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Sonntag, 8. März 2015

[Rezension] Das Labyrinth erwacht

Autor: Rainer Wekwerth
Reihe: Das Labyrinth, Band 1/3
Seiten: 408
Genre: Fantasy, Jugendbuch
Preis: 6,66 Euro (Broschiert), HIER kaufen

Das Labyrinth. Es denkt. Es ist bösartig. Sieben Jugendliche werden durch Raum und Zeit versetzt. Sie wissen nicht mehr, wer sie einmal waren. Aber das Labyrinth kennt sie. Jagt sie. Es gibt nur eine einzige Botschaft an jeden von ihnen: Du hast zweiundsiebzig Stunden Zeit das nächste Tor zu erreichen oder du stirbst. Problem Nummer Eins, es gibt nur sechs Tore. Problem Nummer Zwei, ihr seid nicht allein.

Lieblingszitat
Wer auch immer hinter alldem steckt, möchte uns zwar sterben sehen, will aber nicht, dass wir dabei frieren.
Meine Meinung

Dieses Buch wurde mir von einer Freundin empfohlen, und weil der Klappentext so spannend klang, habe ich es direkt auf meine Wunschliste gesetzt und vor kurzem dann endlich angefangen.
Als ich die ersten Seiten gelesen hatte, fühlte ich mich zuerst einmal an die "Maze Runner"-Trilogie erinnert. Jugendliche, die auf einer "Lichtung" erwachen, nur eine Erinnerung an ihren Namen haben, und sich durch ein Labyrinth kämpfen müssen. Außerdem scheint eine tödliche Gefahr zu lauern, wenn es dunkel wird - was mich gleich an die Griewer denken ließ.
Am Anfang  lernen sich die Jugendlichen erst einmal kennen: Jenna, Jeb, Tian, Kathy, Léon, Mary und Mischa. Ich dachte zuerst, dass das vielleicht zu viele sein könnten, aber man kommt recht schnell zurecht. Eigentlich finde ich es sogar ganz gut, eine Gruppe von Jugendlichen zu haben, aus der ich mir meinen Liebling picken kann - wenn es da in diesem Buch nicht einen großen Makel gegeben hätte: Die Charaktere sind total langweilig. Sie sind farblos, blass gezeichnet und ich konnte zu keinem wirklich eine Beziehung aufbauen, vor allem mit Mary, Jenna und Jeb ist es mir schwer gefallen, warm zu werden.
Die Story wäre an sich wahrscheinlich spannend gewesen, allerdings hat das Manko mit den Charakteren dazu geführt, dass sich das Buch total gezogen hat. Die Idee von den Bösen fand ich wirklich gut, sie wirkten unheimlich und die Sache mit den Ängsten und dem "Eis" war auch mal etwas Neues. Leider konnten sie die Story nicht mehr wirklich rausreißen.
Die Grundidee war gut, aber irgendwann kam ich mit der Geschichte einfach gar nicht mehr voran. Ich habe immer wieder Seiten übersprungen und hab tagelang gar nicht mehr weiter gelesen. Die Charakterentwicklung wirkte auf mich nicht ganz glaubhaft, die Liebesgeschichte irgendwie gezwungen. Ich konnte nicht mitfiebern und war am Ende des Buches auch von zwei Punkten absolut überzeugt: den zweiten Band werde ich nicht lesen & ich werde wahrscheinlich bald vergessen haben, was in dem Buch passiert ist.
Sehr, sehr schade.

Lieblings/Hasscharaktere

Wie gesagt: Die Charaktere waren irgendwie absolut nicht meins. Nach einer Weile mochte ich Mischa ganz gern, und Léon war auch ein starker Charakter, der sich meiner Meinung nach ganz gut entwickelt hat. Die Sache mit Mary hat mich dann aber doch ein bisschen genervt... Und alle anderen Charaktere haben mich einfach kein Stück beeindruckt.

Fazit

Grundidee war recht spannend und die Bösewichte fand ich recht gut, aber die Charaktere waren einfach nicht gut, die Story nach einer Weile schon nicht mehr spannend und am Ende habe ich verdammt viel übersprungen. Da kann ich einfach nicht mehr als 2 von 5 Federn geben. Dabei hatte ich von dem Buch soooo viel erwartet!


Dienstag, 16. Dezember 2014

[Rezension] Silber - Das erste Buch der Träume


Autorin: Kerstin Gier
Reihe: Silber (1/3)
Seiten: 416
Genre: Jugendbuch, Fantasy
Preis: HIER kaufen

Geheimnisvolle Türen mit Eidechsenknäufen, sprechende Steinfiguren und ein wildgewordenes Kindermädchen mit einem Beil … Liv Silbers Träume sind in der letzten Zeit ziemlich unheimlich. Besonders einer von ihnen beschäftigt sie sehr. In diesem Traum war sie auf einem Friedhof, bei Nacht, und hat vier Jungs bei einem düsteren magischen Ritual beobachtet.
Zumindest die Jungs stellen aber eine ganz reale Verbindung zu Livs Leben dar, denn Grayson und seine drei besten Freunde gibt es wirklich. Seit kurzem geht Liv auf dieselbe Schule wie die vier. Eigentlich sind sie ganz nett.
Wirklich unheimlich – noch viel unheimlicher als jeder Friedhof bei Nacht – ist jedoch, dass die Jungs Dinge über sie wissen, die sie tagsüber nie preisgegeben hat – wohl aber im Traum. Kann das wirklich sein? Wie sie das hinbekommen ist ihr absolut rätselhaft, aber einem guten Rätsel konnte Liv noch nie widerstehen…

Lieblingszitat

"Keine Sorge! In Livs Alter hatte ich viel schlimmere Ringe unter den Augen!"
"Ja, weil du gekifft hast, Mum."
"Unsinn! Gekifft habe ich erst im College."

