Samstag, 24. Januar 2015

[Rezension] Cassia & Ky - Die Auswahl

Autorin: Ally Condie
Reihe: Cassia & Ky, Band 1/3
Seiten: 464
Genre: Dystopie, Jugendbuch
Preis: 9,99 Euro (TB), HIER kaufen

Für die 17-jährige Cassia ist es der wichtigste Tag ihres Lebens: Heute erfährt sie, wen sie mit 21 heiraten wird – wen das System für sie ausgewählt hat. Es könnte jeder Junge aus Oria sein, doch zur großen Überraschung aller wird ihr bester Freund Xander als ihr Partner bekanntgegeben.
Als Cassia sich später auf dem feierlich überreichten Mikrochip Informationen über Xander ansehen will, passiert etwas schier Unmögliches: Es erscheint das Gesicht eines anderen Jungen – das von Ky. Cassia ist schockiert und verängstigt. Das System macht keine Fehler! Und tatsächlich wird ihr von offizieller Seite versichert, dass es sich um ein einmaliges Versehen handelt. Aber Cassia geht Kys Anblick nicht mehr aus dem Kopf. Gibt es doch die Möglichkeit zu wählen?
Lieblingszitat
Ihr glaubt, hier gäbe es nichts, weil wir uns nicht wehren. Aber in unseren Köpfen sind Worte, von denen niemand etwas weiß. Und mein Großvater ist nach seinen Bedingungen gestorben, nicht nach euren. Wir besitzen Wertvolles, aber ihr werdet es niemals finden, weil ihr nicht einmal wisst, wonach ihr suchen müsst. 
Meine Meinung

Warum ich ursprünglich angefangen habe, Cassia & Ky zu lesen, weiß ich gar nicht mehr. Ich glaube ich hatte mich total auf Dystopien eingeschossen, dass ich einfach alles genommen habe, was mir irgendwie in den Sinn kam und was mich auf Amazon förmlich angesprungen hat. Dieses Buch gehörte eben dazu - und es hat mich leider nicht überzeugt.
Schon den Anfang fand ich langweilig, weil er so unglaublich gewöhnlich ist für eine durchschnittliche Dystopie. Es gibt eine Veranstaltung, zu der die Jugendlichen gehen, und bei der die Auswahl "Passiert" - die Kinder lernen ihren Zukünftigen bzw. ihre Zukünftige kennen. Bei Cassia ist es ausgerechnet ihr bester Freund Xander (gähn, was für eine langweilige Schnarchtüte, ich mochte ihn nicht wirklich). Es ist von Anfang an irgendwie offensichtlich, dass das zwischen denen nie klappen wird, auch wenn Cassia das am Anfang etwas anders sieht - naja, leicht durchschaubar eben. Könnte aber auch am Serientitel liegen.
Die Welt an sich ist interessant. Wie bei den meisten Dystopien steht sie unter der totalen Überwachung, aber es scheint erst einmal niemanden zu stören. Beginn und Ende des Lebens ist festgelegt, keine Kinder mehr mit über 31 und mit 80 wird das Leben beendet. Dann gibt es ein Abschiedsbankett für die Sterbenden. Ich kann nicht genau sagen, warum - aber irgendwie hat mich das alles ein wenig an "Hüter der Erinnerung" erinnert.
An sich konnte ich schon verstehen, dass die Bewohner das einfache Leben schätzen und ihre Sicherheit nicht aufgeben wollten.
Ich persönlich mag es bei Dystopien lieber, wenn die Liebesgeschichte nicht die Hauptrolle spielt, sondern ein spannender Plot um was auch immer. Cassia und Ky trieft leider ein bisschen schnulzig. Man merkt von Anfang an, dass es am Ende auf eine Trennung der beiden und auf eine Rebellion hinausläuft - was ich mittlerweile einfach zu platt und zu uninspiriert für eine Dystopie halte.
Die Liebe hat sich (wie man es von solchen Büchern schon gewohnt ist) seeeehr langsam entwickelt und bis endlich mal was passiert, ist man einfach schon ziemlich gelangweilt. Schade eigentlich. Ein bisschen mehr Action hätte in dem Fall gut getan ;)
Das Ende kam genau so wenig überraschend für mich, wie der Verlauf der ganzen Story. An manchen Stellen hätte ich sogar die Sätze der Charaktere beenden können, so durchschaubar war es. *schüttel* nichts für mich.

