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Samstag, 24. Januar 2015

[Rezension] Cassia & Ky - Die Auswahl

Autorin: Ally Condie
Reihe: Cassia & Ky, Band 1/3
Seiten: 464
Genre: Dystopie, Jugendbuch
Preis: 9,99 Euro (TB), HIER kaufen

Für die 17-jährige Cassia ist es der wichtigste Tag ihres Lebens: Heute erfährt sie, wen sie mit 21 heiraten wird – wen das System für sie ausgewählt hat. Es könnte jeder Junge aus Oria sein, doch zur großen Überraschung aller wird ihr bester Freund Xander als ihr Partner bekanntgegeben.
Als Cassia sich später auf dem feierlich überreichten Mikrochip Informationen über Xander ansehen will, passiert etwas schier Unmögliches: Es erscheint das Gesicht eines anderen Jungen – das von Ky. Cassia ist schockiert und verängstigt. Das System macht keine Fehler! Und tatsächlich wird ihr von offizieller Seite versichert, dass es sich um ein einmaliges Versehen handelt. Aber Cassia geht Kys Anblick nicht mehr aus dem Kopf. Gibt es doch die Möglichkeit zu wählen?
Lieblingszitat
Ihr glaubt, hier gäbe es nichts, weil wir uns nicht wehren. Aber in unseren Köpfen sind Worte, von denen niemand etwas weiß. Und mein Großvater ist nach seinen Bedingungen gestorben, nicht nach euren. Wir besitzen Wertvolles, aber ihr werdet es niemals finden, weil ihr nicht einmal wisst, wonach ihr suchen müsst. 
Meine Meinung

Warum ich ursprünglich angefangen habe, Cassia & Ky zu lesen, weiß ich gar nicht mehr. Ich glaube ich hatte mich total auf Dystopien eingeschossen, dass ich einfach alles genommen habe, was mir irgendwie in den Sinn kam und was mich auf Amazon förmlich angesprungen hat. Dieses Buch gehörte eben dazu - und es hat mich leider nicht überzeugt.
Schon den Anfang fand ich langweilig, weil er so unglaublich gewöhnlich ist für eine durchschnittliche Dystopie. Es gibt eine Veranstaltung, zu der die Jugendlichen gehen, und bei der die Auswahl "Passiert" - die Kinder lernen ihren Zukünftigen bzw. ihre Zukünftige kennen. Bei Cassia ist es ausgerechnet ihr bester Freund Xander (gähn, was für eine langweilige Schnarchtüte, ich mochte ihn nicht wirklich). Es ist von Anfang an irgendwie offensichtlich, dass das zwischen denen nie klappen wird, auch wenn Cassia das am Anfang etwas anders sieht - naja, leicht durchschaubar eben. Könnte aber auch am Serientitel liegen.
Die Welt an sich ist interessant. Wie bei den meisten Dystopien steht sie unter der totalen Überwachung, aber es scheint erst einmal niemanden zu stören. Beginn und Ende des Lebens ist festgelegt, keine Kinder mehr mit über 31 und mit 80 wird das Leben beendet. Dann gibt es ein Abschiedsbankett für die Sterbenden. Ich kann nicht genau sagen, warum - aber irgendwie hat mich das alles ein wenig an "Hüter der Erinnerung" erinnert.
An sich konnte ich schon verstehen, dass die Bewohner das einfache Leben schätzen und ihre Sicherheit nicht aufgeben wollten.
Ich persönlich mag es bei Dystopien lieber, wenn die Liebesgeschichte nicht die Hauptrolle spielt, sondern ein spannender Plot um was auch immer. Cassia und Ky trieft leider ein bisschen schnulzig. Man merkt von Anfang an, dass es am Ende auf eine Trennung der beiden und auf eine Rebellion hinausläuft - was ich mittlerweile einfach zu platt und zu uninspiriert für eine Dystopie halte.
Die Liebe hat sich (wie man es von solchen Büchern schon gewohnt ist) seeeehr langsam entwickelt und bis endlich mal was passiert, ist man einfach schon ziemlich gelangweilt. Schade eigentlich. Ein bisschen mehr Action hätte in dem Fall gut getan ;)
Das Ende kam genau so wenig überraschend für mich, wie der Verlauf der ganzen Story. An manchen Stellen hätte ich sogar die Sätze der Charaktere beenden können, so durchschaubar war es. *schüttel* nichts für mich.

