Für viele Mädchen sind sie doch noch immer das Schönste: Die Momente, wenn die Hauptcharakter endlich über ihren eigenen Schatten springen und die Köpfe zu einem Kuss neigen *schmatz* Sind das nicht diese Augenblicke, an denen man zumeist ein zufriedenes Seufzen hören lässt?
Ja, Kuss-Szenen sind mir unheimlich wichtig, ich bin ein absoluter Romantiker, was das angeht. Was glaubt ihr, wie oft ich dasitze und das Buch anbrülle: "Jetzt küsst euch doch mal endlich, verdammt!" - kleiner Tipp: Sehr oft.
Natürlich ist die richtige Atmosphäre für den ersten Kuss entscheidend. Er darf nicht zu früh passieren, das macht die Stimmung kaputt. Er sollte allerdings auch nicht ewig nach hinten verschoben werden, denn dann wird es langweilig. Außerdem sollte er, zumindest für diesen einen Moment, das Hauptaugenmerk der Szene sein. Küsse, die sich im Hintergrund abspielen!? - Nein, danke! Die Charaktere sollten allein sein, sich in intimer Atmosphäre irgendwo befinden...und der perfekte Kuss bringt mich zB. dazu, dass mein Herz mit den Personen um die Wette hüpft und mir ein Quietschen entfährt. Ja, dann ist ein erster Kuss perfekt. Und natürlich sollte es nicht der eine und einzige Kuss im Buch bleiben ... (gern darf auch etwas mehr passieren).
Aber Küsse sind nicht die einzigen Momente, die mich zum Quietschen bringen. Eine versteckte Liebeserklärung, die Umarmung eines sonst so kühlen Charakters, eine beschützende Handlung - es gibt einige Dinge, die mich für eine fehlende Kussszene entschädigen können. Wichtig ist, dass man sich mit einem zufriedenen Seufzen zurücklehnen kann und denkt: "Na endlich, ich wusste schon immer, dass die beiden zusammengehören!"
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Sonntag, 1. Februar 2015
Donnerstag, 22. Januar 2015
[Kolumne] Die Post-Buch-Depression
Kennt ihr das auch? Gerade noch habt ihr ein wundervolles Buch gelesen, und dann kommt das Unvermeidbare: Die letzte Seite. Egal, wie lange man es herauszögert, und wie wenig man diesen Gedanken mag ... auch von den besten Büchern gibt es irgendwann einmal die letzte Seite.
Meine schlimmste Post-Buch Depression hatte ich nach Harry Potter. Ganz einfach, weil die Bücher mich über so viele Jahre begleitet haben, weil ich so viele Monate oft gewartet und mein Taschengeld gespart habe, bis endlich das nächste Buch kam - da will man doch gar nicht an sie denken. SIE, diese vermaledeite, letzte Seite.
Mittlerweile ist es so, dass ich nach jedem guten Buch eine kleine Depression entwickle, besonders schlimm ist es bei Reihen, dir mir ans Herz gewachsen sind. Deshalb sind SUBs so etwas Tolles - man hat gleich etwas Neues zur Hand, mit dem man sich über den Verlust hinwegtrösten kann ;) Dummerweise ist das ein Teufelskreis. Ich hoffe, dass mir niemals die Bücher ausgehen *lach*.
Vielleicht wird das jetzt mein Leben lang so laufen. Buch lesen - Buch lieben - Über das Ende des Buches traurig sein - Neues Buch beginnen - Neues Buch lieben......
Wenn ich aber mal ganz ehrlich darüber nachdenke, wie viele tolle Charaktere ich in den vielen Jahren meiner Lesezeit schon kennen gelernt habe, wie oft ich mich schon in Figuren verliebt, wie oft ich mit ihnen gelitten und wie oft sie mich einfach so inspiriert haben - ja, ich glaube, dann kann ich selbst mit immer wiederkehrenden Post-Buch Depressionen leben. Denn sie bedeuten immer den Anfang von etwas ganz Neuen!
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