon auf dem Klo? Aber bevor das Schicksal sie endlich zueinander führt, müssen sie peinliche Situationen überstehen und die gutgemeinten, aber hirnrissigen Ratschläge ihrer Freunde umsetzen. Und dann können sie sich – hurra! - vom schrecklichsten aller schrecklichen Albträume verabschieden: womöglich NIEMALS ihre Jungfräulichkeit zu verlieren.


Lieblingszitat

Ich riss die Tür zum Schrank auf und eine Kiffwolke schlug mir entgegen. [...] Robin warf die Arme hoch zur Begrüßung. "Hey, Sam. Wir machen Hotboxing in Harry Potters Schlafzimmer!" 
Meinung zum Buch

Ich liebe Liebesgeschichten zwischen Jugendlichen, vor allem wenn es um die erste große Liebe und die damit verbundene Unsicherheit geht. Das haben wir schließlich alle schonmal erlebt, nicht wahr? Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum "Sannah und Ham" mich von Anfang an so magnetisch angezogen hat. Da es außerdem so hoch angepriesen und beworben wurde, waren mir sogar die 10,99 für das kindle-Buch nicht zu schade. Leider wurde ich bitter enttäuscht.
Das Buch beginnt noch gut - man wird direkt in die Geschichte um Hannah geworfen, die kurz vor ihrer Entjungferung durch Freddy steht, einen Typ in den sie leider nicht verliebt ist. Ich mochte ihre Art und ich mochte auch, wie ihre Freundinnen dargestellt wurden - bis auf ihre "beste Freundin" Stella. Mein Gott, was für ein unsympathisches Mädchen. Bis auf wenige Stellen konnte ich nicht einmal verstehen, warum Hannah sie überhaupt Freundin schimpft. Furchtbar.
Dann wechselt die Perspektive zu Sam, der ebenfalls mit seinen Freunden abhängt. Wieder das gleiche - ich mochte ihn und zwei seiner Freunde, aber seinen besten Freund Robin konnte ich von Anfang an nicht ausstehen. Er hätte wunderbar zu dieser Stelle gepasst.
Der Humor des Buches hat mir von Anfang an zugesagt und wie die Story sich anfangs entwickelt mochte ich auch. So unschuldig, peinlich und einfach niedlich, wie man sich die Entwicklung einer ersten Liebe nunmal vorstellt.
Aber dann geht leider der Horror los - Missverständnisse und dadurch entstehende Situationen, immer und immer wieder werden Hannah und Sam auseinander gerissen, immer wieder gibt es Streit und sinnlose Dialoge. Vor allem eine Trennung auf einem Festival ist so sinnlos und dämlich, dass ich die Hände über dem Kopf zusammen geschlagen habe.
Irgendwann haben mich die Nebenstorys (die meiner Meinung nach gar nichts im Buch verloren haben) so gelangweilt, dass ich sicher die Hälfte des Romans durch weiterblättern übersprungen habe. Ich war genervt und wollte einfach nur wissen, wie es ausgeht. Aber das hätte ich mir sparen können. Das Ende war vorhersehbar und leider nicht so romantisch, wie ich es mir als Retter der misslungenen Geschichte dann gewünscht hatte.
Kurz: Ich war einfach mächtig enttäuscht.

Lieblingscharakter

Tilly. Sie ist eine Freundin von Hannah und genau so, wie man sich eine (beste) Freundin eigentlich vorstellt. Eigentlich ist sie die ganze Zeit für Hannah da, freut sich mit ihr und leidet mit ihr. Warum sie Stella als Hannahs beste Freundin nicht ablöst - ich versteh es einfach nicht.

Fazit

Der Anfang war ganz nett, aber dann ist die Story einfach untergegangen. Sie wurde nervig, vorhersehbar und langweilig. Ich habe eigentlich nur durchgehalten, um das Ende zu erfahren, aber selbst das war es nicht wert. Langsam frage ich mich, ob es überhaupt noch romantische Jugendbücher gibt, die mich nicht zu Tode nerven mit ihrem Hin und Her? Ich hoffe das Beste. Für dieses Buch ist die Hoffnung allerdings gestorben - eine Feder von fünf und keine Leseempfehlung.