Charaktere

Die fand ich an dieser Stelle leider alle ein bisschen platt. Im Nachhinein kann ich mich eigentlich nur noch an die Namen der Hauptcharaktere erinnern, und auch nur, weil sie auf dem Buchdeckel stehen. Sehr blasse Figuren, ich konnte mich in keinen wirklich verlieben und finde es auch nicht sooo schade drum.

Fazit

Cassia & Ky war eher so eine "solala"-Dystopie-Story, die mich einfach nicht überzeugen wollte, und die auch einfach nichts Besonderes war. Manchmal habe ich vor Langeweile ganze Seiten übersprungen, weil einfach nichts Spannendes passiert ist. Schade! Leider nur 2 von 5 Federn.


Donnerstag, 22. Januar 2015

[Kolumne] Die Post-Buch-Depression

Kennt ihr das auch? Gerade noch habt ihr ein wundervolles Buch gelesen, und dann kommt das Unvermeidbare: Die letzte Seite. Egal, wie lange man es herauszögert, und wie wenig man diesen Gedanken mag ... auch von den besten Büchern gibt es irgendwann einmal die letzte Seite.

Meine schlimmste Post-Buch Depression hatte ich nach Harry Potter. Ganz einfach, weil die Bücher mich über so viele Jahre begleitet haben, weil ich so viele Monate oft gewartet und mein Taschengeld gespart habe, bis endlich das nächste Buch kam - da will man doch gar nicht an sie denken. SIE, diese vermaledeite, letzte Seite.
Mittlerweile ist es so, dass ich nach jedem guten Buch eine kleine Depression entwickle, besonders schlimm ist es bei Reihen, dir mir ans Herz gewachsen sind. Deshalb sind SUBs so etwas Tolles - man hat gleich etwas Neues zur Hand, mit dem man sich über den Verlust hinwegtrösten kann ;) Dummerweise ist das ein Teufelskreis. Ich hoffe, dass mir niemals die Bücher ausgehen *lach*.

Vielleicht wird das jetzt mein Leben lang so laufen. Buch lesen - Buch lieben - Über das Ende des Buches traurig sein - Neues Buch beginnen - Neues Buch lieben......
Wenn ich aber mal ganz ehrlich darüber nachdenke, wie viele tolle Charaktere ich in den vielen Jahren meiner Lesezeit schon kennen gelernt habe, wie oft ich mich schon in Figuren verliebt, wie oft ich mit ihnen gelitten und wie oft sie mich einfach so inspiriert haben - ja, ich glaube, dann kann ich selbst mit immer wiederkehrenden Post-Buch Depressionen leben. Denn sie bedeuten immer den Anfang von etwas ganz Neuen!

Dienstag, 20. Januar 2015

[Rezension] Selection

Autorin: Kiera Cass
Reihe: Band 1/3
Seiten: 368
Genre: Jugendbuch, Romance, Dystopie (?)
Preis: 9,99 Euro (TB), HIER kaufen

35 perfekte Mädchen – und eine von ihnen wird erwählt. Sie wird Prinz Maxon, den Thronfolger des Staates Illeá, heiraten. Für die hübsche America Singer ist das die Chance, aus einer niedrigen Kaste in die oberste Schicht der Gesellschaft aufzusteigen und damit ihre Familie aus der Armut zu befreien. Doch zu welchem Preis? Will sie vor den Augen des ganzen Landes mit den anderen Mädchen um die Gunst eines Prinzen konkurrieren, den sie gar nicht begehrt? Und will sie auf Aspen verzichten, ihre heimliche große Liebe?
Lieblingszitat
"Ich umarme sonst nur meine Mutter.", sagte er. "Mache ich das richtig?"
Ich lachte. "Bei einer Umarmung kann man nicht viel falsch machen."