Charaktere

Die fand ich an dieser Stelle leider alle ein bisschen platt. Im Nachhinein kann ich mich eigentlich nur noch an die Namen der Hauptcharaktere erinnern, und auch nur, weil sie auf dem Buchdeckel stehen. Sehr blasse Figuren, ich konnte mich in keinen wirklich verlieben und finde es auch nicht sooo schade drum.

Fazit

Cassia & Ky war eher so eine "solala"-Dystopie-Story, die mich einfach nicht überzeugen wollte, und die auch einfach nichts Besonderes war. Manchmal habe ich vor Langeweile ganze Seiten übersprungen, weil einfach nichts Spannendes passiert ist. Schade! Leider nur 2 von 5 Federn.


Dienstag, 20. Januar 2015

[Rezension] Selection

Autorin: Kiera Cass
Reihe: Band 1/3
Seiten: 368
Genre: Jugendbuch, Romance, Dystopie (?)
Preis: 9,99 Euro (TB), HIER kaufen

35 perfekte Mädchen – und eine von ihnen wird erwählt. Sie wird Prinz Maxon, den Thronfolger des Staates Illeá, heiraten. Für die hübsche America Singer ist das die Chance, aus einer niedrigen Kaste in die oberste Schicht der Gesellschaft aufzusteigen und damit ihre Familie aus der Armut zu befreien. Doch zu welchem Preis? Will sie vor den Augen des ganzen Landes mit den anderen Mädchen um die Gunst eines Prinzen konkurrieren, den sie gar nicht begehrt? Und will sie auf Aspen verzichten, ihre heimliche große Liebe?
Lieblingszitat
"Ich umarme sonst nur meine Mutter.", sagte er. "Mache ich das richtig?"
Ich lachte. "Bei einer Umarmung kann man nicht viel falsch machen."

Meine Meinung

Ich liebe es, gehypte Bücher zu lesen. Nein, echt. Zum einen, weil ich immer auf Verfilmungen hoffe (ich LIEBE Buchverfilmungen), zum anderen weil ich so gern sage: "Gehypte Bücher sind meistens nicht mal halb so gut wie ihr Ruf". Oh ja, ich bin ein kleiner Anti.
Bei Selection hatte ich (aufgrund des Covers vielleicht?) irgendwie auf Fantasy getippt. Oder eine typische Dystopie. Das war es dann aber gar nicht.
In der Mitte steht die Liebesgeschichte. Erst die zwischen America (sorry, aber was für ein blöder Name) und ihrem Jugendfreund Aspen - die dann aber zerbricht - und später kommt noch Prinz Maxon dazu, der nach und nach anfängt, Americas Herz zu erobern. Im Nebenplot erfährt man dann aber, dass es noch um etwas anderes geht: Die Königsfamilie und die Rebellion, gegen die sie sich zur Wehr setzen muss. Kriegerische Zustände herrschen außerhalb der Schlossmauern.
Der Start war meiner Meinung nach sehr abrupt, es gab viel sinnloses Durcheinandergequatsche und auch der holprige Schreibstil wollte mich erst einmal abschrecken. Es folgen ein paar lückenhafte Erklärungen zum Kastensystem, durch die man erst im Verlauf der Story etwas durchsteigt. (Ich zumindest).
Ich muss den meisten Rezensenten zustimmen: was danach kommt, ist eine Casting-Show im Stil von "Der Bachelor", ganz unverkennbar. Im Gegensatz zu einigen sehr kritischen Stimmen fand ich es aber eine echt lustige Idee - definitiv mal etwas anderes, als der ganze schnöde Dystopie-Einheitsmatsch. Definitiv eine unterhaltsame Masche, die mich trotz einiger "Oh Gott, was für ein Mist"-Ausrufe während des Lesens, erstaunlicherweise bis zum Ende am Ball gehalten haben.
Die wenigen Auftritte der Rebellen empfand ich als nicht so bedrohlich, wie sie vielleicht hätten sein sollen. Und zu der Hauptfigur America konnte ich auch keine Bindung aufbauen. (Und ich schwöre, das lag nicht nur an ihrem schrecklichen Namen!) Sie war anfangs so unhöflich zu Maxon, das habe ich an vielen Stellen einfach nicht verstanden. Und was sie an diesem eigenartigen Aspen findet sowieso nicht.
Von der Story her muss ich sagen, dass eigentlich gar nicht so viel passiert, es war eben wie eine TV-Show mit ein bisschen Zickenkrieg, Herzschmerz und einer Prise Krieg. Das Ende kam mir ein bisschen unvermittelt, und auch wenn der erste Band recht lustig war, reizt es mich nicht sonderlich, mir auch den zweiten zuzulegen.