Meinung zur Story

Bevor ich mit der Rezension anfange: Ich war kein großer Fan von "Rubinrot", weder von den Büchern, noch von dem Film. Da ich aber jemand bin, der an gehypten Büchern nicht ganz vorbeikommt, habe ich mich nach einer Weile doch an Silber gewagt. Und bereits nach ein paar Seiten war ich vollkommen von der Geschichte gefangen.
Gerade im ersten Teil der Story kamen überhaupt keine langweiligen Stellen auf, ich bin nur so über die Kapitel geflogen und wollte gar nicht mehr damit aufhören. Das lag sicher zum einen an der unglaublich leichten, flüssigen Schreibweise von Autorin Kerstin Gier, man liest ihre massige Erfahrung wirklich raus. Aber auch der Humor ist nicht zu knapp gekommen, es gab mehrere Stellen, an denen ich laut lachen musste (was nicht so gut ist, wenn man heimlich im Unterricht liest...)
Die Traumwelt war meiner Meinung nach sehr liebevoll gestaltet, immer wenn Hauptfigur Liv in dieser unterwegs war, habe ich jedes Detail direkt vor meinem inneren Auge gesehen. Es war spannend, langsam die vier Jungen kennen zu lernen, ein Urteil über sie zu bilden (das bei mir immer wieder umgeworfen wurde) und langsam oder sicher hinter ihr Geheimnis zu kommen. Die Idee, in Träumen der anderen herumwandern zu können ist vielleicht nichts komplett Neues, aber ich fand sie sehr aufregend. Auch wenn ich sagen muss, dass ich die Lösung, warum sie das können, irgendwie nicht mehr so cool fand. Ich will nicht spoilern, deswegen sage ich nur: so etwas ist nicht gerade mein Ding ;)
Leider hat dann auch die Geschichte ein bisschen darunter gelitten, im letzten Drittel des Romans haben Spannung und Amüsement leider ganz schön abgenommen. Es war immer noch gut zu lesen, und wirklich gelangweilt habe ich mich auch nicht. Aber es wäre natürlich schön gewesen, wenn die Qualität der Geschichte gleichgeblieben wäre ;)
Zu den Charakteren komme ich wie immer im nächsten Punkt, aber eine Sache muss ich auf jeden Fall noch hervorheben: Der Tittle-Tattle-Blog! Das ist ein Blog über die neue Schule von Liv und ihrer Schwester Mia, ein richtiger Klatschblog. Am Anfang habe ich mir nur gedacht: Himmel, was ist das denn für ein schrecklicher Mist?! Aber nach einer Weile habe ich mich immer wieder gefreut, die Einträge zu lesen, wenn sie kamen - ist das etwa die mädchenhafte Klatschtante in mir!? Und schon jetzt freue ich mich darauf zu erfahren, wer die Betreiberin (oder der Betreiber?!) Secrecy ist ;)

Charaktere

An den Figuren in "Silber" fand ich angenehm, dass sie alle sehr bunt gezeichnet waren und jeder seine charakteristischen Seiten und Eigenarten hatte, die ihn liebevoll gemacht haben - oder eben nicht ;)
Besonders interessant fand ich in diesem Buch die vier männlichen Charaktere: Grayson, Jasper, Henry und Arthur. Meine Meinung zu jedem von ihnen wurde immer wieder durcheinander gewürfelt. Erst fand ich Arthur blöd, dann mochte ich ihn, dann  fand ich ihn wieder blöd. Ich fand Henry unglaublich süß, dann habe ich auf einmal angefangen, ihm zu misstrauen - und was ist eigentlich mit Grayson und seiner schlechten Laune? Und seiner plötzlich aufkeimenden Brüderlichkeit?
Hier war es definitiv nicht nur die Story, auch die Charaktere waren unheimlich spannend!

Fazit

"Silber - Das erste Buch der Träume" ist ein wunderbares, fantastisches Jugendbuch, das mit einer netten Idee, einer spannenden Story und wirklich vielfältigen Charakteren aufwarten kann! Mich hat es unglaublich gut unterhalten und ich denke auch darüber nach, mir den zweiten Band zu kaufen. Verdiente 4 von 5 Federn!


Samstag, 6. Dezember 2014

[Rezension] Skylark - Der Eiserne Wald

Autorin: Meagan Spooner
Reihe: Band 1/3
Seiten: 449
Genre: Jugendbuch, Dystopie, Fantasy
Preis: HIER kaufen

Lark lebt in einer Welt, die nur durch eine Mauer vom sagenumwobenen Eisernen Wald getrennt ist. Innerhalb der Mauern haben die Menschen eine hoch entwickelte Zivilisation aufgebaut, zu der jeder seinen Teil beiträgt. Lark, die über magische Fähigkeiten verfügt, kann es kaum erwarten, ihren Platz in der Gesellschaft einzunehmen, sobald sie sechzehn ist. Als sie allerdings entdeckt, was genau sie nach ihrem Geburtstag erwartet, fasst sie einen unglaublichen Entschluss: Sie flieht in die Wildnis jenseits der Mauer, in deren Dunkel Gefahren lauern, von denen sich die Menschen nur hinter vorgehaltener Hand erzählen. Doch Lark ist nicht allein. Andere haben vor ihr bereits den Schritt gewagt. Jeden Tag riskieren sie aufs Neue ihr Leben für ihren großen Traum: Freiheit.

Lieblingszitat

Dies könnte dein letzter Sonnenaufgang sein, sagte ich mir. Wenn du Glück hast.