Meine Meinung

Ich liebe es, gehypte Bücher zu lesen. Nein, echt. Zum einen, weil ich immer auf Verfilmungen hoffe (ich LIEBE Buchverfilmungen), zum anderen weil ich so gern sage: "Gehypte Bücher sind meistens nicht mal halb so gut wie ihr Ruf". Oh ja, ich bin ein kleiner Anti.
Bei Selection hatte ich (aufgrund des Covers vielleicht?) irgendwie auf Fantasy getippt. Oder eine typische Dystopie. Das war es dann aber gar nicht.
In der Mitte steht die Liebesgeschichte. Erst die zwischen America (sorry, aber was für ein blöder Name) und ihrem Jugendfreund Aspen - die dann aber zerbricht - und später kommt noch Prinz Maxon dazu, der nach und nach anfängt, Americas Herz zu erobern. Im Nebenplot erfährt man dann aber, dass es noch um etwas anderes geht: Die Königsfamilie und die Rebellion, gegen die sie sich zur Wehr setzen muss. Kriegerische Zustände herrschen außerhalb der Schlossmauern.
Der Start war meiner Meinung nach sehr abrupt, es gab viel sinnloses Durcheinandergequatsche und auch der holprige Schreibstil wollte mich erst einmal abschrecken. Es folgen ein paar lückenhafte Erklärungen zum Kastensystem, durch die man erst im Verlauf der Story etwas durchsteigt. (Ich zumindest).
Ich muss den meisten Rezensenten zustimmen: was danach kommt, ist eine Casting-Show im Stil von "Der Bachelor", ganz unverkennbar. Im Gegensatz zu einigen sehr kritischen Stimmen fand ich es aber eine echt lustige Idee - definitiv mal etwas anderes, als der ganze schnöde Dystopie-Einheitsmatsch. Definitiv eine unterhaltsame Masche, die mich trotz einiger "Oh Gott, was für ein Mist"-Ausrufe während des Lesens, erstaunlicherweise bis zum Ende am Ball gehalten haben.
Die wenigen Auftritte der Rebellen empfand ich als nicht so bedrohlich, wie sie vielleicht hätten sein sollen. Und zu der Hauptfigur America konnte ich auch keine Bindung aufbauen. (Und ich schwöre, das lag nicht nur an ihrem schrecklichen Namen!) Sie war anfangs so unhöflich zu Maxon, das habe ich an vielen Stellen einfach nicht verstanden. Und was sie an diesem eigenartigen Aspen findet sowieso nicht.
Von der Story her muss ich sagen, dass eigentlich gar nicht so viel passiert, es war eben wie eine TV-Show mit ein bisschen Zickenkrieg, Herzschmerz und einer Prise Krieg. Das Ende kam mir ein bisschen unvermittelt, und auch wenn der erste Band recht lustig war, reizt es mich nicht sonderlich, mir auch den zweiten zuzulegen.

Charaktere

TEAM MAXON! Aber sowas von. Der Prinz ist einfach so höflich, sympathisch und niedlich, dass er mir gleich das Herz geraubt hat. Außerdem wirkt er so überaus ehrlich - im Gegensatz zu Aspen. America, nimm den Prinzen und lass den Deppen ziehen!!!!

Fazit

Alles in allem habe ich an "Selection" ein paar unterhaltsame Stunden verbracht. Für mehr hat es allerdings nicht gereicht, die Reihe hat nach dem ersten Buch ihren Reiz für mich verloren. Aber ich werde mir sicher von irgendwem erzählen lassen, für wen sie sich entscheidet ;) 3 von 5 Federn!


Samstag, 3. Januar 2015

[Rezension] Wenn ich bleibe

Autorin: Gayle Forman
Reihe: Band 1/2
Seiten: 304
Genre: Jugendbuch, Teen Romance, Drama
Preis: 8.99 Euro (TB), HIER kaufen
Mia muss sich entscheiden: Soll sie bei ihrem Freund Adam und ihrer Familie bleiben – oder ihrer großen Liebe zur klassischen Musik folgen und mit ihrem Cello nach New York gehen? Was, wenn sie Adam dadurch verliert? Und dann ist von einer Sekunde auf die andere nichts mehr, wie es war: Auf eisglatter Fahrbahn rast ein Lkw in das Auto, in dem Mia sitzt. Mit ihrer Familie. Sie verliert alles und steht schließlich vor der einzigen Entscheidung des Lebens: Bleiben oder gehen? Lieben oder sterben?

Lieblingszitat


"Aber seht doch selbst: Es ist tatsächlich ein Schneesturm!", sagte mein Vater und deutete auf eine einzelne Schneeflocke, die vor dem Fenster zu Boden trudelt.