Charaktere

TEAM MAXON! Aber sowas von. Der Prinz ist einfach so höflich, sympathisch und niedlich, dass er mir gleich das Herz geraubt hat. Außerdem wirkt er so überaus ehrlich - im Gegensatz zu Aspen. America, nimm den Prinzen und lass den Deppen ziehen!!!!

Fazit

Alles in allem habe ich an "Selection" ein paar unterhaltsame Stunden verbracht. Für mehr hat es allerdings nicht gereicht, die Reihe hat nach dem ersten Buch ihren Reiz für mich verloren. Aber ich werde mir sicher von irgendwem erzählen lassen, für wen sie sich entscheidet ;) 3 von 5 Federn!


Samstag, 6. Dezember 2014

[Rezension] Skylark - Der Eiserne Wald

Autorin: Meagan Spooner
Reihe: Band 1/3
Seiten: 449
Genre: Jugendbuch, Dystopie, Fantasy
Preis: HIER kaufen

Lark lebt in einer Welt, die nur durch eine Mauer vom sagenumwobenen Eisernen Wald getrennt ist. Innerhalb der Mauern haben die Menschen eine hoch entwickelte Zivilisation aufgebaut, zu der jeder seinen Teil beiträgt. Lark, die über magische Fähigkeiten verfügt, kann es kaum erwarten, ihren Platz in der Gesellschaft einzunehmen, sobald sie sechzehn ist. Als sie allerdings entdeckt, was genau sie nach ihrem Geburtstag erwartet, fasst sie einen unglaublichen Entschluss: Sie flieht in die Wildnis jenseits der Mauer, in deren Dunkel Gefahren lauern, von denen sich die Menschen nur hinter vorgehaltener Hand erzählen. Doch Lark ist nicht allein. Andere haben vor ihr bereits den Schritt gewagt. Jeden Tag riskieren sie aufs Neue ihr Leben für ihren großen Traum: Freiheit.

Lieblingszitat

Dies könnte dein letzter Sonnenaufgang sein, sagte ich mir. Wenn du Glück hast.

Meine Meinung

"Skylark" hat mich vom Cover her eigentlich gar nicht angesprochen. Aber da ich gerade auf der Suche nach neuen Büchern war und der Klappentext nach einer interessanten Dystopie klang (nach denen ich in letzter Zeit fast sogar gezielt spüre....), habe ich es mir dann doch gekauft.
Ab der ersten Seite wird man in die Welt von Lark Ainsley geworfen. Nach Kriegen wurde eine magische Mauer um die Stadt errichtet, in der sie lebt. Die Magie, die die Menschen allgegenwärtig umgibt, fast wie Elektrizität, wohnt auch in ihnen. Aber um die Stadt weiter am Laufen zu halten und die Maschinen anzutreiben, werden die Kinder immer nach einer Weile "geerntet" - sprich, ihnen wird ihre Magie entzogen. Lark wartet sehnsüchtig auf diesen Tag, denn seit ihr Bruder Basil starb, will sie endlich ihren Platz in der Gesellschaft einnehmen. Doch an ihrem Tag der Ernte, der Tag an dem sie das Institut betritt, ist auch der Tag, an dem sie etwas Schreckliches erfährt. Daraufhin flüchtet sie durch die Mauer nach draußen, weg von der Stadt und auf der Suche nach dem sagenumwobenen, eisernen Wald.
 Schon von Anfang an bekam ich das Gefühl, dass "Skylark" ganz anders ist als die Bücher, die ich bisher gelesen habe. Man erlebt kaum Erklärungen, ist vor allem anfangs unheimlich verwirrt und versucht sich mit den Bruchstücken an Wissen, die Lark von sich gibt, ein Bild von der Welt zu erschaffen, in der sie lebt. Den Gedanke, dass die Maschinen von Magie betrieben werden, fand ich sehr interessant, es war mal etwas Neues. Und auch dass manche Menschen die Magie benutzen konnten, fand ich schön.
Das Buch ist aus der Ich-Perspektive von Lark geschrieben und da sie fast die Hälfte des Buches über allein unterwegs und damit allein mit ihren Gedanken ist, beschäftigt man sich natürlich auch wahnsinnig viel mit ihr. Ihre Empfindungen, ihre Erinnerungen, ihre Wünsche - das hat sich für mich sehr intensiv angefühlt. Ihre Reaktionen auf die Welt fand ich verständlich und an manchen Stellen sogar etwas amüsant - zum Beispiel hat sie Angst, dass der Himmel sie "auffrisst".
Allerdings muss ich sagen, dass ich ihre Reise nach einer Weile auch ziemlich ermüdend fand. Irgendwann haben sich ihre Beschreibungen der Umgebung nach den vielen Seiten in die Länge gezogen und ich habe dann doch einige Absätze übersprungen. Da hat auch der kleine Kobold Nix, der sie begleitet, als kleiner Lichtblick nicht viel geholfen.
Und dann kommt Oren - und es verändert sich. Anfangs fand ich den "wilden Jungen" etwas befremdlich, aber er wird immer toller und irgendwann war ich richtig verliebt in ihn. Seine harte Fassade wird immer wieder durch seine weichen Blicke durchbrochen, seine Charakterentwicklung war unheimlich niedlich zu beobachten.
Zum Ende will ich nicht viel verraten, aber es kam irgendwie unerwartet. Ich denke sogar, dass ich mir bei Erscheinen den zweiten Band kaufen werde, denn das Ende hat mich neugierig auf die Folgebände gemacht. Ich will wissen, wie es mit Lark weitergeht. Mit Kris und Oren. Und natürlich, ob Basil doch noch lebt. Guter Schluss!

