Dienstag, 20. Januar 2015

[Rezension] Selection

Autorin: Kiera Cass
Reihe: Band 1/3
Seiten: 368
Genre: Jugendbuch, Romance, Dystopie (?)
Preis: 9,99 Euro (TB), HIER kaufen

35 perfekte Mädchen – und eine von ihnen wird erwählt. Sie wird Prinz Maxon, den Thronfolger des Staates Illeá, heiraten. Für die hübsche America Singer ist das die Chance, aus einer niedrigen Kaste in die oberste Schicht der Gesellschaft aufzusteigen und damit ihre Familie aus der Armut zu befreien. Doch zu welchem Preis? Will sie vor den Augen des ganzen Landes mit den anderen Mädchen um die Gunst eines Prinzen konkurrieren, den sie gar nicht begehrt? Und will sie auf Aspen verzichten, ihre heimliche große Liebe?
Lieblingszitat
"Ich umarme sonst nur meine Mutter.", sagte er. "Mache ich das richtig?"
Ich lachte. "Bei einer Umarmung kann man nicht viel falsch machen."

Meine Meinung

Ich liebe es, gehypte Bücher zu lesen. Nein, echt. Zum einen, weil ich immer auf Verfilmungen hoffe (ich LIEBE Buchverfilmungen), zum anderen weil ich so gern sage: "Gehypte Bücher sind meistens nicht mal halb so gut wie ihr Ruf". Oh ja, ich bin ein kleiner Anti.
Bei Selection hatte ich (aufgrund des Covers vielleicht?) irgendwie auf Fantasy getippt. Oder eine typische Dystopie. Das war es dann aber gar nicht.
In der Mitte steht die Liebesgeschichte. Erst die zwischen America (sorry, aber was für ein blöder Name) und ihrem Jugendfreund Aspen - die dann aber zerbricht - und später kommt noch Prinz Maxon dazu, der nach und nach anfängt, Americas Herz zu erobern. Im Nebenplot erfährt man dann aber, dass es noch um etwas anderes geht: Die Königsfamilie und die Rebellion, gegen die sie sich zur Wehr setzen muss. Kriegerische Zustände herrschen außerhalb der Schlossmauern.
Der Start war meiner Meinung nach sehr abrupt, es gab viel sinnloses Durcheinandergequatsche und auch der holprige Schreibstil wollte mich erst einmal abschrecken. Es folgen ein paar lückenhafte Erklärungen zum Kastensystem, durch die man erst im Verlauf der Story etwas durchsteigt. (Ich zumindest).
Ich muss den meisten Rezensenten zustimmen: was danach kommt, ist eine Casting-Show im Stil von "Der Bachelor", ganz unverkennbar. Im Gegensatz zu einigen sehr kritischen Stimmen fand ich es aber eine echt lustige Idee - definitiv mal etwas anderes, als der ganze schnöde Dystopie-Einheitsmatsch. Definitiv eine unterhaltsame Masche, die mich trotz einiger "Oh Gott, was für ein Mist"-Ausrufe während des Lesens, erstaunlicherweise bis zum Ende am Ball gehalten haben.
Die wenigen Auftritte der Rebellen empfand ich als nicht so bedrohlich, wie sie vielleicht hätten sein sollen. Und zu der Hauptfigur America konnte ich auch keine Bindung aufbauen. (Und ich schwöre, das lag nicht nur an ihrem schrecklichen Namen!) Sie war anfangs so unhöflich zu Maxon, das habe ich an vielen Stellen einfach nicht verstanden. Und was sie an diesem eigenartigen Aspen findet sowieso nicht.
Von der Story her muss ich sagen, dass eigentlich gar nicht so viel passiert, es war eben wie eine TV-Show mit ein bisschen Zickenkrieg, Herzschmerz und einer Prise Krieg. Das Ende kam mir ein bisschen unvermittelt, und auch wenn der erste Band recht lustig war, reizt es mich nicht sonderlich, mir auch den zweiten zuzulegen.

Charaktere

TEAM MAXON! Aber sowas von. Der Prinz ist einfach so höflich, sympathisch und niedlich, dass er mir gleich das Herz geraubt hat. Außerdem wirkt er so überaus ehrlich - im Gegensatz zu Aspen. America, nimm den Prinzen und lass den Deppen ziehen!!!!

Fazit

Alles in allem habe ich an "Selection" ein paar unterhaltsame Stunden verbracht. Für mehr hat es allerdings nicht gereicht, die Reihe hat nach dem ersten Buch ihren Reiz für mich verloren. Aber ich werde mir sicher von irgendwem erzählen lassen, für wen sie sich entscheidet ;) 3 von 5 Federn!


Kommentare:

  1. *lach* eine kluge Entscheidung es nach Band 1 auf sich beruhen zu lassen. Hätte ich auch lieber tun sollen^^ Doch wegen des Unterhaltungswerts hab ich weitergelesen. Für Band 2 wars noch ganz okay. weil es immerhin ähnlich witzig war, wie Band 1. Band 3 war dann aber echt unter aller Kanone. An "The Heir" kriegen mich keine 10 Pferde mehr ran. Man muss ja mal aus seinen Fehlern lernen :D

    Deine Meinung kann ich gut nachvollziehen, freut mich dass du auch deinen Spaß hattest!

    Liebe Grüße,
    Tina

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    1. Hallo liebe Tina!

      Haha, gut, dann muss ich meine Entscheidung ja nicht bereuen!
      Aber ich würde trotzdem gern wissen, für wen sie sich entscheidet :D

      Liebe Grüße,
      Fynni.

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