Meine Meinung


Ich hatte einen Trailer zum Film von "Wenn ich bleibe" gesehen und wollte mir danach unbedingt das Buch kaufen - es schien wirklich emotional und romantisch zu sein!
Der Anfang ist auch vielversprechend. Man lernt Mias Familie kennen und es passiert bereits nach ein paar Seiten der wichtigste Part der Geschichte: Die Familie macht einen Ausflug zusammen, alles scheint wunderbar - und dann geraten sie auf einmal in einen Autounfall. Mia "erwacht" - neben ihrem Körper, umgeben von den Leichen ihrer Familie. Sie muss mit ansehen, wie ihr komatöser Körper ins Krankenhaus befördert wird.
Während Mia dort liegt, bekommt sie Besuch von ihren Verwandten, ihrer besten Freundin Kim und ihrem Freund Adam. Sie erlebt Episoden aus ihrer Vergangenheit - über ihre Familie, wie sie Adam kennen und lieben lernte - und muss am Ende der Nacht die schwerste Entscheidung ihres Lebens treffen ... soll sie ihrer Familie ins Jenseits folgen oder bei Adam bleiben und weiterleben?
Leider war ich bereits nach den ersten Seiten wirklich enttäuscht von dem Buch. Es war unheimlich kurz, die Hauptstory geht nur über eine einzige Nacht. Trotz der Flashbacks fand ich es schwer, Beziehungen zu den Figuren aufzubauen. Nur ein einer einzigen Stelle war ich etwas berührt, als Mias Großvater an ihrem Bett sitzt und mit ihr spricht. Ansonsten haben mich vermeintlich "emotionale" Stellen größtenteils vollkommen kalt gelassen.
Auch die Beziehung mit Adam fand ich absolut nicht außergewöhnlich. Die beiden waren eben ein normales Paar, bei denen es sogar etwas kriselte. Definitiv nicht die wunderschöne, emotionale Liebesgeschichte, die ich mir gewünscht habe.
Das Ende war dann vollkommen unspektakulär und aufgrund seiner Offenheit absolut nicht zufriedenstellend. Alles in allem fand ich das Buch nicht so toll.

Charaktere


Wie bereits erwähnt, konnte ich (vor allem auch durch die Kürze der Geschichte) keine wirkliche Beziehung zu den Charakteren aufbauen. Ich mochte Mias Eltern, wie sie in den Rückblicken dargestellt waren, und fand ihren kleinen Bruder niedlich. Aber wirklich geliebt habe ich niemanden. Schade!

Fazit


"Wenn ich bleibe" ist ein Buch, das eben gerade nicht in meinem Kopf bleiben wird. Es war kurz, unspektakulär und meiner Meinung nach vollkommen unemotional. Das Lesen des Buches ist erst ein paar Tage her, aber ich kann mich jetzt schon kaum noch an etwas daraus erinnern. 2 von 5 Federn!


Mittwoch, 31. Dezember 2014

[Jahresrückblick] Mein Jahr 2014 mit Büchern

Was für ein Jahr!
2014 war das Jahr, indem ich meinen Buchblog gründete - und das mein Leseverhalten dadurch wieder grundlegend veränderte! Ich habe wieder wahnsinnigen Spaß daran gehabt, neue Bücher zu entdecken, stundenlang zu lesen und anschließend meine Wertung dazu abgegeben. Es waren tolle 4 Monate seitdem!
Jetzt ist das Jahr zu Ende und ich möchte eine kleine Bilanz ziehen und euch meine Highlights von 2014 vorstellen! Auf geht's!

Die besten Bücher 2014

Mein Lesehighlight 2014 - Jump. Das Spiel, Eve Silver

In diesem Jahr hat mich kein Buch so sehr begeistert, wie "Jump - Das Spiel", der erste Teil der "Das Spiel"-Trilogie. Es war spannend, romantisch und einfach umwerfend und ich kann den zweiten Teil wirklich nicht erwarten!
Außerdem hat es mich wirklich offen gemacht für zwei Dinge:
1. Science Fiction, früher war das einfach gar nicht mein Ding und hat mich nicht interessiert - mittlerweile sehe ich das ganz anders!
2. Bücher, die auf Amazon eine schlechtere Bewertung haben als 4 Sterne, denn der erste Eindruck kann täuschen!
Da es das Highlight war, habe ich es aus den folgenden Kategorien rausgenommen.