Charaktere

Mein Lieblingscharakter ist natürlich Oren, wie sich in der Rezension ja schon andeutet. Dieses rohe, animalische, zu dem er besonders am Anfang neigt, wollte mich erst abschrecken - aber ich habe ihn immer mehr gemocht, genau so wie es auch Lark mit ihm erging. Er hat einen sehr weichen Kern und ich hoffe, dass sich nach der Enthüllung am Ende nichts daran ändern wird.
Aber es gab auch kleine Nebencharaktere, wie Tamren oder Nix, die mir ans Herz gewachsen sind. Gerade ersterer hat nur ein paar Sätze im Buch, aber ich fand ihn unheimlich niedlich :)
Und auch wenn er zu Anfang tot zu sein scheint - ich mochte Basil. Einfach nur aus Larks Erzählungen heraus, was er früher getan und gesagt hat, wusste ich, dass er eine tolle Figur ist. Ich bin gespannt, was sich daraus noch ergibt.

Fazit

"Skylark - Der eiserne Wald" war an vielen Stellen etwas langatmig und hat lange gebraucht, um sich richtig zu entfalten - dann aber war es wirklich spannend und die Charaktere haben einen Weg in mein Herz gefunden. Ich freue mich auf Band 2, der hoffentlich bald erscheint, und vergebe 4 von 5 Federn!


Freitag, 21. November 2014

[Rezension] Die Auserwählten - In der Todeszone

Autor: James Dashner
Reihe: Die Auserwählten, 3/3
Seiten: 472
Genre: Jugendbuch, Dystopie
Preis: 13,99 (kindle-Version), HIER kaufen

Thomas wird sich auf keinen Fall den Kopf aufschneiden lassen! Auch wenn er durch diese Operation sein Gedächtnis zurückbekommen soll. Denn den Wissenschaftlern von ANGST darf man nicht trauen. Nicht nach all den grausamen Prüfungen, die Thomas und seine Freunde durchstehen mussten. Nicht nach all den Versprechen, die gebrochen worden sind. Thomas muss endlich dafür sorgen, dass ANGST ihn nie wieder kontrollieren und manipulieren kann.

 Lieblingszitat

Minho gab einen Schuss auf eins der kleinen Metallwesen ab, verfehlte es aber jämmerlich und hätte beinahe Newt getroffen, der aufjaulte und, seinem Gesicht nach zu urteilen, am liebsten zurückgeschossen hätte.