Montag, 8. September 2014

[Rezension] Herzschlagmelodie

Titel: Herzschlagmelodie (Band 1 von 2)
Autorin: Laura Sommer
Seiten: 201
Genre: Jugendbuch, Romance
Julie und Henry sind seit Kindertagen die besten Freunde. Doch plötzlich ist nichts mehr so, wie es einmal war. Nicht nur, dass ihre beiden besten Freundinnen sich von ihr abwenden, sondern auch alte Gefühle für Henry sind plötzlich wieder da, als dieser sich scheinbar in eine andere verliebt. Julie merkt, dass sie ihr Glück die ganze Zeit vor der Nase hatte, traut sich aber nicht, um Henry zu kämpfen. Doch sie muss lernen, dass ihre Herzschlagmelodie ihr den richtigen Weg zeigen wird, auch wenn ihr Verstand sich dagegen zu wehren versucht. 


Lieblingszitat
Aus besten Freunden sollte niemals ein Paar werden! Das ging nicht gut. Das ging einfach nie gut.
Meinung zum Buch

"Herzschlagmelodie" war kein Cover-Kauf damals. Mich hat eher die Story hinter dem Buch angelächelt, denn beste Freunde, die sich ineinander verlieben ... einfach ein schönes Thema. Mittlerweile hat das Buch ein neues Cover, das mir besser gefällt. Da ich aber kein richtiges Bild davon gefunden habe, habe ich das alte genommen.
Anfangs hat mich die süße Liebesgeschichte um Henry und Julie noch wirklich mitgerissen. Die beiden waren einfach sooo niedlich, und ich mochte auch die Darstellung ihrer Geschichte (kennen sich schon seit Ewigkeiten, waren früher schon mal ineinander verliebt...) und die ihrer Familie (die Eltern von Julie sind so klasse!!!).
Aber dann hat das Buch irgendwann angefangen, mich so unglaublich zu nerven, dass ich es kaum zu Ende bringen konnte. Sicher - ein richtiges Buch, ein richtiges Paar in einem Roman, braucht Probleme. Nur Friede, Freude, Eierkuchen will niemand lesen, das wäre einfach zu langweilig. Aber was sich dann zwischen Julie und Henry abspielt, ist einfach too much. Die beiden verstricken sich in so vielen Missverständnissen und Dummheiten, dass der Leser sich einfach nur die flache Hand vor die Stirn schlagen und genervt aufstöhnen will. Kinder, was ist denn mit euch los? Jetzt macht doch einfach mal den Mund auf! Auch die Ideen von Julies Freunden, wie sie alles "besser" machen könnten und jedes kleine Detail was gegen Ende der Geschichte passiert - es ist alles so vorhersehbar, als würde man bei einem Unfall zuschauen und weiß genau, wer gleich ineinander krachen wird.
Das hat mich dann einfach so abgeschreckt, dass ich gleich nach dem virtuellen "Zuklappen" sicher war: das ertrage ich nicht bei einem zweiten Teil. Es hat mich einfach kein Stück mehr interessiert, was aus den beiden wird (meiner Meinung nach eh offensichtlich). Hätte die Autorin beide Teile in einem zusammengefasst, hätte ich es wahrscheinlich abgebrochen irgendwann.

Lieblingscharakter

War anfangs Henry, weil er als einziger keine kleine Zicke oder ein Macho war. Ich fand ihn richtig süß. Aber am Ende konnte ich nicht einmal mehr ihn leiden :(

Mein Fazit

Obwohl ich "Herzschlagmelodie" anfangs recht niedlich fand, war es nach ein paar Kapiteln einfach nur noch nervig und vorhersehbar. Ich war wirklich kurz davor, es abzubrechen, weil ich es fast nicht mehr ausgehalten habe. Der einzige Grund der mich davon abgehalten hat, war die Kürze des Buches. Der zweite Teil kommt mir nicht in die Tüte - und deshalb bekommt die Geschichte leider nur eine Feder von fünf.



Donnerstag, 4. September 2014

[Rezension] Die Auserwählten - Im Labyrinth

Titel: Die Auserwählten - Im Labyrinth (Band 1 von 3)
Autor: James Dashner
Seiten: 496
Genre: Jugendbuch, Dystopie, Thrill
Sein Name ist Thomas. An mehr kann er sich nicht erinnern. Und er ist an einem bizarren Ort gelandet: eine Lichtung, umgeben von einem riesigen Labyrinth.
Doch er ist nicht der Einzige. Zusammen mit fünfzig Jungen, denen es genauso geht wie ihm, sucht er einen Weg in die Freiheit. Der führt durch das Labyrinth, dessen gewaltige Mauern sich Nacht für Nacht verschieben und in dem mörderische Kreaturen lauern.
Doch gibt es wirklich einen Weg hinaus? Ist das Ganze eine Prüfung? Und wer hat sich dieses grauenvolle Szenario ausgedacht? Den Jungen bleibt nicht viel Zeit, um das herauszufinden.