Das Beste Buch - Fantasy - Light & Darkness
Das Beste Buch - Science Fiction/Dystopie - Die Auserwählten - Im Labyrinth
Das Beste Buch - Science Fiction/Endzeit - Die fünfte Welle
Das Beste Buch - Drama - Das Schicksal ist ein mieser Verräter
Das Beste Buch - Romance - Weil ich Layken liebe


Charaktere

Lieblingscharaktere, männlich:
Newt, "Die Auserwählten"-Reihe
Augustus Waters, Das Schicksal ist ein mieser Verräter
Jackson Tate, Jump - Das Spiel

Lieblingscharaktere, weiblich:
Hazel Grace Lancaster, Das Schicksal ist ein mieser Verräter
Miki Jones, Jump - Das Spiel
Olivia King, Weil ich Layken liebe


Die schönsten Cover


 Kuss des Feuers - Darkest London, Kristen Callihan
Jump - Das Spiel, Eve Silver
Die fünfte Welle, Rick Yancey



Buchverfilmungen, die ich gesehen habe:



Mocking Jay - Part 1
Das Schicksal ist ein mieser Verräter
Maze Runner - Die Auserwählten im Labyrinth


Insgesamt gelesene Bücher 2014 (ab Juni): 31
Davon rezensiert: 28

Na, wenn das mal keine ordentliche Bilanz für ein halbes Jahr 2014 ist! Im neuen Jahr möchte ich noch mehr lesen, noch mehr rezensieren und noch mehr Buchverfilmungen ansehen! 
Ich freue mich jetzt schon darauf und wünsche euch jetzt einen guten Rutsch ins neue Jahr :)
Bis bald!

Donnerstag, 18. Dezember 2014

[Rezension] Die fünfte Welle

Autor: Rick Yancey
Reihe: Band 1/3
Seiten: 480 Seiten
Genre: Endzeit, Science Fiction, Jugendbuch
Preis: 16,99 Euro (HC), HIER kaufen

Die erste Welle brachte Dunkelheit. Die zweite Zerstörung. Die dritte ein tödliches Virus. Nach der vierten Welle gibt es nur noch eine Regel fürs Überleben: Traue niemandem! Das hat auch Cassie lernen müssen, denn seit der Ankunft der Anderen hat sie fast alles verloren: Ihre Freunde und ihre Familie sind tot, ihren kleinen Bruder haben sie mitgenommen. Das Wenige, was sie noch besitzt, passt in einen Rucksack. Und dann begegnet sie Evan Walker. Er rettet sie, nachdem sie auf der Flucht vor den Anderen angeschossen wurde. Eigentlich weiß sie, dass sie ihm nicht vertrauen sollte. Doch sie geht das Risiko ein und findet schon bald heraus, welche Grausamkeit die fünfte Welle für sie bereithält ...

Lieblingszitat

Wir sind hier, und dann sind wir wieder weg, und es geht nicht darum, wie viel Zeit wir hier haben, sondern darum, wie wir diese Zeit nutzen.