Meinung

Vorbei. Es kommt nicht oft vor, dass ich eine Trilogie oder überhaupt eine Buchreihe zu Ende lese. Bei "Die Auserwählten" habe ich es getan, weil mir nach einer Weile die Figuren sehr ans Herz gewachsen sind und ich wissen wollte, wie es ausging. Nun habe ich den letzten Band zu Ende gelesen und fühle mich ganz eigenartig.
Das letzte Buch der Reihe war gewohnt spannend, aber auch gewohnt verwirrend. Allerdings gibt es auch endlich ein paar Antworten auf die Fragen, die man sich seit Band 1 stellt. Man blickt hinter die Kulissen von ANGST, erfährt, wie es zur Verbreitung des Brandes kam und noch einiges mehr. Bei vielen Charakteren hatte ich das Gefühl, dass sie sich weiter entwickelt haben. Nur ein einziger Charakter, Newt, hat eine schreckliche Wandlung vollzogen. Da er vorher einer meiner Lieblinge war, war ich sehr traurig über alles, was in diesem Band aus ihm geworden ist.
Allgemein fand ich, dass sich viele Stellen des Buches sehr gezogen haben. Die Geschichte war weiterhin sehr undurchsichtig und ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wie es wohl am Ende ausgehen wird. Aber einige Kapitel waren mir dann doch zu langatmig.
Als es langsam an die letzten Kapitel geht, steigt die Spannung wieder sehr. Allerdings muss ich zugeben, dass der Weg für Thomas und seine Freunde zu leicht schien. Auch wenn immer noch Leute gestorben sind und auch wenn der Autor weiterhin schreckliche Ereignisse und Fallen eingebaut hat - ich bin den Gedanken nicht losgeworden, dass einfach alles zu glatt geht. Zu den Toden muss ich außerdem sagen, dass sie mir sehr gestellt wirkten, sehr gezwungen. Bis auf einen hat mich keiner von ihnen berührt, was ich sehr schade fand.
Das Ende war nicht vorhersehbar, aber ich kann auch nicht sagen, dass ich es super gut fand. Irgendwie hat es mich ein bisschen verwirrt und - ich kann nicht sagen warum - mit einem unzufriedenem Gefühl zurückgelassen.

Charaktere

Obwohl ich im letzten Band noch Hass- und Lieblingscharaktere hatte, habe ich mich emotional mittlerweile etwas von ihnen entfernt. Ich liebe Newt, wirklich sehr. Und ich liebe Minho. Aber nicht aufgrund des letzten Bandes, sondern weil ich sie über die gesamte Reihe mochte.
Einen Hasscharakter habe ich mittlerweile nicht mehr. Die, die es vorher waren, haben sich im dritten Band neutralisiert.

Fazit

Die "Die Auserwählten"-Trilogie war spannend und konnte mit einem Ende aufwarten, mit dem ich irgendwie nicht gerechnet habe. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich auf der letzten Seite froh war, dass ich sie durchhatte. Leider war der letzte Band kein würdiger Abschluss, deshalb vergebe ich 3 von 5 Federn.
Außerdem ein Farewell an meine liebsten Charaktere - es war schön mit euch :)



Dienstag, 28. Oktober 2014

[Rezension] Die Auserwählten - In der Brandwüste

Mit der heutigen Rezension werden sich ein paar kleine Dinge an den Inhalten meiner Rezensions-Posts verändern. Ich habe ein bisschen was an den Kurzinfos gemacht und zu meiner Lieblingsfigur noch meinen Hasscharakter addiert...also viel Spaß ;)

Autor: James Dashner
Reihe: Die Auserwählten, 2/3
Seiten: 504
Genre: Jugendbuch, Dystopie (?) Science Fiction
Preis: 8,99 Euro, HIER kaufen

Sie haben einen Ausweg aus dem tödlichen Labyrinth gefunden und geglaubt, endlich wären sie frei. Doch auf Thomas und seine Freunde wartet das Grauen: sengende Hitze, verbranntes Land und ein tödlicher Virus.
Und noch immer halten die undurchsichtigen Schöpfer die Fäden in der Hand. Damit steht den Jungen die nächste Prüfung bevor. Sie müssen innerhalb von zwei Wochen die Brandwüste durchqueren, sonst sind sie verloren …

Lieblingszitat
Thomas hechelte ein Ja und Newt sagte: "Ich würde sagen, wir sind in der Hölle gelandet. Dass du da hinkommen würdest, war mir klar, Minho, aber Thomas und ich doch nicht." 
Meinung zum Buch