Lieblingszitat
"Das ist ein Grund, warum wir hier alle schön sauber und ordentlich schuften. Wenn man faul ist, dann wird man traurig. Und wenn man traurig wird, dann will man aufgeben. So einfach ist das."
Meinung zum Buch

Von diesem Buch habe ich das erste Mal unter der Bezeichung "Maze Runner" gehört - und zwar als Trailer zu einem Kinofilm. Da der Trailer unheimlich spannend klang, habe ich sofort bei Amazon gesucht und den ersten Band bestellt. Und dann ging die Reise auch schon los.
Das wohl hervorstechendste Merkmal von "Die Auserwählten - Im Labyrinth" ist, dass es unheimlich spannend ist. Man wird in die Geschichte geworfen, genau wie die Hauptfigur Thomas am Anfang: Man hat keine Ahnung, wo man ist, was passiert ist, und wie es in dieser kleinen Welt läuft. Ganz langsam, Stück für Stück, erkundet man die Lichtung, das Labyrinth darum und die Jugendlichen, die in dieser Welt leben. Das fühlt sich so echt und nervenaufreibend an, als wäre man selbst dabei, und das finde ich einfach TOLL. Die Story ist rasant erzählt und es kam öfter vor, dass ich vor Spannung die Luft angehalten habe. Das Buch war zu keiner Sekunde langweilig.
Der nächste Punkt sind die Figuren, und auch die haben mich restlos begeistert. Jeder von ihnen ist wundervoll ausgearbeitet, jeder hat eine Geschichte und einen Charakter, dem er treu bleibt. Die Jugendlichen benehmen sich echt - ja, sie haben verdammte Angst, ja sie sind nicht immer die mutigen Helden. Sie sind erfrischend und lebensecht, und ich konnte die meisten von ihnen gut leiden. Die, die ich nicht leiden konnten, waren auch die, die Thomas nicht leiden konnte. Der Autor hat es geschafft, meine Gefühle genau dahin zu lenken, wo er sie anscheinend haben wollte, was ich ziemlich beeindruckend fand.
Was ich außerdem super gestaltet fand, waren die Schauplätze (so beschrieben, dass ich sie alle direkt vor Augen hatte) und die Bösewichte - Die Griewer. Bei diesen Wesen, halb Mensch, halb Maschine, kam mir jedes Mal eine Gänsehaut. Einfach klasse, so muss es sein!
Das Ende war etwas hastig erzählt, absolut verwirrend und an einer Stelle ein bisschen traurig. Allerdings nicht unbedingt auf eine negative Art und Weise, es erschien mir alles irgendwie passend. Der Epilog ist ein Cliffhanger, der mich unheimlich neugierig auf die folgenden Bände macht. Und das ist bei mir wirklich nicht leicht.

Lieblingscharakter

Waren in diesem Buch gleich zwei, ich konnte mich nicht entscheiden.
Newt. Er ist irgendwie der geborene Anführer, der die meiste Zeit einen kühlen Kopf bewahrt und mir von Anfang an sympathischer war, als der eigentliche Anführer Alby. Ich mochte ihn total gern.
Minho. Er ist der Hüter der Läufer, also der Anführer der Gruppe, die jeden Tag das Labyrinth erkundet. Minho ist mutig und bleibt meistens cool und selbstbewusst. Das finde ich an männlichen Figuren ziemlich toll.

Fazit

"Die Auserwählten - Im Labyrinth" ist ein Buch der Extraklasse. Es ist unheimlich spannend, und man fiebert die ganze Zeit mit den Hauptfiguren mit und will wissen, wie es weitergeht. Eine Liebesgeschichte gibt es zwar nicht, aber gerade das fand ich in dieser Geschichte vollkommen angemessen. Der Nervenkitzel hat mich vollkommen überzeugt und das Buch bekommt volle fünf Federn!