Meinung zur Story

Sobald man die erste Seite von "Die fünfte Welle" aufklappt, wird man ins Chaos gesogen. Zusammen mit Hauptfigur Cassie Sullivan wird man in eine postapokalyptische Welt geworfen, die von einer Alienrasse vollkommen zerstört wurde. Wie der Klappentext schon sagt, gab es vier Wellen: Dunkelheit, Zerstörung, Virus und eine Weile, über die man erst später etwas erfährt.
Cassie ist vollkommen allein und nach und nach erfährt man ihre Geschichte und wie sie an den Ort im Wald gekommen ist, mit dem Teddybären ihres jüngeren Bruders Sammy im Arm. Sie ist schon seit Wochen dort und irgendwann beschließt sie, sich endlich ihren Ängsten zu stellen und nach ihrem Bruder zu suchen. Teddy und Gewehr im Arm macht sie sich auf in eine gefährliche Reise, auf der sie auch dem netten Farmersohn Evan Walker begegnet...
Nur ein paar Meilen weiter erwacht der vorige Footballstar Ben Parish in einem Lager. In einer speziellen Einrichtung soll er zum Soldaten ausgebildet werden, zur Killermaschine, die die Aliens vernichten soll. Doch nach einer Weile wird klar - irgendwas stimmt hier nicht.
Die Geschichte ist aus mehreren Sichten geschrieben, unter anderem sieht man die Welt mit den Augen von Cassie, Ben und Sammy. Gerade beim ersten Teil von Cassie und dem Anfang von Ben fiel es mir wirklich schwer, am Ball zu bleiben. Da Cassie am Anfang allein unterwegs ist und keinerlei soziale Interaktionen hat (bis auf ein paar langatmige Rückblicke), ist es schwer, mit ihr zu gehen - bis sie auf Evan Walker trifft.
Desto weiter die Story voranschritt, desto spannender wurde sie. Immer, wenn man unbedingt wissen wollte, wie es weiterging, kam ein Cut und ein Perspektivenwechsel. Das hat mich manchmal ein bisschen zur Weißglut getrieben, aber das war schon okay, denn die anderen Perspektiven waren ja auch spannend ;) Vor allem weil man fast bis zur letzten Seite nicht weiß, wem man eigentlich trauen kann. Wer sind die Aliens? Sind sie unter den Menschen? Sind die Menschen Marionetten? Oder was geht da eigentlich ab!?
Außerdem ist mir positiv aufgefallen, dass in diesem Roman (abgesehen vom Anfang) unheimlich viel Inhalt vorhanden ist! Als ich bei der Hälfte war, konnte ich gar nicht glauben, dass ich erst 50% gelesen habe - weil schon so unglaublich viel passiert war! Einfach toll!
Die letzten Kapitel waren dann nochmal eine Spur spannender und wahnsinnig rasant! Ich bin fast selbst atemlos geworden, weil ich so mitgefiebert habe! Einfach toll, toll, toll!

Charaktere

Mein absoluter Liebling war Evan. Von Anfang an fand ich ihn unglaublich niedlich, aber auch die andere Seite von ihm hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Und die Rolle, die er bei Sammy Rettung spielt - göttlich. SCHMACHT ;)
Aber ich mochte auch Ben aka Zombie sehr gern, der vom arroganten Footballstar zum taffen Soldaten wurde. Und ich liebe Sammy, einfach weil er so süß ist!

Fazit

"Die fünfte Welle" hat eine Weile gebraucht, um richtig anzulaufen - im Nachhinein habe ich aber nur positive Erinnerungen an das Buch! Spannung, eine atemberaubende Endzeit-Welt und eine (vor allem für einen männlichen Autor ;) überraschend süße Liebesgeschichte haben mich vollends überzeugt! 5 von 5 Federn!


Dienstag, 16. Dezember 2014

[Rezension] Silber - Das erste Buch der Träume


Autorin: Kerstin Gier
Reihe: Silber (1/3)
Seiten: 416
Genre: Jugendbuch, Fantasy
Preis: HIER kaufen

Geheimnisvolle Türen mit Eidechsenknäufen, sprechende Steinfiguren und ein wildgewordenes Kindermädchen mit einem Beil … Liv Silbers Träume sind in der letzten Zeit ziemlich unheimlich. Besonders einer von ihnen beschäftigt sie sehr. In diesem Traum war sie auf einem Friedhof, bei Nacht, und hat vier Jungs bei einem düsteren magischen Ritual beobachtet.
Zumindest die Jungs stellen aber eine ganz reale Verbindung zu Livs Leben dar, denn Grayson und seine drei besten Freunde gibt es wirklich. Seit kurzem geht Liv auf dieselbe Schule wie die vier. Eigentlich sind sie ganz nett.
Wirklich unheimlich – noch viel unheimlicher als jeder Friedhof bei Nacht – ist jedoch, dass die Jungs Dinge über sie wissen, die sie tagsüber nie preisgegeben hat – wohl aber im Traum. Kann das wirklich sein? Wie sie das hinbekommen ist ihr absolut rätselhaft, aber einem guten Rätsel konnte Liv noch nie widerstehen…

Lieblingszitat

"Keine Sorge! In Livs Alter hatte ich viel schlimmere Ringe unter den Augen!"
"Ja, weil du gekifft hast, Mum."
"Unsinn! Gekifft habe ich erst im College."