Meine Meinung

"Skylark" hat mich vom Cover her eigentlich gar nicht angesprochen. Aber da ich gerade auf der Suche nach neuen Büchern war und der Klappentext nach einer interessanten Dystopie klang (nach denen ich in letzter Zeit fast sogar gezielt spüre....), habe ich es mir dann doch gekauft.
Ab der ersten Seite wird man in die Welt von Lark Ainsley geworfen. Nach Kriegen wurde eine magische Mauer um die Stadt errichtet, in der sie lebt. Die Magie, die die Menschen allgegenwärtig umgibt, fast wie Elektrizität, wohnt auch in ihnen. Aber um die Stadt weiter am Laufen zu halten und die Maschinen anzutreiben, werden die Kinder immer nach einer Weile "geerntet" - sprich, ihnen wird ihre Magie entzogen. Lark wartet sehnsüchtig auf diesen Tag, denn seit ihr Bruder Basil starb, will sie endlich ihren Platz in der Gesellschaft einnehmen. Doch an ihrem Tag der Ernte, der Tag an dem sie das Institut betritt, ist auch der Tag, an dem sie etwas Schreckliches erfährt. Daraufhin flüchtet sie durch die Mauer nach draußen, weg von der Stadt und auf der Suche nach dem sagenumwobenen, eisernen Wald.
 Schon von Anfang an bekam ich das Gefühl, dass "Skylark" ganz anders ist als die Bücher, die ich bisher gelesen habe. Man erlebt kaum Erklärungen, ist vor allem anfangs unheimlich verwirrt und versucht sich mit den Bruchstücken an Wissen, die Lark von sich gibt, ein Bild von der Welt zu erschaffen, in der sie lebt. Den Gedanke, dass die Maschinen von Magie betrieben werden, fand ich sehr interessant, es war mal etwas Neues. Und auch dass manche Menschen die Magie benutzen konnten, fand ich schön.
Das Buch ist aus der Ich-Perspektive von Lark geschrieben und da sie fast die Hälfte des Buches über allein unterwegs und damit allein mit ihren Gedanken ist, beschäftigt man sich natürlich auch wahnsinnig viel mit ihr. Ihre Empfindungen, ihre Erinnerungen, ihre Wünsche - das hat sich für mich sehr intensiv angefühlt. Ihre Reaktionen auf die Welt fand ich verständlich und an manchen Stellen sogar etwas amüsant - zum Beispiel hat sie Angst, dass der Himmel sie "auffrisst".
Allerdings muss ich sagen, dass ich ihre Reise nach einer Weile auch ziemlich ermüdend fand. Irgendwann haben sich ihre Beschreibungen der Umgebung nach den vielen Seiten in die Länge gezogen und ich habe dann doch einige Absätze übersprungen. Da hat auch der kleine Kobold Nix, der sie begleitet, als kleiner Lichtblick nicht viel geholfen.
Und dann kommt Oren - und es verändert sich. Anfangs fand ich den "wilden Jungen" etwas befremdlich, aber er wird immer toller und irgendwann war ich richtig verliebt in ihn. Seine harte Fassade wird immer wieder durch seine weichen Blicke durchbrochen, seine Charakterentwicklung war unheimlich niedlich zu beobachten.
Zum Ende will ich nicht viel verraten, aber es kam irgendwie unerwartet. Ich denke sogar, dass ich mir bei Erscheinen den zweiten Band kaufen werde, denn das Ende hat mich neugierig auf die Folgebände gemacht. Ich will wissen, wie es mit Lark weitergeht. Mit Kris und Oren. Und natürlich, ob Basil doch noch lebt. Guter Schluss!

Charaktere

Mein Lieblingscharakter ist natürlich Oren, wie sich in der Rezension ja schon andeutet. Dieses rohe, animalische, zu dem er besonders am Anfang neigt, wollte mich erst abschrecken - aber ich habe ihn immer mehr gemocht, genau so wie es auch Lark mit ihm erging. Er hat einen sehr weichen Kern und ich hoffe, dass sich nach der Enthüllung am Ende nichts daran ändern wird.
Aber es gab auch kleine Nebencharaktere, wie Tamren oder Nix, die mir ans Herz gewachsen sind. Gerade ersterer hat nur ein paar Sätze im Buch, aber ich fand ihn unheimlich niedlich :)
Und auch wenn er zu Anfang tot zu sein scheint - ich mochte Basil. Einfach nur aus Larks Erzählungen heraus, was er früher getan und gesagt hat, wusste ich, dass er eine tolle Figur ist. Ich bin gespannt, was sich daraus noch ergibt.

Fazit

"Skylark - Der eiserne Wald" war an vielen Stellen etwas langatmig und hat lange gebraucht, um sich richtig zu entfalten - dann aber war es wirklich spannend und die Charaktere haben einen Weg in mein Herz gefunden. Ich freue mich auf Band 2, der hoffentlich bald erscheint, und vergebe 4 von 5 Federn!


Samstag, 29. November 2014

[Rezension] Kuss des Feuers - Darkest London

Autorin: Kristen Callihan
Reihe: 1/4 (bisher)
Seiten: 418
Genre: Historisch, Romance, Fantasy, Erotik
Preis: 9,99 Euro (TB), HIER kaufen

London, 1881: Seit ihrer Geburt besitzt Miranda Ellis die außergewöhnliche Gabe, das Feuer zu beherrschen. Da ihre Familie ihr gesamtes Vermögen verloren hat und vor dem Ruin steht, sieht Miranda sich gezwungen, den geheimnisvollen Lord Benjamin Archer zu heiraten, der sein Gesicht stets hinter einer Maske verbirgt.