Montag, 25. August 2014

[Rezension] Eine wie Alaska

Titel: Eine wie Alaska
Autor: John Green
Seiten: 301
Genre: Drama, Jugendbuch

Miles ist 16. Viel ist nicht gerade los bei ihm. Keine Liebe, keine Kumpels - ein stinknormales Leben. Bis er Alaska trifft. Miles verknallt sich in das schöne Mädchen und gerät in eine Achterbahn der Gefühle: Alaska - Göttin und Rätsel, euphorisch und voller verrückter Ideen, aber auch unberechenbar und verletzlich. Was verbirgt sich hinter ihrer coolen Fassade? Und was hat der lang ersehnte Kuss zu bedeuten? Alles hätte so schön werden können, wäre Alaska nicht betrunken Auto gefahren ...


Lieblingszitat
Dein ganzes Leben steckst du in dem Labyrinth fest und denkst daran, wie du ihm eines Tages entfliehst, und wie geil dann alles wird, und die Vorstellung von dieser Zukunft hält dich am Laufen, aber am Ende tust du es nie. Du hast die Zukunft einfach nur benutzt, um aus der Gegenwart zu fliehen. 

Meinung zum Buch

Da ich ein sehr großer Fan von John Greens "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" war, kam ich natürlich nicht umhin, "Eine wie Alaska" zu lesen. Gerade habe ich das Buch zugeschlagen und kann nicht genau sagen, wie ich mich jetzt fühle.
John Greens Schreibstil lässt einen, wie gewohnt, einfach so über die Seiten fliegen. Er schreibt sehr flüssig und bildlich, das gefällt mir sehr gut. Außerdem ist er meiner Meinung nach ein Meister darin, genau die Emotionen rüber zu bringen, die der Leser an gewissen Stellen fühlen sollen. Aber genau das war mir bei "Eine wie Alaska" einfach zu viel.
Der Anfang hat mir wirklich gut gefallen. Miles, ein durchschnittlicher Typ und vielleicht gerade deshalb sympathischer Protagonist, kommt neu an ein Internat. Es ist amüsant, seine ersten Schritte mitzuerleben und die verschiedenen Leute kennen zu lernen. Den Colonel, Takumi, Lara und natürlich Alaska. Abgesehen von dem Colonel, Miles (von allen nur Pummel genannt) und Alaska bleiben die meisten aber eher etwas gesichtslos, was ich nicht weiter schlimm fand. Allerdings konnte ich Alaska von Anfang an nicht wirklich leiden. Sie hat sich immer sehr unberechenbar und oft auch zickig verhalten und war mir einfach unsympathisch, ich habe nicht wirklich verstanden, was Miles in ihr gesehen hat, als er sich verliebte. Genau so wenig konnte ich die Geschichte zwischen ihm und Lara verstehen, aber das hatte sich ja eh nach einem tag erledigt.
Die Story beginnt auch sehr vielversprechend. Sie war lustig, erfrischend und an manchen Stellen, wie die Ausführung des ersten großen Streiches, auch ganz schön spannend. Außerdem fragt man sich die ganze Zeit, was die Kapitelüberschriften bedeuten, denn sie weisen auf ein Ereignis hin. "2 Monate, 2 Wochen davor" oder "Zehn Tage davor" und so weiter.
Und dann kommt das Ereignis. Ich hatte es ehrlich gesagt, vor allem an der Stelle des Buches, nicht erwartet. Es ist ein kleiner Schock, von dem man sich auch nicht so schnell erholt. Meine Laune war danach am Tiefpunkt und konnte erst durch den zweiten Streich wieder etwas gehoben werden. Es war emotional und es hatte eine Message - aber für mein Gefühlsleben war es einfach zu viel. Zu hart. Und die Story hat sich danach irgendwie auch etwas gezogen und mich am Ende mit einem dumpfen, unschönen Gefühl hinterlassen. Das ist eins der Dinge, das ich an Büchern leider gar nicht mag.

Lieblingscharakter

Chip aka "Der Colonel". Ich fand ihn sehr sympathisch und ich mochte auch, wie seine Freundschaft mit Miles dargestellt wurde. Auch seine Sprüche und seine lockere Art haben mir gut gefallen.