Krank. Düster. Blutig. Verstörend. Über alle Maßen verwirrend.
Das sind nur ein paar Wörter, mit denen man den zweiten Teil der "Auserwählten"-Trilogie von James Dashner beschreiben kann. Das Buch schmeißt einen bereits zu Beginn in einen Strudel aus Emotionen und Gehirnakrobatik, und auch die Spannung ist ein Grund dafür, dass man es einfach nicht zur Seite legen kann.
Gleich zu Anfang sei gesagt: "Die Auserwählten - In der Brandwüste" ist keinesfalls eine Erklärung für die Geschehnisse im ersten Teil. Im Gegenteil. Wo man eigentlich Antworten erwartet, wirft dieser Band nur noch mehr Fragen auf. Die ganze Zeit über ist man nicht sicher, wen von den Charakteren man überhaupt vertrauen kann, wer wirklich auf Thomas' Seite steht. Man spürt seine Frustration, Verzweiflung und Unsicherheit am eigenen Leib - und ich finde, wenn der Autor das bei einem Leser erzeugen kann, ist das auf jeden Fall ein hervorhebenswerter Punkt.
Leider war der mittlere Band der Trilogie nicht so gut wie der erste. Das mag sicher daran liegen, dass viele Stellen etwas langgezogen waren (mir kamen besonders die Stellen so vor, in denen meine Lieblinge nicht dabei waren *g*) und manchmal die Fragen im Kopf so viele wurden, dass sie sich zu einem dicken Knäuel von "HÄ???" vereinigten. Außerdem kam es mir an manchen Stellen so vor, als würde Thomas im ganzen Buch entweder schlafen oder bewusstlos sein - dafür ist er an anderen Parts der Geschichte wieder aufgetaut und hat Mut bewiesen, den ich ihm gar nicht mehr zugetraut hätte.
Das ist wohl der wichtigste Punkt der Geschichte: Die Überraschung, die einen manchmal wirklich packt. Ich weiß noch, dass ich an einer Stelle vor Schreck zusammengezuckt bin, weil ich mir alles so bildlich vorgestellt habe, wie eine Filmszene. Und dann war da plötzlich - nein, keine Spoiler. Aber ich war ernsthaft erschrocken, wie man es bei einem Horrorfilm ist, wenn der Mörder auf einmal hinter einer Ecke hervorspringt.
Auch die Vorstellungskraft ist eine wichtige Eigenschaft, die ein Leser dieses Buches mitbringen muss. Denn wer sich bei der Beschreibung einer Maschine oder eines Monsters nicht wirklich ein klares Bild machen kann, wird sich wahrscheinlich schnell langweilen. Ich persönlich musste mir manche Absätze doppelt durchlesen, um wirklich einen Film vor meinen Augen ablaufen zu lassen - aber dann hat es wirklich Spaß gemacht.

Die Charaktere

Lieblinge: Bleiben die gleichen wie beim ersten Teil. Newt ist die Stimme der Vernunft, der auch gern mal ein paar sarkastische Sprüche loslässt, aber immer einen kühlen Kopf bewahrt. An Minho liebe ich, dass er so ein Hitzkopf ist, aber irgendwie auch immer der Retter in der Not, den alle bejubeln. Außerdem lässt er in diesem Band manchmal ein paar wirklich witzige Bemerkungen vom Stapel, bei denen ich mich - trotz der düsteren Stimmung - richtiggehend kringeln musste.
Auf-die-hätte-ich-verzichten-können: Brenda. Himmel, ging das Mädchen mir auf den Keks. Ihre ständigen Schmuseattacken und ihre Launigkeit empfand ich wirklich als nervtötend. Außerdem mag ich Teresa nicht, auch wenn ich nicht genau sagen kann, wieso. Ich denke, am Ende habe ich genau so empfunden, wie Thomas.

Fazit

"Die Auserwählten - In der Brandwüste" hat mich leider nicht so überzeugt, wie sein Vorgänger. Dennoch war es ein Feuerwerk an Spannung, Verwirrung und Emotionen. Meine Lieblingscharaktere Newt und Minho haben ihr Übriges dazu getan. Am liebsten würde ich 4,5 Federn geben. Da ich aber keine halben Punkte vergebe, werden es bei diesem Teil leider nur vier.