Lieblingszitat

"Entschuldige mal, liebstes Schwesterchen, aber wenn ein Mann, der reich wie die Sünde ist und noch dazu ein Baron, eine Bürgerliche ohne Vermögen heiratet, kann er dabei nur ein Arrangement im Sinn haben, das nächtliche Balgereien mit seiner schönen jungen Frau beinhaltet."

Meine Meinung

Bevor ich mit der Rezension beginne: Ich lese NIEMALS historische Romane. Niemals. Und genau so wenig lese ich Erotik. Wie ihr sicher richtig aus diesen beiden Aussagen schließt, kommen historisch-erotische Romane mir erst recht nicht in die Tüte. Romane wie "Kuss des Feuers".
Meiner Verzauberung für das Cover und meine recht selektive Art, Klappentexte zu lesen (ja, anscheinend habe ich das "London, 1881" vollkommen überlesen), führte also zu meinem lustigsten "WAS ZUR HÖLLE HABE ICH MIR DA FÜR EIN BUCH GEKAUFT"-Moment diesen Jahres.
Erst dachte ich, das erste Kapitel ist eine Rückblende in ein vorhergehendes Jahrhundert. Und die Tatsache, dass Archer auf einmal von seinem Gemächt redet, sei irgendwie ein Versehen.
Ähm, nein. Kein Versehen. Erotisch, historisches Buch. Verdammt.
Da ich nicht sehr viele Bücher mit in den Urlaub genommen hatte, nahm ich mir vor, zumindest noch ein, zwei Kapitel zu lesen, bevor ich das Buch zu den Akten lege. Irgendwann war ich aber dann doch so in der Geschichte gefangen, dass ich es zu Ende lesen musste.
Natürlich, mich haben die gleichen Aspekte gestört, die mich auch an anderen, historischen Romanen stören. Die Sprache ist unheimlich geschwollen, das Verhalten der Menschen ist so eigenartig und - naja, altertümlich eben. Alles Dinge, die ich eigentlich nicht mag.
Aber die Geschichte um Ben Archer und Miri hat mich überraschenderweise zu keiner Zeit gelangweilt und mich schnell durch das Buch voran getragen. Vor allem die Fragen nach dem wahren Mörder und dem, was sich unter Archers Maske verbirgt, haben mich auf Trapp gehalten. Gut - und auch die Frage, wann die beiden es endlich mal zusammen ins Bettchen schaffen. Himmelherrgott, die beiden sind verheiratet, aber müssen in einer dunklen Gasse fummeln!?
Okay, lassen wir das.
Es war nicht perfekt, bei weitem nicht. Schon gar nicht für jemanden wie mich. Ich bin auch ziemlich sicher, dass ich die anderen Bücher der Reihe nicht lesen werde, weil sie einfach nicht in mein Genre passen. Aber Spaß hatte ich beim Lesen allemal.

Charaktere

Die meisten der Charaktere haben mich wirklich genervt, weil sie sich so lächerlich verhalten haben und so eigenartig gesprochen haben. Aber das Hauptpaar, Ben und Miri, waren einfach herrlich, vor allem wenn sie sich mal wieder gestritten und wüst beschimpft haben.
Außerdem mochte ich Bens Freund Leland, weil er trotz rüstigem Alter doch ein guter Freund für Archer war ;)

Fazit

"Darkest London 1 - Kuss des Feuers" war definitiv nicht das, was ich von dem Buch erwartet habe. Im Endeffekt hat sich die böse Überraschung allerdings in eine positive Überraschung verwandelt und mir ein paar amüsante Lesestunden eingebracht. Dafür gibt es verdiente 4 von 5 Federn!



Montag, 27. Oktober 2014

[Kurzrezension] House of Night - Das Ende einer Ära. (Erlöst)

Titel: Erlöst - House of Night 12
Autoren: P.C. Cast & Kristin Cast
Seiten: 528
Genre: Fantasy (Vampyre) & Jugendbuch

Der letzte Band der weltweit erfolgreichsten Vampyr-Serie aller Zeiten
Die Göttin der Dunkelheit zeigt ihr wahres Gesicht
Showdown in Tulsa: Neferet, die Göttin der Dunkelheit, hat allen ihr wahres Gesicht gezeigt. Sie ist jetzt die uneingeschränkte Herrscherin in Tulsa und im House of Night. Niemand – weder Mensch noch Vampyr - kann ihr mehr gefährlich werden. Nur mit Hilfe der alten Magie könnte man sie noch stoppen. Zoey Redbird ist die Einzige, die damit umgehen kann. Wer wird diesen allerletzten großen Kampf gewinnen?

Lieblingszitat
"Aufhören, aber schnell. Wenn ich einen Kater habe, ertrage ich keinerlei öffentliche Zurschaustellung von Gefühlen. Gleiches gilt übrigens auch, wenn ich keinen Kater habe."
Fazit