Fazit

Für Leute, die gut mit Dramen können, ist "Eine wie Alaska" bestimmt ein schönes Buch. Es ist lustig, emotional, schockierend, traurig und hat eine Message, die am Ende in einem Aufsatz erklärt wird. Für mich waren die Emotionen und die Stimmung nach dem Ereignis allerdings zu heftig und die Stimmung hat mir nicht gefallen. Deshalb vergebe ich leider nur 3 von 5 Federn.


Sonntag, 24. August 2014

[Rezension] Indras Traum

Titel: Indras Traum
Autor: Rebecca Hohlbein
Seiten: 160
Genre: Fantasy, Jugendbuch
Eigentlich führt die 16-jährige Indra ein ganz normales Leben: Sie treibt Sport, verbringt viel Zeit mit ihrer besten Freundin Jasmine und streitet sich ständig mit ihrer Mutter. Seit einiger Zeit jedoch quälen sie düstere Träume, in denen ein Fremder sie bedroht. Indra verdrängt diese Alpträume - so lange, bis sie Wirklichkeit werden. Eines Morgens wird sie beim Joggen angegriffen. Als sie nach Hause kommt, ist ihr Zimmer verwüstet worden. Kurz darauf begegnet sie bei einem Rockkonzert dem dämonischen Than, Leadsänger der Band Devil's Slaves. In ihm erkennt sie den Unbekannten, der im Traum ihr Leben bedroht. Und Jasmine, die sich in Than verknallt hat, kommt nach dem Konzert nicht nach Hause ...

Lieblingszitat
Indra träumte. Es war derselbe Traum, der sie schon in der vergangenen Nacht heimgesucht hatte. Und auch in der Nacht davor, und am vergangenen Dienstag, als sie nach Schulschluss im Bus eingenickt war. Der Traum änderte sich nie wirklich, nur die Konturen wurden von Mal zu Mal schärfer, die Farben deutlicher, die Stimmen klarer.
Meinung zum Buch

"Indras Traum" ist ein Buch, das ich mir nicht selbst gekauft, sondern von meiner Mama geschenkt bekommen habe. Obwohl mich das Cover sicher trotzdem dazu bewogen hätte, es zu lesen, denn es ist einfach wunderschön! So hielt ich das Buch aber erst einmal in den Händen und hatte noch nie davon gehört. Wohl aber war mir die Autorin ein Begriff, denn Rebecca ist die Tochter von Wolfgang Hohlbein - und den werden wohl die meisten kennen ;)
Da "Indras Traum" nur 160 Seiten hat, war ich innerhalb weniger Stunden bereits durch und muss sagen: Ich fand es wirklich gut! Die Seiten fliegen nur so dahin, was sicher auch an Rebecca Hohlbeins tollem Schreibstil liegt. Schon vom ersten Satz, der übrigens auch mein Lieblingszitat ist, war ich mitten drin in der Geschichte. Leider ist die Anzahl der Seiten auch ein kleines Manko: Man ist viel zu schnell fertig und an manchen Stellen kam mir alles ein bisschen gehetzt vor. Darunter hat meiner Meinung nach vor allem das Ende ein wenig gelitten.
Die Story an sich fand ich gut ausgearbeitet und spannend. Vor allem aber ist sie etwas Neues, Erfrischendes (wenn man das von einem sechs Jahre alten Buch sagen kann) und mal ganz anders als die anderen Fantasybücher, die ich sonst lese. Find ich gut! :) Allerdings ist die Story wahrscheinlich doch eher was für jüngere Leser.
Und zusätzlich noch etwas, dass ich sehr süß fand: Indra und Simon. Ja, man merkt schon, dass die beiden sich recht nett finden. Das ist deshalb schön, weil Indra ihn am Anfang echt uncool findet und er auch nicht gerade wie der perfekte Traummann beschrieben wird (Er ist zum Beispiel sehr unsportlich, etwas dick und isst die ganze Zeit ;)). Endlich mal kein perfekter Kerl!

Lieblingscharakter

Frank, Indras Stiefvater. Ihre Mutter finde ich irgendwie furchtbar, sie ist so zickig...Frank hingegen ist so ein liebevoller, fürsorglicher Mensch, dass ich ihn einfach in mein Herz schließen musste :)

Mein Fazit

"Indras Traum" ist ein kleines Buch für den kurzweiligen Lesespaß und außerdem der erste Band einer Trilogie. Da es mir gut gefallen hat kann ich mir auch vorstellen, die anderen beiden zu lesen :) 4 von 5 Federn!