Donnerstag, 4. September 2014

[Rezension] Die Auserwählten - Im Labyrinth

Titel: Die Auserwählten - Im Labyrinth (Band 1 von 3)
Autor: James Dashner
Seiten: 496
Genre: Jugendbuch, Dystopie, Thrill
Sein Name ist Thomas. An mehr kann er sich nicht erinnern. Und er ist an einem bizarren Ort gelandet: eine Lichtung, umgeben von einem riesigen Labyrinth.
Doch er ist nicht der Einzige. Zusammen mit fünfzig Jungen, denen es genauso geht wie ihm, sucht er einen Weg in die Freiheit. Der führt durch das Labyrinth, dessen gewaltige Mauern sich Nacht für Nacht verschieben und in dem mörderische Kreaturen lauern.
Doch gibt es wirklich einen Weg hinaus? Ist das Ganze eine Prüfung? Und wer hat sich dieses grauenvolle Szenario ausgedacht? Den Jungen bleibt nicht viel Zeit, um das herauszufinden.

Lieblingszitat
"Das ist ein Grund, warum wir hier alle schön sauber und ordentlich schuften. Wenn man faul ist, dann wird man traurig. Und wenn man traurig wird, dann will man aufgeben. So einfach ist das."
Meinung zum Buch

Von diesem Buch habe ich das erste Mal unter der Bezeichung "Maze Runner" gehört - und zwar als Trailer zu einem Kinofilm. Da der Trailer unheimlich spannend klang, habe ich sofort bei Amazon gesucht und den ersten Band bestellt. Und dann ging die Reise auch schon los.
Das wohl hervorstechendste Merkmal von "Die Auserwählten - Im Labyrinth" ist, dass es unheimlich spannend ist. Man wird in die Geschichte geworfen, genau wie die Hauptfigur Thomas am Anfang: Man hat keine Ahnung, wo man ist, was passiert ist, und wie es in dieser kleinen Welt läuft. Ganz langsam, Stück für Stück, erkundet man die Lichtung, das Labyrinth darum und die Jugendlichen, die in dieser Welt leben. Das fühlt sich so echt und nervenaufreibend an, als wäre man selbst dabei, und das finde ich einfach TOLL. Die Story ist rasant erzählt und es kam öfter vor, dass ich vor Spannung die Luft angehalten habe. Das Buch war zu keiner Sekunde langweilig.
Der nächste Punkt sind die Figuren, und auch die haben mich restlos begeistert. Jeder von ihnen ist wundervoll ausgearbeitet, jeder hat eine Geschichte und einen Charakter, dem er treu bleibt. Die Jugendlichen benehmen sich echt - ja, sie haben verdammte Angst, ja sie sind nicht immer die mutigen Helden. Sie sind erfrischend und lebensecht, und ich konnte die meisten von ihnen gut leiden. Die, die ich nicht leiden konnten, waren auch die, die Thomas nicht leiden konnte. Der Autor hat es geschafft, meine Gefühle genau dahin zu lenken, wo er sie anscheinend haben wollte, was ich ziemlich beeindruckend fand.
Was ich außerdem super gestaltet fand, waren die Schauplätze (so beschrieben, dass ich sie alle direkt vor Augen hatte) und die Bösewichte - Die Griewer. Bei diesen Wesen, halb Mensch, halb Maschine, kam mir jedes Mal eine Gänsehaut. Einfach klasse, so muss es sein!
Das Ende war etwas hastig erzählt, absolut verwirrend und an einer Stelle ein bisschen traurig. Allerdings nicht unbedingt auf eine negative Art und Weise, es erschien mir alles irgendwie passend. Der Epilog ist ein Cliffhanger, der mich unheimlich neugierig auf die folgenden Bände macht. Und das ist bei mir wirklich nicht leicht.

Lieblingscharakter

Waren in diesem Buch gleich zwei, ich konnte mich nicht entscheiden.
Newt. Er ist irgendwie der geborene Anführer, der die meiste Zeit einen kühlen Kopf bewahrt und mir von Anfang an sympathischer war, als der eigentliche Anführer Alby. Ich mochte ihn total gern.
Minho. Er ist der Hüter der Läufer, also der Anführer der Gruppe, die jeden Tag das Labyrinth erkundet. Minho ist mutig und bleibt meistens cool und selbstbewusst. Das finde ich an männlichen Figuren ziemlich toll.

Fazit

"Die Auserwählten - Im Labyrinth" ist ein Buch der Extraklasse. Es ist unheimlich spannend, und man fiebert die ganze Zeit mit den Hauptfiguren mit und will wissen, wie es weitergeht. Eine Liebesgeschichte gibt es zwar nicht, aber gerade das fand ich in dieser Geschichte vollkommen angemessen. Der Nervenkitzel hat mich vollkommen überzeugt und das Buch bekommt volle fünf Federn!