Das ist er also, der letzte Band der Vampyr-Reihe. Heute fasse ich mich kurz, weil es um das Finale einer zwölfteiligen Reihe geht, die ich hier nicht rezensiert habe.
Die Bücher vor Nummer 12 haben mich gelangweilt, muss ich leider sagen. House of Night fing verdammt stark an, nahm aber immer wieder ab, mit jedem Buch. Wahrscheinlich kann man die Spannung über 12 Bände einfach nicht so halten, wie bei einer Trilogie, zum Beispiel.
Dazu muss ich aber sagen, dass "Erlöst" meiner Meinung nach schon von Anfang an recht spannend war, und mich mitgerissen hat. Manche Sichtwechsel fand ich etwas sinnlos, und es war natürlich bei Weitem nicht so gut, wie die ersten Bände - aber ich mochte Buch 12 viel lieber als die vorhergehend. Das lag wahrscheinlich vor allem daran, dass es einige Szenen gab, die mich wirklich berührt haben - zum Beispiel eine sehr prägende mit dem Unsterblichen Kalona.
Alles in allem kann ich sagen, dass die Reise, die ich mit den "House of Night"-Büchern hatte, eine schöne war. Ich habe viel geweint, ich habe viel gelacht, und mit den Charaktern mitgefühlt.Ich liebte die Liebesgeschichte zwischen Stevie Rae und Rephaim, die Charakterentwicklung von Aphrodite, James Stark und sein Machogehabe, die jugendliche Sprache und die Tatsache, dass es mehr als eine, wirklich niedliche, homosexuelle Beziehung gab ;-)
Mit der Hauptfigur Zoey bin ich nie wirklich warm geworden - trotz dass sie an manchen Stellen so menschlich war, wirkte sie an den meisten anderen Stellen viel zu perfekt. Und mein Gott, haben ihre Männergeschichten mich genervt!!! Zu perfekt war auch das Ende der Serie irgendwie, aber in gewisser Weise hat es mich zufrieden gestellt.
So verabschiede ich mich abschließend von ein paar sehr liebgewonnenen Charakteren und einer spannenden Story, die manchmal vielleicht ein bisschen zu sehr in die Länge gezogen wurde - und vergebe für die gesamte House of Night-Reihe vier Lesefedern. Danke für die schöne Zeit!




Samstag, 25. Oktober 2014

[Rezension] Dämonentochter - Verbotener Kuss (Band 1)

Titel: Dämonentochter - Verbotener Kuss
Autorin: Jennifer L. Armentrout
Seiten: 448
Genre: Jugendbuch/Fantasy

Zwischen Göttern und Sterblichen gibt es die Eine, die kämpfen wird...
Alex‘ Mutter wurde von Dämonen verwandelt und macht nun Jagd auf Menschen. Einzig Alex kann sie aufhalten. Doch sie ist noch keine voll ausgebildete Dämonenjägerin. Als Alex‘ Mutter einen Freund ihrer Tochter entführt, bleibt Alex keine Wahl. Sie zieht in einen Kampf auf Leben und Tod, und stellt sich allein ihrer größten Angst ...


Lieblingszitat

"Zwei Menschen erblicken einander quer durch einen Raum oder ihre Haut berührt sich flüchtig. Ihre Seele erkennt, dass der andere Mensch zu ihnen gehört. Sie braucht keine Zeit, um zu überlegen. Die Seele weiß immer Bescheid ... ob es nun richtig oder falsch ist."

Meinung zum Buch

An den ersten Band von "Dämonentochter" bin ich mit gemischten Gefühlen heran gegangen. Wieder einmal war es das wunderschöne Cover, das mich sofort in seinen Bann gezogen hat. Der Klappentext reizte mich eher mäßig, immerhin klang er etwas verwirrend. Da ich Dämonen aber immer gut finde, gab ich dem Buch eine Chance.
Kaum hat man die erste Seite des Buches aufgeklappt, wird man auch schon direkt ins Geschehen geworfen, mitten in einen Kampf zwischen Alex und einem Daimonen. Genau so verwirrend, wie dieser Satz klingt, war der Anfang auch. Allerdings auf keine gute Art und Weise, wie es bei "Die Auserwählten im Labyrinth" der Fall war. Eher hat mich schon zu Beginn genervt, dass ich wirklich gar nicht durchgeblickt habe. Dämonen, Reinblüter, Halbblüter, Wächter, Apollyon (oder wie man das auch immer nochmal schreibt)...es werden einen so viele Begriffe um die Ohren geworfen, dass ich gar nicht mehr wusste wo hinten und vorne ist. Nach einer Weile lichtet sich der Nebel etwas - ich weiß aber, dass ich manche Sachen bis zum Ende nicht ganz nachvollziehen konnte.
Alex als Hauptcharakter fand ich ok. Sie war mit ihren Reaktionen sehr lebensnah, auch wenn mich gerade das an manchen Stellen ziemlich genervt hat. Ab und zu habe ich doch mit den Zähnen geknirscht, wollte sie am liebsten packen und schütteln. Mädel, reiß dich doch mal zusammen jetzt!
Aiden fand ich sehr durchschaubar und es war von Anfang an klar, dass zwischen den beiden mal was laufen wird - wirklich sympathisch fand ich ihn nicht. Genau so wenig wie die meisten anderen Charaktere der Geschichte. Viele blieben auch einfach sehr leere Gesichter.
Seth fand ich ganz interessant, viele Chancen zu glänzen hatte er allerdings leider nicht. Ich kann mir vorstellen, dass Alex sich irgendwann in ihn verliebt, oder er der Bösewicht der Geschichte wird ;-) Beides irgendwie sympathisch.
Die Story war nicht zu überladen, war nachvollziehbar und der Schreibstil hat meistens die Spannung gut halten können. Manchmal etwas zu langatmig, oft etwas zu vorhersehbar, aber im Großen und Ganzen habe ich mich bis zum Ende des Buches nicht gelangweilt. Besagtes Ende war irgendwie nicht überraschend, aber auch nicht zu öde. Vom Hocker gerissen hat es mich jedenfalls nicht. Und viel mehr habe ich auch eigentlich nicht zu sagen.

Lieblingscharakter

Leider konnte ich keinen der Charakter wirklich ins Herz schließen, aber wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich wahrscheinlich sagen: Caleb. Er ist Alexandrias bester Freund und genau so, wie man sich einen Freund wünschen würde. :)

Fazit

Der erste Band von "Dämonentochter" war ein recht unterhaltsamer Lesehappen, der mir aber sicher nicht gefehlt hätte, hätte ich ihn nicht gelesen. Alles in allem hat er keinen besonderen Eindruck bei mir hinterlassen, hat mich aber auch nicht zu Tode gelangweilt. Deshalb gebe ich solide drei Federn.