Meinung zur Story

Bevor ich mit der Rezension anfange: Ich war kein großer Fan von "Rubinrot", weder von den Büchern, noch von dem Film. Da ich aber jemand bin, der an gehypten Büchern nicht ganz vorbeikommt, habe ich mich nach einer Weile doch an Silber gewagt. Und bereits nach ein paar Seiten war ich vollkommen von der Geschichte gefangen.
Gerade im ersten Teil der Story kamen überhaupt keine langweiligen Stellen auf, ich bin nur so über die Kapitel geflogen und wollte gar nicht mehr damit aufhören. Das lag sicher zum einen an der unglaublich leichten, flüssigen Schreibweise von Autorin Kerstin Gier, man liest ihre massige Erfahrung wirklich raus. Aber auch der Humor ist nicht zu knapp gekommen, es gab mehrere Stellen, an denen ich laut lachen musste (was nicht so gut ist, wenn man heimlich im Unterricht liest...)
Die Traumwelt war meiner Meinung nach sehr liebevoll gestaltet, immer wenn Hauptfigur Liv in dieser unterwegs war, habe ich jedes Detail direkt vor meinem inneren Auge gesehen. Es war spannend, langsam die vier Jungen kennen zu lernen, ein Urteil über sie zu bilden (das bei mir immer wieder umgeworfen wurde) und langsam oder sicher hinter ihr Geheimnis zu kommen. Die Idee, in Träumen der anderen herumwandern zu können ist vielleicht nichts komplett Neues, aber ich fand sie sehr aufregend. Auch wenn ich sagen muss, dass ich die Lösung, warum sie das können, irgendwie nicht mehr so cool fand. Ich will nicht spoilern, deswegen sage ich nur: so etwas ist nicht gerade mein Ding ;)
Leider hat dann auch die Geschichte ein bisschen darunter gelitten, im letzten Drittel des Romans haben Spannung und Amüsement leider ganz schön abgenommen. Es war immer noch gut zu lesen, und wirklich gelangweilt habe ich mich auch nicht. Aber es wäre natürlich schön gewesen, wenn die Qualität der Geschichte gleichgeblieben wäre ;)
Zu den Charakteren komme ich wie immer im nächsten Punkt, aber eine Sache muss ich auf jeden Fall noch hervorheben: Der Tittle-Tattle-Blog! Das ist ein Blog über die neue Schule von Liv und ihrer Schwester Mia, ein richtiger Klatschblog. Am Anfang habe ich mir nur gedacht: Himmel, was ist das denn für ein schrecklicher Mist?! Aber nach einer Weile habe ich mich immer wieder gefreut, die Einträge zu lesen, wenn sie kamen - ist das etwa die mädchenhafte Klatschtante in mir!? Und schon jetzt freue ich mich darauf zu erfahren, wer die Betreiberin (oder der Betreiber?!) Secrecy ist ;)

Charaktere

An den Figuren in "Silber" fand ich angenehm, dass sie alle sehr bunt gezeichnet waren und jeder seine charakteristischen Seiten und Eigenarten hatte, die ihn liebevoll gemacht haben - oder eben nicht ;)
Besonders interessant fand ich in diesem Buch die vier männlichen Charaktere: Grayson, Jasper, Henry und Arthur. Meine Meinung zu jedem von ihnen wurde immer wieder durcheinander gewürfelt. Erst fand ich Arthur blöd, dann mochte ich ihn, dann  fand ich ihn wieder blöd. Ich fand Henry unglaublich süß, dann habe ich auf einmal angefangen, ihm zu misstrauen - und was ist eigentlich mit Grayson und seiner schlechten Laune? Und seiner plötzlich aufkeimenden Brüderlichkeit?
Hier war es definitiv nicht nur die Story, auch die Charaktere waren unheimlich spannend!

Fazit

"Silber - Das erste Buch der Träume" ist ein wunderbares, fantastisches Jugendbuch, das mit einer netten Idee, einer spannenden Story und wirklich vielfältigen Charakteren aufwarten kann! Mich hat es unglaublich gut unterhalten und ich denke auch darüber nach, mir den zweiten Band zu kaufen. Verdiente 4 von 5 Federn!