Freitag, 22. August 2014

[Rezension] Verliebe dich nie in einen Rockstar

Titel: Verliebe dich nie in einen Rockstar (Bd. 1)
Autor: Teresa Sporrer
Seiten: 326
Genre: Teen Romance
Ein Rockstar in ihrer Klasse! Zoey kann es noch gar nicht richtig glauben. Der angeblich coolste Junge aller Zeiten sitzt in Mathe plötzlich neben ihr. Acid. Ja, genau – DER Acid. Ungekämmtes Haar, verschlungene Tattoos auf den Armen, auffällige Sonnenbrille und natürlich tiefschwarze Klamotten. Vollkommen übertrieben, findet Zoey und versteht nicht, warum ihre Freundinnen bei jeder seiner Bewegungen loskreischen müssen. Aber es kommt noch viel schlimmer. Acid braucht Nachhilfe in Mathe – und die will er ausgerechnet und ausschließlich von Zoey. 


Lieblingszitat
Ach, Jungs waren so einfach gestrickte Wesen und so leicht zu durchschauen! Es glich einem Wunder, dass sie es überhaupt durch die Evolution bis in die heutige Zeit geschaffthatten, zu überleben. Männer - ganz besonders solche wie Alex - waren wie Wurmfortsätze. Niemand wusste, wozu es sie eigentlich gab. 
Meinung zum Buch

Zuallererst muss ich erwähnen, dass ich ein riesiger Fan von Teenie-Liebesgeschichten bin. Und dann auch noch Rockstars - ja da hat die Autorin genau meinen Nerv getroffen. Also war es ja wohl klar, dass ich mir dieses Buch unbedingt kaufen musste!
Die Geschichte um Alex und Zoey ist einfach zum Schießen! Gut, sie ist irgendwie klischeehaft und sehr vorhersehbar, aber meiner Meinung nach tut das dem Unterhaltungsfaktor nicht den geringsten Abbruch. Zoey ist ein wunderbar schlagfertiger Charakter und bei manchen Ausdrücken und Sprüchen musste mich mich wirklich Kringeln vor Lachen. Deshalb fiel es mir dieses Mal auch wirklich schwer, ein Lieblingszitat auszusuchen - weil es einfach so viele, lustige gibt, die ich euch gern zeigen wollte! Alex, oder auch Acid, ist ebenfalls ein Charakter zum Knutschen. Ich bin einfach ein riesiger Fan von Typen, die einen auf dicke Hose machen und im Endeffekt doch echt süß sein können ;)
Die Liebesgeschichte entwickelt sich in einer meiner Meinung nach glaubhaften Geschwindigkeit, auch wenn der Wandel von Zoeys Persönlichkeit manchmal vielleicht etwas zu schnell verlief. Dennoch war das Happy End wirklich süß und von mir auch heiß ersehnt!
Natürlich darf man keinen intellektuellen Literaturerguss erwarten und es gab auch ein paar kleine Dinge, die mich auch gestört haben. Zoeys Freundinnen zum Beispiel sind wirklich überdreht und ihre Reaktionen manches Mal echt übertrieben und auch eine Spur nervig. Außerdem finde ich es etwas merkwürdig, dass die Geschichte in Österreich spielt, aber alle irgendwie englische Namen haben (Nell, Serena, Zoey...). Das ist wohl künstlerische Freiheit, aber etwas eigenartig fand ich es doch.
Aber ich denke, dass "Verliebe dich nie in einen Rockstar" auch nicht darauf abzielt, intellektuell auf höchster Stufe zu tanzen. Und für das, was es ist, ist es einfach ein wunderbares Buch!

Lieblingscharakter

Alex aka Acid. Wie gesagt: Ich stehe einfach auf solche Typen. Wenn er mir begegnet oder in meine Klasse gekommen wäre, hätte ich ihm wahrscheinlich nicht so lange widerstehen können wie Zoey es getan hat ;) Toller Charakter!!!

Fazit

"Verliebe dich nie in einen Rockstar" ist ein Gute-Laune-Buch, dass man als Fan solcher Geschichten einfach lieben MUSS. Wer keine wahnsinnig innovative Story erwartet, wird dieses Buch einfach lieben. Ihr werdet lachen, Herzchen-Augen bekommen und selbst wenn die letzte Seite schon längst umgeklappt ist, werdet ihr mit einem Grinsen dasitzen und euch über das freuen, was ihr erlebt habt mit Zoey und Alex! 4 Federn!