Sonntag, 24. August 2014

[Rezension] Indras Traum

Titel: Indras Traum
Autor: Rebecca Hohlbein
Seiten: 160
Genre: Fantasy, Jugendbuch
Eigentlich führt die 16-jährige Indra ein ganz normales Leben: Sie treibt Sport, verbringt viel Zeit mit ihrer besten Freundin Jasmine und streitet sich ständig mit ihrer Mutter. Seit einiger Zeit jedoch quälen sie düstere Träume, in denen ein Fremder sie bedroht. Indra verdrängt diese Alpträume - so lange, bis sie Wirklichkeit werden. Eines Morgens wird sie beim Joggen angegriffen. Als sie nach Hause kommt, ist ihr Zimmer verwüstet worden. Kurz darauf begegnet sie bei einem Rockkonzert dem dämonischen Than, Leadsänger der Band Devil's Slaves. In ihm erkennt sie den Unbekannten, der im Traum ihr Leben bedroht. Und Jasmine, die sich in Than verknallt hat, kommt nach dem Konzert nicht nach Hause ...

Lieblingszitat
Indra träumte. Es war derselbe Traum, der sie schon in der vergangenen Nacht heimgesucht hatte. Und auch in der Nacht davor, und am vergangenen Dienstag, als sie nach Schulschluss im Bus eingenickt war. Der Traum änderte sich nie wirklich, nur die Konturen wurden von Mal zu Mal schärfer, die Farben deutlicher, die Stimmen klarer.
Meinung zum Buch

"Indras Traum" ist ein Buch, das ich mir nicht selbst gekauft, sondern von meiner Mama geschenkt bekommen habe. Obwohl mich das Cover sicher trotzdem dazu bewogen hätte, es zu lesen, denn es ist einfach wunderschön! So hielt ich das Buch aber erst einmal in den Händen und hatte noch nie davon gehört. Wohl aber war mir die Autorin ein Begriff, denn Rebecca ist die Tochter von Wolfgang Hohlbein - und den werden wohl die meisten kennen ;)
Da "Indras Traum" nur 160 Seiten hat, war ich innerhalb weniger Stunden bereits durch und muss sagen: Ich fand es wirklich gut! Die Seiten fliegen nur so dahin, was sicher auch an Rebecca Hohlbeins tollem Schreibstil liegt. Schon vom ersten Satz, der übrigens auch mein Lieblingszitat ist, war ich mitten drin in der Geschichte. Leider ist die Anzahl der Seiten auch ein kleines Manko: Man ist viel zu schnell fertig und an manchen Stellen kam mir alles ein bisschen gehetzt vor. Darunter hat meiner Meinung nach vor allem das Ende ein wenig gelitten.
Die Story an sich fand ich gut ausgearbeitet und spannend. Vor allem aber ist sie etwas Neues, Erfrischendes (wenn man das von einem sechs Jahre alten Buch sagen kann) und mal ganz anders als die anderen Fantasybücher, die ich sonst lese. Find ich gut! :) Allerdings ist die Story wahrscheinlich doch eher was für jüngere Leser.
Und zusätzlich noch etwas, dass ich sehr süß fand: Indra und Simon. Ja, man merkt schon, dass die beiden sich recht nett finden. Das ist deshalb schön, weil Indra ihn am Anfang echt uncool findet und er auch nicht gerade wie der perfekte Traummann beschrieben wird (Er ist zum Beispiel sehr unsportlich, etwas dick und isst die ganze Zeit ;)). Endlich mal kein perfekter Kerl!

Lieblingscharakter

Frank, Indras Stiefvater. Ihre Mutter finde ich irgendwie furchtbar, sie ist so zickig...Frank hingegen ist so ein liebevoller, fürsorglicher Mensch, dass ich ihn einfach in mein Herz schließen musste :)

Mein Fazit

"Indras Traum" ist ein kleines Buch für den kurzweiligen Lesespaß und außerdem der erste Band einer Trilogie. Da es mir gut gefallen hat kann ich mir auch vorstellen, die anderen beiden zu lesen :) 4 von 5 Federn!


Samstag, 23. August 2014

[Rezension] Feuerherz

Titel: Feuerherz
Autorin: Jennifer Wolf
Seiten: 381
Genre: Romantasy

Die siebzehnjährige Lissy ist das wohl schlagfertigste Mädchen ihrer Klasse und nimmt auch in den kritischsten Situationen kein Blatt vor den Mund. So hart ihre Schale aber auch sein mag, so weich ist doch der Kern. Denn sie wünscht sich nichts anderes als die übrigen Mädchen: die Freundin von Ilian Balaur zu werden, dem bestaussehendsten Typen der ganzen Schule. Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Dachte sie zumindest immer. Bis sie einsehen muss, dass alles, was ihr bislang vollkommen unmöglich erschien, durchaus existieren kann. Und das gilt nicht nur für die Zuneigung von Ilian Balaur …

Lieblingszitat
 Ich startete mein E-Mail-Programm und wartete, bis alle neuen Mails erschienen.
"Wuhuu, Egon, endlich wurde DAS Mittel gefunden, um meinen Penis zu verlängern." sagte ich belustigt und löschte erst mal den Spam.

Meine Meinung zum Buch

Ich war wirklich hin und her gerissen, ob ich mir das Buch kaufen soll. Der Klappentext hat nicht viel von der Story verraten, deshalb habe ich mir bei Amazon den "Blick ins Buch" gegönnt. Ich fand den Anfang zwar etwas merkwürdig, habe mich aber dabei erwischt, dass ich wissen wollte wie es weiter geht. Also habe ich mir "Feuerherz" schließlich doch gekauft.
Beim Lesen blieb meine Haltung, ich bin bis heute hin und her gerissen, ob mir das Buch wirklich gefallen hat oder nicht.
Erst einmal zu den positiven Sachen: Ich mochte Lissys Art. Gut, sie ist sehr grob und für manch einen vielleicht zu vulgär, aber ich fand ihre Sprüche und Reaktionen ein ums andere mal sehr unterhaltsam und oft auch einfach zum Schießen. Der Humor ist sicher nicht zu kurz gekommen und nach den ersten zwei Seiten fand ich den Schreibstil auch immer besser. Auch die Grundidee - Achtung SPOILER: es geht um Drachen - ist meiner Meinung nach innovativ und sehr erfrischend. Was mich auch positiv überrascht hat, ist die Liebesgeschichte zwischen Ilian und Lissy. Es dauert gar nicht so lange, bis die beiden ein paar werden und dass die beiden auch nicht nur beim "Händchenhalten" bleiben, ist mal sehr angenehm.
Die Charaktere und die Storyline waren meiner Meinung nach gut ausgearbeitet. Ich habe nirgends einen Logikfehler entdeckt, alles war in sich stimmig. Auch die Nebencharaktere hatten - naja, Charakter eben ;) Und das hat mir ziemlich gut gefallen. Niemand blieb beim Lesen eine "leere Hülle".
Es gab aber auch negative Punkte, und allen voran war das der Spannungsabfall ab der zweiten Hälfte des Buches. Alle Geheimnisse sind zu diesem Zeitpunkt erzählt und irgendwie musste ich mich wirklich zwingen, weiter zu lesen. Es wurde langatmig und stellenweise leider auch wirklich langweilig.
Außerdem, so gern ich Ilian auch mochte, hätte zu Lissy wohl eher jemand gepasst, der etwas ausgeflippter und cooler drauf ist. Ilian ist süß, aber vom Charakter eher etwas zu ruhig, und mir wäre er an Lissys Stelle wohl einfach ein bisschen zu lahm gewesen ;)

Lieblingscharakter

Lissy. Und ihr Papa. Ich fand die "Bäuerlichkeit" der beiden so sympathisch und ich mag auch ihre Beziehung zueinander. Erinnert mich irgendwie ein bisschen an mich und meinen Papa...abgesehen davon dass ich eher ein typisches Mädchen bin ;-)

Mein Fazit

"Feuerherz" hatte meiner Meinung nach interessante Charaktere und einen netten Schreibstil. Leider hat das Buch gegen Mitte des Romans ganz schön abgenommen und wurde etwas langweilig, sodass ich das Ende nur mit Mühe und Not erreicht habe. Deshalb vergebe ich 3 von 5 Federn.




Donnerstag, 21. August 2014

[Rezension] Blood & Gold

Titel: Blood and Gold (Elemente der Schattenwelt Band 1)
Autorin: Laura Kneidl
Seiten: 309
Genre: Fantasy (mit Romance)

Auch wenn sie sich der Menschheit nicht zu erkennen geben, weilen sie doch unter uns: Geister, Dämonen, Vampire und andere Kreaturen der Nacht. Nur wenige Menschen wissen von ihrer Existenz und noch weniger haben die Fähigkeit, gegen sie anzutreten. Dass Cain eine von ihnen ist, erfährt sie erst mit ihrer Volljährigkeit – wie ihre Mutter soll sie nun als Blood Huntress Vampire jagen. Dies wäre jedoch so viel einfacher, wenn man ihr nicht gerade den unnahbaren Krieger Warden an die Seite gestellt hätte, der furchteinflößender sein kann als die Vampire selbst…

Lieblingszitat
"Scheiße, hast du noch Munition?"
"Rechte Hosentasche!" [...]
"Ich hab es!"
"Das ist nicht das Magazin..." 
Meinung zum Buch

Nachdem ich von der Autorin bereits "Light&Darkness" gelesen hatte und davon total begeistert war, hatte ich auch entsprechend hohe Erwartungen an den ersten Band ihrer "Elemente der Schattenwelt"-Reihe. Allerdings muss ich leider zugeben, dass ich ein kleines bisschen enttäuscht war von dem Buch.
Zuerst einmal: Der Schreibstil von Laura Kneidl ist und bleibt wundervoll, die Seiten fliegen nur so dahin und man kann in ihre Welten total versinken. Da vergehen schon ein mal ein paar durchgelesene Stunden, ohne dass man es bemerkt. Und wie bei "Light&Darkness" finde ich auch bei diesem Buch die Welt, in der auch Wesen wie Geister, Vampire und Werwölfe leben, einfach klasse. Es ist "City of Bones" sehr ähnlich, aber das hat mich in dem Fall nicht gestört.
Aber dafür gab es ein paar andere Dinge, die mich sehr gestört haben.
Das für mich Störendste war, dass die Storys von "Blood and Gold" und "Light&Darkness" wirklich geähnelt haben. Vor allem beim Anfang fällt das auf: ein Ritual, bei dem zwei Leute verbunden werden - ein pflichtbewusstes Mädchen und ein draufgängerischer Typ der nichts von Regeln hält. Natürlich verlieben die beiden sich trotzdem ineinander und werden ein verdammt gutes Team - etc. etc.
Hätte ich "Blood and Gold" zuerst gelesen, hätte ich die Story wahrscheinlich besser gefunden. Denn meiner Meinung nach war es toll, dass der Hauptfokus bei diesem Buch nicht auf der Liebesgeschichte der beiden Hauptcharaktere gelegen wird, sondern auf das ganze Drumherum - die Kämpfe mit den bösen Wesen, die Vampire, die sich zusammenrotten und schlussendlich Cains und Wardens Regelbruch und die damit verbundenen Folgen. Außerdem ist die Grundidee einfach fantastisch, die verschiedenen Hunter-Gattungen sind wirklich interessant und eine völlig neue Idee.
Aber da ich das andere Buch zuerst gelesen habe, haben mich die vielen Parallelen, die Light&Dante sowie Cain&Warden verbindet, einfach ein wenig gestört. Außerdem spielt sich die Story in ein paar Tagen ab und wird dadurch irgendwie ein bisschen unglaubwürdig, was ich auch wirklich schade fand.