Dienstag, 19. August 2014

[Rezension] Das Schicksal ist ein mieser Verräter.

Titel: Das Schicksal ist ein mieser Verräter
Autor: John Green
Seiten: 336
Genre: Jugendbuch / Romance
„Krebsbücher sind doof“, sagt die 16-jährige Hazel, die selbst Krebs hat. Sie will auf gar keinen Fall bemitleidet werden und kann mit Selbsthilfegruppen nichts anfangen. Bis sie in einer Gruppe auf den intelligenten, gut aussehenden und umwerfend schlagfertigen Gus trifft. Der geht offensiv mit seiner Krankheit um. Hazel und Gus diskutieren Bücher, hören Musik, sehen Filme und verlieben sich ineinander - trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit. Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch. Ein tiefgründiges, emotionales und zugleich freches Jugendbuch über Krankheit, Liebe und Tod.
Lieblingszitat
Während er las, verliebte ich mich in ihn, so wie man in den Schlaf gleitet: langsam zuerst und dann rettungslos.
Meinung zum Buch

Über "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" habe ich schon eine Menge im Internet gehört und bin daraufhin neugierig geworden. Eigentlich bin ich kein Fan von Dramen - ganz einfach aus dem Grund, weil ich es hasse, wenn ein Buch am Schluss ein beklemmendes, trauriges Gefühl bei mir hinterlässt. Nach einigem Überlegen habe ich mir das Buch dann aber doch gekauft - und war begeistert.
Auf dem Markt gibt es viele Krebsbücher, aber keines was ich bisher (an)gelesen habe, ist wie dieses. Hazel Grace Lancaster ist ein Charakter, den man einfach lieben muss! Sie geht mit einer lockeren Art und einem trockenem Humor durchs Leben, die zum Schießen sind - und das obwohl sie einen tödlichen Lungenkrebs mit sich herumträgt. Bei einer Selbsthilfegruppe, in die ihre Mutter sie zwingt, lernt sie schließlich Augustus kennen. Der ist ein Fan von Metaphern und ein Traumtyp, der genau weiß, was er sagen muss. Gleichzeitig ist er aber auch ein verdammt schlechter Autofahrer und auch sonst nicht perfekt. Und nach und nach kommen die beiden sich immer näher...
"Das Schicksal ist ein mieser Verräter" hat mich zutiefst berührt, es hat mich an vielen Stellen zum Weinen gebracht. Manchmal aber auch, weil ich einfach Tränen lachen musste. Es hebt sich definitiv aus dem Meer an Büchern heraus. Es gab einige Wendungen mit denen ich nicht gerechnet habe und das Ende ist definitiv traurig, wie bereits vorher vermutet. Aber es hat mich nicht mit einem beklemmenden Gefühl zurückgelassen, eher im Gegenteil: Auch wenn ich traurig war, war der Wunsch, mein Leben weiter zu leben und besser zu machen, stärker. Denn genau das scheint der Punkt zu sein, auf den John Green hinaus will, und er sagt es durch den Mund eines seiner Charaktere: "Das Leben ist schön, Hazel Grace."

Lieblingscharakter

Augustus "Gus" Waters. Auch wenn es für ein Mädchen vielleicht klischeehaft erscheint, ich liebe ihn abgöttisch. Er ist einer dieser Helden in Büchern, die einfach nicht perfekt sein müssen, um trotzdem perfekt zu sein. Versteht ihr was ich meine? Er ist einfach wunderbar und ich wünschte, das er noch einmal in einem anderen Buch vorkommen würde - ich würde jedes Wort über ihn aufsaugen!!!

Fazit

Ein Buch, das man jedem ans Herz legen kann, der Romantik, Humor und ein paar verdrückte Tränchen mag. Ich bin sicher ihr werdet es lieben, wenn ihr euch darauf einlasst!
Mir war schon bei der Hälfte des Buches vollkommen bewusst, dass 5 Federn für dieses Meisterwerk nicht reichen werden. Und genau so sehe ich es jetzt: 5 Federn und ein Herz sind bei dieser Geschichte, den Charakteren und den Schreibstil sind vollkommen angemessen. Danke John Green!