Lieblingscharakter

Wayne. Er ist ein Trainer der Blood Hunter und seit dieser einen Stelle im Krankenhaus, in der er seine Vorliebe für Gossip Girl zeigt, bin ich einfach hin und weg von ihm. Ich hoffe dass der Leser in den Fortsetzungen mehr von ihm hat!

Mein Fazit

Da ich keine halben Federn vergebe (macht sich nicht gut bei den Amazon-Bewertungen), habe ich lange zwischen drei und vier Federn geschwankt. Ich konnte nicht ganz außer Acht lassen, dass die Parallelen zu Light und Darkness mich gestört haben. Allerdings war "Blood&Gold" an sich ein gutes, unterhaltsames Buch und in der Hoffnung, dass "Soul&Bronze" eine neue, überraschende Story aufbieten wird, vergebe ich vier Federn!



Dienstag, 19. August 2014

[Rezension] Engelsnacht

Titel: Engelsnacht
Autor: Lauren Kate
Seiten: 464
Genre: Fantasy
Lucinda Price ist 17 und den ersten Tag auf dem Internat, als sie ihn sieht: Daniel Grigori, den unglaublich attraktiven, aber auch unglaublich distanzierten Jungen, von dem sie sicher ist, dass sie ihn schon einmal gesehen hat. Doch Daniel behauptet, sie nicht zu kennen – er scheint sie sogar zu hassen und weicht ihr aus, wo immer er kann. Doch immer wenn Luce etwas Schlimmes widerfährt, sobald die gefährlichen Schatten sie wieder umtanzen, die sie seit ihrer Kindheit umgeben, ist er zur Stelle. Mehrfach rettet er ihr Leben. Allmählich kommen die beiden sich näher, und da erst erfährt Luce, welches Geheimnis sie beide umgibt: Daniel ist ein gefallener Engel, dazu verdammt, für immer auf der Erde umherzuwandern. Luce aber ist dazu verdammt, alle 17 Jahre wiedergeboren zu werden, sich jedes Mal aufs Neue unsterblich in Daniel zu verlieben – und den Tod zu finden, sobald sie und Daniel sich näherkommen.
Lieblingszitat
Manchmal glaube ich, nur ein Schutzengel kann mich noch retten. Aber ich habe niemals an Engel geglaubt. Bis ich ihn traf.
Meinung zum Buch

Ich bin ein großer Fan von Engelsgeschichten und weil mir das schöne Cover von "Engelsnacht" auf Amazon direkt ins Auge sprang, habe ich es mir bestellt. Meine Erwartungen waren recht hoch, vor allem weil mir der Klappentext gut gefallen hat. Leider wurde ich etwas enttäuscht.
Den Anfang des Buches fand ich wirklich klasse. Die Atmosphäre, die mit Lucindas Eintreffen in der Besserungsanstalt erzeugt wird, hat mir wirklich mitgenommen. Außerdem fand ich es wirklich interessant, die ganzen Charaktere kennen zu lernen, die ich alle sehr authentisch fand. Dann allerdings geht es los mit der "Liebesgeschichte", die ich sehr klischeehaft fand. Kennen wir das nicht schon zur Genüge? "Ich finde ihn total toll, aber er redet nicht mit mir - er hasst mich sogar wie es scheint! Aber er rettet mir trotzdem immer wieder das Leben, vielleicht mag er mich doch??" Ach Mensch, sowas kann ich leider nicht ab. Die kleinen Gesten von Cam hingegen fand ich recht süß, und irgendwie habe ich mir gewünscht, dass da mehr wird - auch wenn ich es eigentlich besser wusste. Im Nachhinein fand ich die Liebesgeschichte dann doch gut so, wie sie war.
Ich kann nicht genau sagen, woran es lag - aber irgendwann bin ich vollkommen aus der Geschichte ausgestiegen. Einige Wendungen fand ich sehr überraschend, aber ich fand es etwas übertrieben, dass am Ende alle in der Geschichte mit drin hingen (bis auf eine, die da aber auch nicht gerade heil rausgekommen ist...) Als ich das Buch zugeschlagen habe, war ich mir schon fast sicher, dass ich den zweiten Teil wahrscheinlich nicht lesen werde.

Lieblingscharakter

Cam. Irgendwie ist er einer dieser Typen, in die ich mich im Endeffekt wahrscheinlich verknallt hätte. Und ja - ich finde das, was am Ende über ihn rauskommt, auch recht attraktiv ;) Sind die Männer mit den dunklen Geheimnissen nicht irgendwie immer die Interessantesten??

Fazit

Vielleicht werde ich mich irgendwann umentscheiden, aber momentan reizt mich der zweite Band gar nicht. "Engelsnacht" ist zuweilen ein recht unterhaltsames Buch, aber es hatte einige Schwächen, war an wenigen Stellen etwas zu langatmig für mich und das Ende fand ich einfach zu merkwürdig. Deshalb gibt es von mir dafür 3 von 5 Federn.